31.01.2024

 GilLügenkkönig.JPG

Gil Ofarim (Sprössling von Abi Ofarim) - Lügen-König aus idiotischem Geltungsdrang oder psychotischer Rache für nicht erfolgte Vorzugsbehandlung beim Einchecken im Hotel „The Westin“, Dresden (5. Oktober 2021). Ofarim verursachte, neben den Rufschädigungen, Millionenverluste des Hotels und löste Morddrohungen gegen schuldlose Menschen aus. Nach seinem Tateingeständnis   sprach das Gericht keine Strafe für sein Vergehen aus. 

VOM NEUEN „LÜGEN-BARON“

Baron v. Münchhausen kennt jedes Kind,
weil seine Lügen sprichwörtlich sind.
Adeliger Aufschneider, Westphalens Sohn.
ein Märchenerzähler, ein Lügen-Baron.

Man lacht der Geschichten die er erdacht,
dazu hat Rudolf Raspe ein Buch gemacht.
Drum gilt der Baron, ohne Widerspruch,
als toller Lügenkönig in diesem Buch.

Doch jetzt kam einer, der bei uns wohnt,
der hat den alten Münchhausen entthront.
Ein grüner Junge, ohne Zopf und Priem,
ein Schnulzensänger namens Gil Ofarim.

Der log zwei Jahre lang, Stein und Bein,
man ließ‘ ihn ins „Hotel Westin“ nicht rein,
weil er einen Sechsstern am Halse trug,
doch das war erlogener, blöder Humbug.

Keiner weiß den Grund der Lügengeschicht‘,
warum er die Verleumdung hat aufgetischt.
Er beschädigte Menschen und das Hotel,
dazu ganz Deutschland mit seinem Gebell.

In die weite Welt blies er die Lügen hinaus,
sein virales Video bekam im Netz Applaus.
Die Deutschlandhasser ergötzten sich,
denen galt reine Wahrheit nie sonderlich.

Der Münchhausen war ein harmloser Gesell‘,
auf Kanonenkugel ritt er zum Türken-Kastell,
Ofarim ritt seine Bombe ins deutsche Land,
das sei seine dauernde Lügen-Schand‘ !

Kein Deutscher hat je so gelogen wie er,
ganz ohne Anlass, verleumderisch schwer,
drum geht der Kerl in die Annalen ein,
muss Lügenkönig von Deutschland sein !

Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen (1720-1797) war ein deutscher Adliger aus dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Ihm werden die lustigen Geschichten vom Baron Münchhausen zugeschrieben. Gelogen hat Hieronymus mit seinen Abenteuerzählungen eigentlich nicht. Er wollte damit keinesfalls die Wahrheit manipulieren, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Das ist ja gemeinhin, was man unter Lügen versteht. Hieronymus hat eigene Erlebnisse ausgeschmückt, er hat fabuliert, er hat mit fantastisch erweiterten Berichten vor allem und in erster Linie unterhalten wollen. Nebenher hat er durch seine wüsten Übertreibungen aber auch Prahler und Angeber bloßstellen wollen, deren Renommiergehabe er lächerlich fand. Er war also ein begabter und begeisterter Fabulierer, wie kam es denn nun zum Titel „Lügenbaron“? Nachdem seine Frau Jakobine gestorben war, hat Hieronymus im hohen Alter eine sehr viel jüngere, sehr lebenslustige Frau geheiratet, die Bernhardine von Brunn. Diese Ehe war von Anfang an ein Desaster. Als Hieronymus die Scheidung einreichte, hat Bernhardine geschickte Rechtsanwälte gefunden, die den Herrn Baron mit Schriftsätzen bombardierten. In denen hieß es, jedermann wisse, dass Hieronymus Münchhausen unwahre tolle Geschichten erzähle, er sei eben ein echter „Lügenbaron“. Damit war ein Begriff in der Welt, der sich nie wieder einholen ließ. Wenn wir heute über Fake News diskutieren, ist damit doch gemeint, dass politische Wirrköpfe mit erfundenen oder manipulierten Fakten Politik und Stimmung zu machen versuchen. Das trifft auf Hieronymus in keiner Weise zu. Ein politischer Kopf war er nicht, allenfalls in dem Sinn, dass er hin und wieder auch Potentaten, gekrönte Häupter oder Befehlshaber ein bisschen auf die Schippe genommen hat. 

Der deutsche Gelehrte Rudolf Erich Raspe erstellte 1785 ein Münchhausen-Buch. Und 1786 veröffentlichte der deutsche Dichter Gottfried August Bürger in Göttingen sein Werk „Wunderbare Reisen zu Wasser und zu Lande – Feldzüge und lustige Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen“, das heute als bekannteste Fassung der Abenteuer des Lügenbarons gilt. Das Werk stellt teilweise eine Übersetzung von Raspes Vorlage, teilweise Bürgers eigene Schöpfung dar.

Lesetipp: Tina Breckwoldt, „Die ganze Wahrheit über Münchhausen & Co. Über 300 Jahre Lügengeschichten“.