MAX SIEGFRIED SCHMELING

 
MAX SIEGFRIED SCHMELING
 
Ein feines Gemüt, ein fester Mann,
den ein guter Deutscher wohl ehren kann,
so war Max Schmeling, der Pommer,
kein zager, kein christlicher Frommer.
 
Er schlug so manchen Kerl k.o.,
wie den „Braunen Bomber“, den Louis Joe.
Der Maxe war voller Mut und Kraft,
nicht ohne menschliche Heldenschaft.
 
Im Weltkrieg sprang er auf Kreta hinab,
Kameraden brachten den Tommy auf Trab,
sie warfen den Feind ins Meer zurück,
mit der Fallschirmjäger Heldenglück.
 
Unser Max hatte Pech, er wurde verletzt
und als „nicht-kv“ in ein Lager versetzt.
Er wirkte als Wachmann auf Gefangene ein,
Kameraden auf deutscher Seite zu sein.
 
Anno 45 geschah dann der Graus,
die Russen mordeten Pommern aus.
Raubgierig raste so mancher Schurk‘,
Max floh aus der Heimat, bei Rummelsburg.
 
Im Westen rang er sich neu aus der Not,
Freunden zu helfen galt ihm als Gebot.
Mit „Coca-Cola“-Getränken verdiente er,
noch wusste keiner wie giftig das wär‘.
 
Treu hielt Max Schmeling zum Vaterland,
ihren Ostlandverrat gab die Kirche bekannt.
Protestanten nannten es „Ostdenkschrift“,
die Elenden folgten der Zeitgeistdrift.
 
Nie hielten die Christkirchen zum Volk,
es ging immer nur um der Kirchen Erfolg.
Die „EKD“ gab Ostdeutschland preis,
das machte den tapferen Pommerer heiß.
 
Dieser schnöde Verrat tat ihm so weh,
drum sagte er seiner Kirche ade.
Er trennte sich von dem Verräter-Verein,
vorbildlich war Max nicht nur zum Schein.
 
So sagen wir diesem Manne zur Ehr‘:
Ein ruhmreicher Boxer war er und mehr !
Max war ein Vorbild auf manchem Gebiet,
wir woll‘n ihm gedenken mit diesem Lied.
 
Maximilian („Max“) Adolph Otto Siegfried Schmeling (1905-2005), als Sohn eines Matrosen und einer Bauerntochter in Klein Lockow (Mecklenburg-Vorpommern) geboren, wurde der bekannteste deutsche Boxsportler und zwischen 1930 und 1932 Schwergewichts-Boxweltmeister. Die sportliche Karriere Max Schmelings hatte ihren Ursprung in einem Hamburger Kinosaal. Fünfmal sah sich der damals sechzehnjährige Junge den Weltmeisterschaftskampf zwischen Jack Dempsy und Georges Carpentier im Kino an. Seine Leidenschaft für das Boxen war entfacht. „Ich war besessen“, sagte er später einmal auf die Frage eines Reporters zu der Ursache seines sportlichen Erfolgs. Mit 22 Jahren errang Max Schmeling seinen ersten großen Titel, im Kampf gegen einen Belgier wurde 1927 er in der Dortmunder WestfalenhalleEuropameister im Halbschwergewicht. Im darauf folgenden Jahr gewann er im Berliner „Sportpalastgegen einen Lokalmatador seinen ersten Titel im Schwergewicht. 1930 stand Schmeling in New York City, im „Yankee Stadion“, vor rund 80.000 Zuschauern, gegen den amtierenden US-Weltmeister im Ring. Ihm wurde der Titel wegen der Unfairness seines Gegners zuerkannt, der er 1932, nach Punkten, abgeben musste. 1933 heiratete Max Schmeling Anny Ondra (eigentlich Ondrakova), die süße, blonde, böhmische Tochter eines österreichischen k.u.k.-Offiziers. Nach der Regierungsbildung der Nationalsozialisten ging es auch in Deutschland mit dem Boxen steil bergan. Adolf Hitler war ein Freund des Boxens, weil es den ganzen Mann erfordert. Unter seiner Förderung nahm der deutsche Boxsport den Aufschwung zu höchster Weltgeltung. Alles, was zwischen den Seilen sich ereignete, interessierte den „Führer“ höchst persönlich. 1936 siegte Schmeling in New York gegen den unüberwindlich scheinenden „Brauen Bomber“, Joe Louis, durch k.o., wofür ihm ein wahren Glückwunschregen zuteil wurde, unter vielen anderen von Hitler, Goebbels, Marlene Dietrich, George Grosz, Ernst Lubitsch, also auch von Leuten, die mit ihrem Vaterland gebrochen hatten, aber nicht mit Schmeling. Im Rückkampf verlor der Gelobte jedoch im Juni 1938 ebenfalls durch k.o., bereits in der ersten Runde. Die beiden Boxer wurden bekanntlich Freunde, als der US-Held 1981 verarmt starb, spendete der gutherzige Schmeling für das „Heldenbegräbnis“ 5.000 Dollar.
 
