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Wiggerl Bartl - Deutsche Ostmark - Österreich
 
Bild aus Heinz Grell, „Österreich-Anschluss 1938 - Zeitgeschichte im Bild“, 1975
 
„Wo immer sich Adolf Hitler oder seine Mitarbeiter zeigten, wurden sie von frenetischem Jubel und einer unvorstellbaren Begeisterung begrüßt. Es war den Rednern oft nicht möglich, ihre Gedanken zu Ende zu bringen, weil ihre Zuhörer schon bei der Erwähnung der Worte Hitler oder Großdeutschland oder Wiedervereinigung in nicht endende Beifallsäußerungen ausbrachen. Es waren Demonstrationen des Volkswillens, wie sie nur durch lange Unterdrückung jeder freien Meinungsäußerung zu erklären sind.“ (Seitentext 116/117)
 
DEUTSCHE TEILUNGEN -
DEUTSCHE EINIGUNGEN
 
Immer war unser Volk zerteilt,
gelobt sei wer’s zusammenführt;
es herrschten ewig Not und Streit,
dazu von Feinden angerührt.
 
Die Zwietracht überwinden, wär‘
der Deutschen höchste Pflicht;
allein wer sie vernichten will
mag deutsche Einheit nicht.
 
Wie hat man die Nation zerhackt,
viel‘ Gaue ihr geraubt,
Burgund, das Elsaß, Schweiz, Tirol,
das Saarland weggeklaubt.
 
Holland, Nordschleswig, Memelland,
Böhmen-Mähren all zugleich,
jedoch die Ostmark mocht‘ es nicht
die wollte „heim ins Reich“ !
 
Kein Terror währet ewiglich,
von „rechts“ nicht und von „links“,
das Volk ist höchster Souverän,
nicht Sieger-Willkür, rings.
 
Wenn Brudervolk dem Brudervolk
die Hand zum Bunde streckt,
kann das niemals ein Irrtum sein,
da Freundschaft wird geweckt.
 
Zu schönsten Feiern der Nation
gehör‘n die Einheits-Feste;
die Herzen schlagen wie im Rausch,
denn Einigung ist das Beste !
 
