HANNIBAL UND HITLER

 
 
Der Punier Hannibal Barkas (Baals-Geliebter der Blitz),
Portraitbüste im Museo Nazionale, Neapel
 
HANNIBAL UND HITLER
 
Es gibt Männer mit Seelen wie federnder Stahl,
 Hitler war so einer wie Hannibal.
Sie wollten ihr geschändetes Reich erretten,
zerschlagen die lästigen Sklavenketten.
 
Immer geht’s letztlich um Ehre und Macht,
Männer haben nie anders gedacht.
Durch Debatten war nie Befreiung zu schaffen,
allein nur durch eisernen Willen und Waffen.
 
Hannibal wollt‘ Rache für Sardiniens Verlust,
Hitler war Österreichs Verlust bewusst -,
und das Schanddiktat der Versailler Schurken,
da half kein lahmes, schwächliches Lurken.
 
Kämpfer waren beide, der Karthager und Er,
die beiden erschufen ein tüchtiges Heer.
Der Afrikaner bezwang mit Elefanten die Alpen,
das war keine Zeit für die Zagen und Halben.
 
Elefanten-Trupps stießen wie Panzer voran,
zerschlugen des Feindes Phalanxen sodann.
Die Kesselschlacht von Cannae wurde Legende
und doch unterlag der Heroe am Ende.
 
Trotz der Kessel von Minsk und Bialystock
erlag er nicht, jener feindliche Block.
Auch Landesverräter sind allzeit am schaden,
wie der reiche Hanno mit seinen Maden.
 
Hannibal - Hitler, verwandt klingt ihr Sang,
beide „Retter“ führten zum Untergang.
Beide versuchten das Schicksal zu wenden,
aber das Glück entglitt ihren Händen.
 
 
Hannibal Barkas (um 247 - 183 v.0) war ein karthagischer Patriot und Heerführer, der als der unkonventionellste Feldherr der Antike gilt. Nach dem 1. Punischen Krieg (264-241 v.0) erzwangen die Römer u.a. die Herausgabe der Insel Sardinien von den Karthagern. Nach dem 1. Weltkrieg (1914-1918) erzwangen die Versailles-Sieger die Abtrennung Deutsch-Österreichs vom deutschen Mutterland, obwohl die Volksvertreter Österreichs sich einstimmig für den Anschluss entschieden hatten. Das war ein Bruch des Selbstbestimmungsrechtes seitens der Westmächte zum Nachteil Deutschlands. Während des 2. Punischen Krieges (218-201 v.0) fügte Hannibal den kriegslüsternen, verschlagenen Römern mehrere schwere Niederlagen zu und brachte Rom 216 v.0 in der Umfassungsschlacht von Cannae leider nur an den Rand des Untergangs, weil er danach die typisch römische Skrupellosigkeit nicht aufbrachte, die Stadt Rom anzugreifen und dem Erdboden gleich zu machen. Die Römer brachten dergleichen - das Auslöschen ganzer Bevölkerungen und Städte - ohne zu zögern und jegliche Bedenken fertig. Hannibals logistische Meisterleistung war zuvor aber bereits die Alpenüberquerung mit um die 50.000 Fußsoldaten, 9000 Reitern und 37 Elefanten. Zweifellos hätte Hannibal den weiteren Aufstieg des völkerverschlingenden Molochs Rom verhindern können, wenn seine karthagische Heimat die nötigen Nachschubleistungen, insbesondere in Form von neuen Soldaten, beigebracht hätte. Doch die Missgunst anderer Strategen und Politiker in Karthago verhinderte das. Der Kopf der Neider war der reiche „Hanno der Große“. Sogar eine romfreundliche Partei gab es in Karthago, die, ebenso wie heute in Deutschland die „Linke“ und die „Grünen“, gegen die Lebensinteressen des eigenen Staates agierte. So kann man davon ausgehen, dass Hannibal Barkas durch Verrat seine unternommene Befreiungstat gegen Rom nicht zum glücklichen Ende zu bringen vermochte. - Der Politiker Hannibal wollte zu einem echten vertraglichen Ausgleich mit der aufstrebenden Weltmacht Rom kommen und verzichtete deshalb auf einen Angriff gegen das römische Zentrum, die Hauptstadt. Ebenso wie der psychologisch handelnde Hitler, der alles tat, um zu einem dauerhaften Frieden mit den Westmächten zu kommen, weswegen er nach deren unnötigen Kriegserklärungen, die zum 2. Weltkrieg führten (1939-1945), bestrebt war, sie nicht zu demütigen. Das geschlagene englische Expeditionskorps ließ er von Dünkirchen sich zur Insel hinüberretten -, und den geschlagenen Franzosen ließ er zu deren Ehre die Offiziersdegen und verzichtete auf eine Siegesparade der deutschen Wehrmacht in Paris. Der 3. Punische Krieg (149 bis 146 v.0), den die Römer wieder ohne echte Begründung vom Zaun brachen, endete mit der Zerstörung Karthagos und der Versklavung seiner Einwohner. Karthago hatte alles versucht, um die erneute Auseinandersetzung zu verhindern, aber die Römer waren versessen auf die Zerstörung ihres Handelskonkurrenten, ebenso wie im 20. Jahrhundert England und US-Amerika die unbedingt ihren Vernichtungskrieg gegen das Deutsche Reich haben wollten. Karthago wurde umzingelt, so wie Deutschland in Weltkrieg I. und II. eingekreist worden ist. Um den Krieg zu vermeiden, hatten die Karthager die Diktate der Römer erfüllt und alle ihre Waffen abgegeben (wie Deutschland nach Weltkrieg I.), doch die Römer drangen in die Stadt ein, erschlugen Männer wie Frauen, die sich oftmals mit den bloßen Händen wehrten. Nach sechstägigem härtesten Gemetzel, während dem große Teile der Stadt in Flammen aufgingen, ergaben sich am 5. Februar 146 v.0 von einstmals geschätzten 500.000 Einwohnern 50.000 Überlebende den barbarischen Siegern. Sie wurden in die Sklaverei verkauft. Rom ließ die Stadt nach ihrer Eroberung mit allen ihren Kunstwerken schleifen. Ein ähnlicher Untergang - als Land der Ruinen - wie ihn Deutschland mit einer schuldig gesprochenen, entrechteten, eingekerkerten, heimatvertriebenen und vergewaltigten Bevölkerung im Jahre 1945 erleben musste.
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