In einem Appell von 1938 des Berliner „12 Uhr Blatts“, das auch von Max Schmeling unterzeichnet worden ist, heißt es: „Kann es für uns Sportler daher überhaupt eine Frage geben, ob wir uns hinter ihn [den „Führer“] stellen, wenn er am 10. April uns braucht ? Wie ein Mann geben wir ihm geschlossen unsere Stimme !“ 1939 gewann Schmeling die Europameisterschaft im Schwergewicht. Dieser Boxkampf war sein vorerst letzter. Im gleichen Jahr kaufte er das kleine Rittergut Ponickel bei Rummelsburg in Pommern. In diese Heimstätte investierte Schmeling die Erträge seiner Kämpfe, und es wurde ihm und seiner Frau Anny zu einer wirklichen Heimat. Von einem Nachkriegskritiker der Box-Ikone lautete die Häme: „Schmeling hatte sein Herz am rechten Platz“. Welche Mächte ab 1945 das Sagen hatten, um alle „rechten Stimmen“ niederzuknüppeln, ist hinreichend bekannt, auch Schmeling musste sich reinschicken, schließlich ging es um die nackte Existenz. Aber im Krieg wurde der Maxe gern Elitesoldat und kam als Fallschirmjäger gegen die von Engländern besetzte Mittelmeerinsel Kreta zum Einsatz. Er verstand es als Auszeichnung. Nach einer Verletzung wurde er im Athener Krankenhaus gesundgepflegt. Schmelings Anteil an seinem kurzen militärischen Intermezzo war natürlich größer, als er später zugeben konnte. Die Einberufung sollte verständlicherweise auch der Truppenmoral dienen. Trotzdem blieb Schmeling in jeder Lage immer auch der hilfreiche Freund für jeden der in Not war. Ein Jude, Henri J. Lewin, hat im Dezember 1989 bekundet, wie der prominente Schmeling, im November 1938, ihm und seinem Bruder, als „verfolgte Juden“, Unterschlupf gewährte und „gerettet“ habe. In die Partei trat Schmeling nie ein, wozu es auch keinen Anlass gab, nicht einmal der persönliche Adjutant bzw. Kammerdiener Hitlers, Karl Wilhelm Krause, war „Parteigenosse“; keiner drängte ihn dazu. Aufgrund seiner Verletzung wurde Schmeling ab Ostern 1943 bis Kriegsende zum Wachdienst in Kriegsgefangenenlagern eingesetzt. 1945 versuchte er auftragsgemäß, angloamerikanische Soldaten zu einer Befürwortung eines gemeinsamen Kampfes gegen die Sowjetunion zu bewegen, was damals sinnvoll erschien, angesichts der wahnsinnigen Auslieferung ganz Osteuropas an die bolschewistischen Mörderbanden Stalins. Zum unglücklichen Kriegsende musste auch das Ehepaar Schmeling vor den Russen und Polen aus dem Osten gen Westen fliehen, in Wenzendorf bei Hamburg fanden sie ihre neue Heimat. Schmeling übernahm die Generalvertretung für Produkte aus dem Hause „Coca-Cola“. Als die „Evangelische Kirche in Deutschland" (EKD) das historische Verbrechen beging, die geraubten, ausgemordeten und ausgetriebenen deutschen Ostlande in Form der sog. „Ostdenkschrift“ abzuschreiben, empörten sich die Vertriebenenverbände. Das beschämende Papier ist von den Volksverrätern Ludwig Raiser erarbeitet und am 1.10.1965 von dem EKD-Ratsvorsitzenden Kurt Scharf unterzeichnet worden. Eine klare Forderung zur Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze wurde darin zwar nicht ausgesprochen, aber der Tenor ging dahin, in Anerkennung der deutschen Schuld“, einen Rechtsverzicht auf die östlich von Oder und Neiße gelegenen deutschen Ostgebiete zu erklären. Die krankhafte Einseitigkeit dieser Schuldbetrachtung ist erschütternd. Von der polnischen Mitschuld am Kriegsausbruch, der polnischen Schuld an den Drangsalen für die Deutschen schon unmittelbar nach Weltkrieg I. und von den sechs Millionen ermordeter ostdeutscher Bürger nach Kriegsende, 1945-1948, war nie die Rede. Eine ausgewogene Schuldbetrachtung und Schuldbewertung blieb also aus, und zwar bis heute ! Wenn man bedenkt, wie zäh die Franzosen an ihrem Raub des deutschen Elsass-Lothringen festhielten und die Juden über zweitausend Jahre an ihrem Raub von Jerusalem und Palästina, wird die ganz historische Erbärmlichkeit dieser undeutsch-evangelischen Kirche offenbar. Max Schmelings ehrenwerte Reaktion bestand in seinem 1965 erfolgten Austritt aus dieser Kirche, unter Protest gegen die „Ostdenkschrift“. Max Schmeling bleibt also als tapferer und hilfreicher Mensch in ehrender Erinnerung bei Freund und Feind der deutschen Nation.
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