 
DER ÖSTERREICH-ANSCHLUSS
 
Im März 1938 wurde der Traum aller damaligen Deutschen Wirklichkeit. Auf den zutiefst empfundenen Wunsch aller Herzensdeutschen rückten Wehrmachts-Truppen im urdeutschen österreichischen Alpengau ein, unter einem vorher nie gekannten Jubel der Menschen aller Klassen und Stände, denen es wie ein Wunder vorkam, dass es einem Volkstribun von ungeheurem Charisma gelungen war, den Anschlussverbotsterror der Entente zu überwinden, um die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten einzuläuten. Die Massen der Deutschösterreicher jubelten den Soldaten begeistert zu und feierten Adolf Hitler als nationalen Heilsbringer. Der Historiker Harald Wiederschein beschreibt und analysiert die damalige Stimmungslage: „Das riesige Areal im Herzen Wiens war schwarz vor Menschen. Rund 250.000 drängten sich am Vormittag des 15. März 1938 auf dem Heldenplatz und huldigten Adolf Hitler, ihrem neuen ,Führer‘ und Reichskanzler. Erst vier Tage zuvor war der österreichische Bundeskanzler Kurt Schuschnigg auf Druck aus Berlin hin zurückgetreten. Zwei Tage später hatten die neue österreichische und die deutsche Regierung ein Gesetz erlassen, das Österreich zu einem ,Land des Deutschen Reiches‘ erklärte. Jubelrufe und Sprechchöre unterbrachen Hitler immer wieder, als er vom Balkon der Neuen Burg zu den Massen auf dem Heldenplatz sprach. ,Als Führer und Kanzler der deutschen Nation und des Reiches melde ich vor der Geschichte nunmehr den Eintritt meiner Heimat in das Deutsche Reich‘, verkündete der in der österreichischen Grenzstadt Braunau geborene Diktator pathetisch.“ Man muss den Historiker hier korrigieren, denn Hitler war zu diesem Zeitpunkt noch alles andere als ein „Diktator“ und es bedurfte keines Diktators, um den Volkswillen umzusetzen, sondern im besten Wortsinne eines lupenreinen Demokraten, denn nichts war damals dem Volk gegenüber opportuner als der sogenannte „Anschluss“. „Viele haben sich tatsächlich in einem echten Freudentaumel befunden“, urteilt der österreichische Historiker Gerhard Botz. Vor Kurzem erschien sein Standardwerk „Nationalsozialismus in Wien“, in dem er sich ausgiebig mit dem Thema befasst, in einer neuen, überarbeiteten Auflage. „Selbst Gegner der Nazis, die aus Neugierde hingegangen waren, wurden von der euphorischen Stimmung mitgerissen“, ergänzt der Experte. Schon in den Tagen zuvor hatte Hitlers Fahrt im offenen Wagen über Braunau, Linz und St. Pölten nach Wien einem Triumphzug geglichen. Tausende säumten die Straßen, hoben die Arme zum sog. Deutschen Gruß, der unbewaffneten erhobenen Freundeshand und jubelten und schrien in nationaler Euphorie. Frauen streckten dem „Führer“ ihre Kinder entgegen, als ob er sie segnen sollte - wie den Heilbringer-Königen aus der Frühzeit, der nach dem alten Volksglauben seiner Untertanen Huld und Heil vom Himmel herabrufen konnte. Dabei hatte Hitler, als er am Nachmittag des 12. März die Grenze überquerte, noch nicht die Absicht, Österreich sofort bedingungslos wieder an das Reich anzuschließen. Zwar waren auf seinen Befehl hin seit dem frühen Morgen deutsche Truppen nach Österreich einmarschiert. Doch zunächst wollte er sich auf eine enge Union beider Staaten beschränken, endgültig vereinigt werden sollten sie erst nach und nach. Ähnlich lief es ja auch bei der Wiedervereinigung von DDR mit der Bundesrepublik, als am 9. November 1989 die Grenzmauer fiel. Die Menschen wollten die Wiedervereinigung und deshalb ging alles schneller als geplant. Nicht anders verlief die Vereinigung der beiden deutschen Staaten im März 1938. Als so viele Österreicher sowohl Hitler als auch die Soldaten mit ihrer nie vorher gekannten Begeisterung empfingen - und überdies die Berichte der internationalen Presse erkennen ließen, dass die europäischen Mächte nicht entschlossen gegen eine vollständige Vereinigung vorgehen würden - entschied Adolf Hitler, nicht anders als Helmut Kohl zu seiner Zeit, den „Anschluss“ so schnell wie möglich in die Tat umzusetzen. Beide Politiker nutzten die Gunst der Stunde. Es mochte fremden, äußeren Beobachtern als „handstreichartige Eingliederungen“ erscheinen -, jene von „Österreich“ wie die des „SED“-Regimes. Doch waren es vielmehr die demokratischen Willensbekundungen der Volksmassen, die die politischen Handlungen ganz wesentlich bestimmten. Die Deutschösterreicher sollten nachträglich in einer Volksabstimmung die Handlungsweisen der Politiker billigen. Diese Absicht verkündete das bereits das am 13. März erlassene „Gesetz über die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“. Am 10. April waren in den beiden nun zusammengeschlossenen Ländern die „deutschen Männer und Frauen“ aufgerufen, für den „Anschluss“ zu stimmen und zugleich den „Großdeutschen Reichstag“ zu wählen.
 
