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Die Dänin Nina Magdalene Møller-Hasselbalch
 
 
DIE FRAUEN VON THULE
 
Nordländische Sommer sind silberhell,
weiß prangen die Brauen in Baldurs Gesicht,
hoch wölben sich Himmel über dem Glanz,
die Frauen von Thule tanzen durchs Licht.
 
So biegsam wie junger Birken Gerank‘,
ringeln sich Reigen im blauen Gewand,
schimmern die Arme wie Bütenschnee,
streben leichtfüßige Leiber zum Strand.
 
Die Meerwellen grüßen die Schwestern fein,
Schaumkronen nicken den Schönen zu,
von Süd winken Segel über den Sund -,
es rinnt die Raum-Zeit in nordischer Ruh‘.
 
Die Frauen von Thule sind stolz und stark,
sie binden ihr schlichtes Blondhaar zurück,
steil ist ihre Stirn, erhaben und hehr, 
flachsblütenblau ist ihr wissender Blick.
 
Sie kennen nicht diese knechtische Hast,
sie regeln gemessen die Riten, den Brauch,
sind heißen Herzens Bräute und Mütter
und greifen um Freiheit zum Schwerte auch.
 
In Liebe und Streit, ob in Fried‘ oder Not,
ragen die Frauen des Nordlands hervor.
Und als Odins Walküren tragen sie einst
die Helden hinan vor das himmlische Tor.
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