RUCHLOSES ROM

Detailscene der „Mark-Aurel-Säule“ –
römischer Überfall auf ein germanisches Dorf
 
RUCHLOSES ROM !
 
Das Grauen tappte von Süd nach Nord,
Legionen zu Fuß, zu Pferd und an Bord.
Sie kamen aus Romas Mörderhaus:
„Löscht den Trotz der Germanen aus !“
 
Dies war der Römer blutiger Brauch,
ihr gnadenloses Gemetzel auch.
So waren es ihre Legionen gewohnt:
Es wird kein Weib, kein Kind verschont.
 
Römischer Frieden herrschte allein,
auf fremder Nationen Totengebein.
So hieß der Segen vom hohen Senat:
„Ausrottung gilt als der beste Rat !“
 
Wer übrig blieb der wurde versklavt,
mit „Bergwerk“ oder „Galeere“ bestraft.
Und jedes Weib das sich fügen musst‘,
diente als Hure der römischen Lust.
 
Die feine Gesellschaft liebte den Spaß,
gab ihre Sklaven den Löwen zum Fraß.
Und mancher Dominus hielt sein Fest,
auf dem er die Diener zerfoltern lässt.
 
Oh du Rom und ihr Römer, ihr allesamt,
euch haben Millionen Opfer verdammt,
wer weiß alle Qualen die ihr entfacht,
die Zahl derer, die ihr zu Tode gebracht ?
 
Vom alten Rom blieb ein übler Geruch,
mit endlich verwirklichtem Todesfluch.
Nur eines blieb noch als nicht getan,
die Befreiung vom Wahn des Vatikan !
 
Auf der „Marcussäule“ in Rom, die zu Ehren des römischen Schlächters und angeblichen „Philosophen-Kaisers“ Mark Aurel (121-180) errichtet und im Jahre 193 fertiggestellt wurde, sind einige der mörderischen Schandtaten ins Bild gesetzt, die die Römer unseren germanischen Vorfahren, z.B. Markomannen und Quaden, angetan haben. Auf der Säulenspitze stand ursprünglich das Standbild des Kaisers, das ein Papst ersetzen ließ, durch die Statue des „Apostels Paulus“, mit einem Schwert in der Hand. Die römische Siegessäule, auf Darstellung römischer Größe, Macht und Kampfkraft bedacht, gibt die schonungslose Grausamkeit wieder, wie sie für römische Legionen ganz üblich und alltäglich war. In Abbildungen von Gewalt, Verzweiflung und Leid, wird demonstriert, was die „germanischen Barbaren“ durch den römischen Militärterror zu erdulden hatten. Es wird gezeigt, wie Dörfer niedergebrannt, Frauen und Kinder zusammengetrieben, verschleppt und gefangene Männer in langen Reihen geköpft werden. Die für Römer ergötzliche Not der Überfallenen spiegelt sich in den angstverzerrten und entsetzten Gesichtern ihrer germanischen Opfer.
 
In der Umgangssprache hießen die unfreien Arbeiter „Knecht“, „Menschenvieh“, „Gehilfe“, oder einfach „Stück“. Während der ersten beiden „Punischen Kriege“ (264-201 v.0) hatten sich in Rom Rüstungsindustrien herausgebildet und Großgüter von fabrikähnlicher Struktur, welche vorwiegend Sklaven beschäftigten, deren Besitzer nur an Gewinnmaximierung interessiert waren. Maschinen gab es so gut wie nicht, allein die menschliche Energie wurde in großen Mengen verbraucht. Die Nachfrage ließ den Sklavenhandel aufblühen, die römischen Legionen rückten immer öfters zu reinen Sklavenjagden in den germanischen Norden hinauf. Was bis in jüngste Zeit kaum zu glauben war, ist ein mittlerweile rekonstruierter groß angelegter römischer Feldzug vom Jahr 235 n.0, der bis über das Harzgebirge hinaus, in den Norden Deutschlands zielte. Auch hier sind im Fundmaterial römische Sklavenfesseln gefunden worden. Am Harzhorn fand eine Schlacht statt, während der Germanen versuchten, ihre Volksgenossen aus den Händen der römischen Räuber zu befreien.
 
Der röm. Senat hat sich seit seiner Frühzeit vor dem blutigen Spektakulum des systematischen Völkermordes nie gescheut. Um Ruhe vor den blonden keltischen „Barbaren“ in Oberitalien zu bekommen, rückten die Römer nicht dem Heer der Senonen entgegen, vielmehr stießen sie in deren Wohngebiete vor, die Küstenregion südlich von Rimini, um mit kalter Grausamkeit unbefestigte Dörfer niederzubrennen, Frauen, Greise, Kinder, kurz die ganze nichtwaffenfähige Bevölkerung erbarmungslos abzuschlachten und wandelten nach blutiger Befriedung das Gebiet zum „ager Gallicus“, in das sie 283 v.0 eine starke Militärkolonie gründeten. Die über Jahrhunderte währende röm. Mord- und Verschleppungswillkür in Germanien hat sich in etlichen imperialistische Bildwerken niedergeschlagen, wie auch in dem Relief der mit schweren Ketten gefesselten Germanen auf einem Säulensockel des Mainzer Legionslagers des 1. Jhs. v.0  (Landesmus. Mainz). Die röm. Gewaltpolitik auch gegenüber Mitteleuropa zeichnete sich mit erbarmungsloser Härte immer deutlicher seit Kaiser Augustus (63 v.-14 n.0) ab.
 
Um sich eine Vorstellung zu machen, wie die Römer mit dem Instrumentarium ihrer Vielvölkerheere in ihren Unterjochungsgebieten gehaust haben, bedenke man den röm. Schlachtruf: „trucide, trucide“ (Metzelt sie !). Den ersten Rückschlag erfuhr Rom in Gestalt des Cheruskerfürsten Armin(ius) (17 v.0 - 21 n.0), der den Römern „Habgier“ (avaritia), „Grausamkeit“ (crudelitas) und „Hochmut“ (superbia) vorwarf. (Tacitus, „Annalen“ II. 15,1) Seinem ränkevollen, tatkräftigen Befreiungswerk ist es zu verdanken, dass 9 n.0 drei röm. Legionen, samt Hilfstruppen und Tross, vernichtet werden konnten.
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