Bevölkerungsgruppen die sich massiv gegen den deutschen Einheitsgedanken ausgedrückt hatten - aus welchen eigennützigen Erwägungen auch immer - sollten leider ausgeschlossen bleiben, da der Nationalsozialismus diese nicht zur sog. verantwortungsfähigen „Volksgemeinschaft“ zählte. Sicher war die Stimmung „Pro Wiedervereinigung“, so dass es die oppositionellen Kreise sicherlich schwer hatten, sich überhaupt zu artikulieren, wir sehen es ja heute wieder, wie linkslastige Regierungen der vergangenen Jahre Mediendruck erzeugen können und jede gegenläufige Stellungsnahmen und Aussagen verketzert und als „rechtsradikal“ verleumdet und oft genug, wegen Bagatellen, mittels der weisungsgebundenen, förmlich rachsüchtigen Justiz verfolgt und abgeschmettert und Existenzen vernichtet werden. Das habe ich am eigenen Leib leidvoll erfahren müssen. Der Historiker Gerhard Botz scheibt: „Von einer freien und geheimen Wahl konnte dabei keine Rede sein.“ Doch selbst die NS-Spitze war dann überrascht, wie triumphal das Ergebnis für sie ausfiel. 99,73 Prozent der Abstimmenden hatten sich im ehemaligen Österreich für den „Anschluss“ ausgesprochen. Im übrigen Reich taten dies immerhin 99,08 Prozent. Mitverantwortlich für die hohe Zustimmung war auch, dass sich führende Sozialdemokraten wie der ehemalige Staatskanzler Karl Renner, Prominente und besonders die österreichischen Bischöfe für ein „Ja“ ausgesprochen hatten. Vor allem die Wahlempfehlung der katholischen Geistlichen, die Hitler dankbar waren, weil er den „atheistischen“ und kulturschändenden Bolschewismus energisch in die Grenzen gewiesen hatte, stimmten mit „Ja“ und wiesen von den Kanzeln herab ihre Schäflein an, ein Gleiches zu tun. Auch der kritische Botz meint, dass zweifellos eine große Anzahl von Wählern aus Überzeugung mit „Ja“ gestimmt habe. „Der Wunsch, zum Deutschen Reich zu gehören, reichte damals in Österreich quer durch alle politischen Lager“, konstatiert er. „Denn auf diese Weise konnte man sich wieder als respektierter Teil einer Großmacht fühlen. [Nicht anders empfanden die Mitteldeutschen bzw. DDR-Bürger während der Wiedervereinigung, als sie sich die starke D-Mark und die Reisefreiheit wünschten !] Tief saß noch die Demütigung des Vertrags von Saint-Germain aus dem Jahr 1919, der den Zerfall der Habsburgermonarchie besiegelt und der neugegründeten Republik Österreich die Vereinigung mit dem Deutschen Reich verboten hatte.“ Diese Tatsachen ehrlich einzugestehen ringt sich G. Botz ab, was in heutiger Zeit durchaus Anerkennung verdient. Was Botz hierzu verschweigt, ist die Tatsache, dass sich das österreichische Abgeordnetenhaus ohne eine einzige Gegenstimme - nach dem Zerfall der Habsburg-Monarchie - für den Anschluss an das Deutsche Bruderreich ausgesprochen hatte. Das Anschlussverbot der Siegermächte aus Weltkrieg I. war also undemokratischer als der Österreich-Anschluss unter A. Hitler. Noch einmal Botz: „Aber auch wirtschaftlich erhofften sich viele Österreicher eine Verbesserung ihrer Lage. Deutschland mit seiner geringen Arbeitslosigkeit betrachteten sie als Vorbild. Wobei die meisten übersahen, dass der ökonomische Aufschwung unter der NS-Diktatur nur einer auf Pump war und sich vor allem der enormen Aufrüstung der Wehrmacht verdankte.“ Man muss über diese Auslassung schmunzeln, denn die heutige Staatsverschuldung - also das „Auf-Pump-Leben“ der BRD - ist um ein Vielfaches höher und mithin verantwortungsloser als jenes des grandios expandierenden NS-Staates. „Nicht alle Österreicher, die damals den „Anschluss“ begrüßten, waren Nazis“, sagt Botz. „Viele haben aus den unterschiedlichsten Interessen zugestimmt. Auf Hitler projizierten sie ihre Sehnsüchte, sie sahen in ihm einen Heilsbringer, der ihre Hoffnungen erfüllen sollte.“ Die weiteren Beschreibungen des genannten Historikers ufern aus und haben mit dem historischen Kern der Wiedervereinigung wenig bis nichts zu tun.  
 
„Niederösterreichische Landzeitung“ vom 23. März 1938 schrieb: „Durch die Machtübernahme unter Führung Adolf Hitlers wurden wir von der Knechtschaft befreit. Jubel und Glückseligkeit erfüllten unsere Herzen. Noch abends um 21 Uhr zogen SS und SA und eine Menge treuer Parteigenossen der NSDAP singend durch die Stadt. In allen Gaststätten fanden sich die überglücklichen Menschen. Man sang, man weinte, man küßte sich, man jubelte, frei sind wir geworden.“ „Am Samstag, dem 12. März, um 7 Uhr früh wurden die Hakenkreuzfahnen am Rathaus und Gemeindegebäuden in Zwettl [Niederösterreich] gehisst, abends gab es einen Fackelzug. Über 3.000 Menschen zogen unter Musikbegleitung durch die ganze Stadt. „Nach Absingen des Deutschland- und Horst-Wesselliedes zerstreute sich die Menschenmenge mit Sieg-Heil-Rufen in die verschiedenen Gasthäuser. Der Jubel war so groß, daß die Heilrufe und Sprechchöre bis Rudmanns, ja sogar Edelhof, gehört wurden“, war in der Land-Zeitung zu lesen. „Wir waren damals Schülerinnen und wohnten beide in der Zwettler Landstraße. Der Jubel an diesem Tag war unbeschreiblich, die Menschen strömten auf die Straßen und haben vor Begeisterung geschrien“, erzählten anlässlich des 70. Jahrestages an den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich die mittlerweile verstorbenen Zeitzeugen Angela Ruß und Adelheid Dürr. 75 Prozent der Bevölkerung waren damals arbeitslos, erhofften sich vom Anschluss Arbeit und Brot. Nach dem Anschluss brachte jeder Tag neue Jubelmeldungen: Am 14. März wurde in der ersten Gemeinderatssitzung in Zwettl unter Bürgermeister Emmerich Schröfl beschlossen, den größten Platz nach Adolf Hitler zu benennen. Die Volksabstimmung vom 10. April brachte in der Stadt Zwettl ein überwältigendes Ergebnis für den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. In der Landzeitung war zu lesen: „Gegen 5 Uhr erfuhr man, dass die Wahlbeteiligung hundertprozentig war. Stimmberechtigte waren 2157, Ja-Stimmen 2154, eine Nein-Stimme, zwei leer. Das war ein Jubel ohne Ende.

 

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