„ER HAT MIR WEHGETAN“

06.11.2021
US-Schürzenjäger Kirk Douglas
 
„ER HAT MIR WEHGETAN“
 
Mancher hat ein hübsches Frätzchen
und doch übt er üble Mätzchen.
Manchmal wird man’s erst gewahr,
sei‘s auch spät, nach hundert Jahr‘.
 
Manche Macker scheinen dufte,
doch es sind nur scheele Schufte.
Sie machten sich an Kinder ran,
Hypergeilheit treibt so‘nen Mann.
 
Aus Hollywood hört man Berichte
von Strafverfahren vor Gerichte.
Dass erneut ein Film-Star sank,
am End‘ in seinen Selbstgestank.
 
Viele erreicht‘s bei Lebenszeiten,
dass sich Menschenblicke weiten.
Andere trifft‘s erst nach dem Tode,
längst aus Massengunst und Mode.
 
Der Kirk Douglas war so einer,
gilt er gründlich als Gemeiner ?
Schlimme Schemen tun sich auf,
verdüstern seinen Lebenslauf.
 
Er war umwölkt von Sex-Affären,
zahllos die Girls und die Hetären.
Dass Douglas seine Frau betrog,
gilt sicher, gerad‘so wie er log.
 
Wüstlinge nennt man solche Kerle,
pries man sie auch als Super-Perle.
Doch bleibet vorerst auf der Hut,
was trieb Kirk mit Natalie Wood ?
 
Kirk Douglas war der hybriden Meinung, dass er auf alle Frauen einen überwältigend-erotischen Eindruck machen könnte, wovon auch die deutsche Schauspielerin Senta Berger eine Kostprobe erhielt: Mittwoch 07.04.2021 - Die Schauspielerin Senta Berger hat nach eigener Erinnerung in ihrer Karriere oft sexuellen Missbrauch am Set erlebt. Das sagte sie der Wochenzeitung „Die Zeit“. Auch in ihrer Zeit in Hollywood sei es ihr nicht anders ergangen. Der US-Schauspieler Kirk Douglas hatte versucht, sie gegen ihren Willen zu küssen. Als sie sich wehrte, rechtfertigte er sich mit dem kuriosen Satz: „Deine Leute brachten meine Leute um“. Douglas stammt aus einer russisch-jüdischen Emigrantenfamilie. „Das fand ich eine unglaubliche Zusammenführung“, sagte Berger. „Darüber hätte man vielleicht mal mit der Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich sprechen müssen. Über diese erotische Anziehung, die ein ‚war baby‘ offensichtlich hatte. Über die Faszination der Erniedrigung, die man ihm zufügen könnte.“ Kirk Douglas meinte demnach, wenn man eine deutschen Frau an das nötige Schuldbewusstsein erinnert, müsste oder würde sie sich sexuell alles gefallen lassen. Das mag unmittelbar nach Kriegsende eine wirkungsvolle Methode der Frauen-Überrumpelung gewesen sein, doch bei Senta Berger verfing diese Masche nicht mehr. Man fragt sich automatisch, wie viele Frauen der Mann mit diesem miesen Trick aufs Kreuz gelegt haben mag ?
 
Auch in den USA ist der lange Jahre hochgejubelte Mime übel beleumundet. 05.11.2021 - Die verstorbene russisch-amerikanische Hollywood-Schauspielerin Natalie Wood (1938-1981) soll als Teenagerin von dem verstorbenen US-Mimen Kirk Douglas (1916-2020, sexuell missbraucht worden sein, heißt es in einem neuen Buch. Die jüngere Schwester von Natalie Wood, Lana Wood, erhebt diese Vorwürfe in ihren Memoiren „Little Sister - My Investigation into the Mysterious Death of Natalie Wood“ (Dt. „Kleine Schwester - Meine Nachforschungen über den mysteriösen Tod von Natalie Wood“), die am 9.11.2021 auf den deutschen Markt kam. Der Missbrauch soll 1955 stattgefunden haben. Laut Auszügen aus dem Buch, ereignete sich der angegebene Übergriff bei einem Treffen der beiden Schauspieler im Sommer 1955 im Hotel Chateau Marmont in Los Angeles. Die damals etwa achtjährige Lana und ihre Mutter, Maria Zakharenko, hatten Natalie zu dem Treffen gebracht. „Ich erinnere mich, dass Natalie besonders schön aussah, als meine Mutter und ich sie an jenem Abend am Eingang des Chateau Marmont absetzten“, schreibt Lana Wood in „Little Sister“. Ihre Mutter habe das Treffen arrangiert, weil sie gedacht haben soll, dass „ihr [Natalie] viele Türen geöffnet werden könnten, wenn er [Kirk Douglas] ihr nur mit seinem berühmten, gut aussehenden Kopf zunickt“, so Lana Wood. Lana weiter: „Es schien eine lange Zeit zu vergehen, bis Natalie wieder ins Auto stieg und mich aufweckte, als sie die Tür zuschlug. Sie sah schrecklich aus. Sie war sehr zerzaust und sehr aufgeregt, und sie und Mom begannen intensiv miteinander zu flüstern. Ich konnte sie nicht wirklich hören oder verstehen, was sie sagten. Offensichtlich war meiner Schwester etwas Schlimmes zugestoßen, aber was auch immer es war, ich war anscheinend zu jung, um es zu erfahren.“ Zu der Zeit, in der es passiert sein soll, drehte Natalie Wood „Der Schwarze Falke“ (1956). Für ihre Rolle in dem 1955 erschienen James-Dean-Film „... denn sie wissen nicht, was sie tun“ war sie mit einem Golden Globe als „Beste Nachwuchsdarstellerin“ ausgezeichnet worden, für den Oscar als „Beste Nebendarstellerin“ war sie nominiert. Laut Lana sprach Natalie erst mit ihr über das Geschehene, als beide erwachsen waren. Dabei habe Natalie zu Lana gesagt. „Er hat mir wehgetan, Lana.“ Weiter soll sie gesagt haben: „Ich hatte Angst, ich war verwirrt.“ Lana, die heute 75 Jahre alt ist, will sich außerdem daran erinnern, dass ihre Schwester und ihre Mutter sich einig gewesen sein sollen, dass es Natalies Karriere ruinieren würde, wenn sie ihn öffentlich beschuldigen würde. Natalie Wood, auf deren Tod sich das Buch vor allem konzentriert, starb im November 1981 unter mysteriösen Umständen, nachdem sie bei einem Wochenendausflug mit dem Boot vor Santa Catalina Island in Kalifornien ertrunken war. Ursprünglich war die Todesursache als „Unfall“ eingestuft worden, doch 2012 wurde sie in „Ertrinken und andere unbestimmte Faktoren“ geändert. Woods damaliger Ehemann (1972-1981), Schauspieler Robert Wagner, wurde 2018 von der Polizei als Verdächtiger eingestuft und Lana Wood gehört zu denjenigen, die ihn für Natalies Tod verantwortlich machen. Kirk Douglas starb im Februar 2020 im Alter von 103 Jahren. Der Pressesprecher von Kirk Douglas' Sohn gab gegenüber der Nachrichtenagentur eine ungewöhnliche Erklärung ab: „Mögen sie beide in Frieden ruhen.“ Auf eigene Anfragen von Branchemagazinen wie „Variety“ reagierte er nicht.