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Idee und Ausführung von Dr. Kurt Kibbert, 1981
 
 
DIE AVATARE GERMANIENS
 
Was ist Germanien, wer will es fassen ?
Der muss sich zunächst belehren lassen !
Germanien als Mythos, bleibt vielmehr wahr
mit seiner unendlichen Helden-Schar.
 
Germaniens Bestand ruht auf 6 Säulen,
gegen die seit Urzeiten Wölfe anheulen.
Eine Erz-Mutter und fünf Erz-Väter,
die wiedergeborenen gestaltenden Täter.
 
Es sind Avatare die immer erwachen,
in jedem Jahrhundert den Segen entfachen.
Sie leben, sie sterben und kommen zurück
und garantieren Germaniens Glück.
 
An den Elb-Wassern Wala Albruna gebot
dem schrecklichen Drusus den baldigen Tod.
Sie fluchte ihm, dass es stürzte vom Ross,
damit er den Lohn seiner Taten genoss.
 
Und Armin wurde der deutsche Befreier,
es kreisten schon gierige römische Geier,
dann griff sie zu, die teutonische Faust,
hat ihr Germanien gründlich entlaust.
 
Meister Erul erschuf unser Runen-Konzept,
jeder treue Deutsche bleibt sein Adept !
Und das Rechnen-Genie, der Hlewagast,
ist der heilige Priester in Wodins Palast.
 
Das Nationalepos des Nibelungenliedes schuf
ein Ostmärker ganz ohne Namen und Ruf.
Aus dem uraltem nordischen Sagenborn,
schöpft‘ er seine Kunde ins Sänger-Horn.
 
Meister Eckhart von Hochheim belehrte fein,
durch deutscher Mystik goldenen Schein,
wie Gottes-Verständnis zu denken sei:
 „Dein Gott ist in Dir und Du bist frei !“
 
Avatare Germaniens sind wahre Propheten,
zu diesen Sendboten sollten wir beten.
Dann steh‘n wir am höchsten Altar, ohne Scherz,
dann hören wir Gott aus dem eigenen Herz.
 
 
Germaniens Avatare – Manifestationen des Göttlichen
 
1. - Die ERZ-MUTTER deutscher Freiheit: Der erste der römischen Feldzüge des Drusus (12-9 v.0) dienten der Ausspähung zur geplanten Unterjochung Germaniens. Dabei stieß der „Unersättliche“ 12 v. 0 bis zur Nordseeküste und bis zur Elbe vor. Dort versuchte ihn die elbgermanische Seherin Albruna zu stoppen, indem sie ihn verfluchte, mit den Worten: „Wohin in aller Welt willst du unersättlicher Drusus ! Kehr um ! Denn das Ende deiner Tage und deines Lebens ist gekommen !“ Er kehrte um, stürzte auf dem Rückmarsch vom Pferd und verendete. (Tacitus, Hist. 4, 62, 2; 4, 65, 3.4 u. Germ. 8,2) Tacitus erwähnt die Wala (germ. Seherin / Stabträgerin) noch einmal: „Wir haben es unter dem seligen Vespasian erlebt, dass Veleda bei vielen lange göttlichen Platz einnahm. Aber auch schon lange vorher wurden Albruna und einige andere verehrt, aber nicht durch Kriecherei als ob sie sie etwa erst zu Göttinnen machen.“ (Tacitus, Germ. 8,2)
 
2. - Der ERZ-VATER deutscher Freiheit: Der Cherusker-Fürst Armin brachte im Jahre 9 n.0, mit der „Schlacht im Teutoburger Wald“, drei römischen Unterwerfungslegionen eine verheerende Niederlage bei. Wahrscheinlich wurden seine jungen Mannschaften aus verschiedenen Stämmen von der integrierenden jungen Wodanischen Runenreligion inspiriert. Der röm. Historiker Tacitus nannte Armin „Befreier Germaniens“.
 
3. - Der ERZ-VATER deutscher Schrift und Wodan-Religion könnte der kimbrische Zenturio Erul gewesen sein, der als Jugendlicher im Großen Heer der Kimbern und Teutonen auf Landsuche in den Süden marschierte, nach vielen Siegen und den beiden Niederlagen römischer Sklave wurde und beim Sklavenaufstand des Spartakus, im Jahre 71 v.0 die Befreiung nutzte, um in die jütländische Nordheimat zurückzukehren, wo er den Runenglauben seinen Jüngern und Anhängern - den Erliari - verkündet hat.
 
4. - Der ERZ-VATER deutscher mythischer Mathematik und Glaubensinbrunst: Der südjütländische Hainpriester Hlewagast von Rosengaard schuf zu Beginn des 5. Jhs. die beiden Goldhörner, die beim Kirchspiel Mögeltondern gefunden wurden. Das Runenhorn zeigt im Trinkrand die Runenfolge: ek hlewagastiR holtijaR horna tawido, zumeist über­setzt mit: „Ich Ruhmesgast Holtijar (Sohn des Holt) Horn an­fer­tigte“. Es handelt sich um den durchmathematisierten genialsten gematrischen Gebetssatz der sich nur denken lässt. Die Worte entsprechen immer der Zahl 13 oder Vielfachen der 13. Nie ist es bisher gelungen, eine ähnliche Leistung nochmals zu erbringen. Der germanische Heidenpriester Hlewagast trat als ein früher Vertreter des typisch deutschen die Welt erklügelnden Faustischen Denkens hervor.
 
5. Der ERZ-VATER deutscher Dichtung: Er ist leider namentlich unbekannt geblieben, der ostmärkische Poet der das wundervolle deutsche Nationalepos - das „Nibelungenlied“ ersann. Als die meisten Menschen, in christlicher Verblendung, dem manipulierten Zeitgeist folgend, nach Süden und Westen schauten, schuf der Nibelungendichter im 13. Jh. sein Heldenepos, das er im Mittelhochdeutsch aufschrieb. Der gewählte Stoff ist bedeutend älter, er stammt aus der nordischen und selbstbestimmten Heidenzeit. Der „Drachentöter“ Siegfried gewann durch diese zeitenüberdauernde Dichtung den Status des deutschen Nationalhelden, so wie er ihn als „Helgi“ und Heilbringer schon in Urzeiten innehatte. 
 
6. Der ERZ-VATER deutscher Mystik und germanischer Gottesschau: Meister Eckhart, auch „Eckhart von Hochheim“, war der mittelalterliche deutsche Theologe der mit seinen gewaltigen Reden den deutschen Gläubigen so recht aus dem Herzen sprach. Seiner Sprachgewalt entströmte eine Fülle neuer Wortschöpfungen. Tausende hörten seine Predigten, lauschten dem Sinn seiner Worte, begannen erstmalig Predigten zu verstehen und fühlten sich verstanden. Aufsehen erregten seine in der dogmatischen Reichskirche unüblichen und Anstoß hervorrufenden Aussagen. Hätte die Romkirche ihn nicht der Häresie bezichtigt und nicht in Avignon, im Jahre 1328 höchstwahrscheinlich aus dem Weg räumen lassen, hätte unter seiner Anleitung eine deutsche Glaubenslehre und eine echte Volkskirche entstehen können.


 

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