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Lateinbuchstaben und indische Zahlen
aus dem Ura-Linda-Buch, Seite 48
 
 
URA-LINDA-RUNEN-ULK
 
Das müsste selbst ein Blinder seh’n,
das waren niemals Runen,
was Over de Linden sich erdacht,
in friesischen Lagunen.
 
Nichts als ein schäbiger Possenstreich
war diese „Runen“-Schose -,
lateinische Buchstaben sind es nur,
so lautet die Prognose.
 
Wer fiel auf solchen Schwindel rein,
da kann man sich nur wundern,
der scheint so mager und so platt,
gerad‘ wie die friesischen Flundern.
 
Und dann die Zahlen, eins, zwei, drei,
das sind arabische Ziffern -,
die war’n dem Norden unbekannt,
Geschulten wie auch Schiffern.
 
Was sollte dieser Narren-Quatsch ?
Nicht Zahlen, nicht Buchstaben
musst‘ einer just erfinden neu,
die waren längst zu haben !
 
Cornelius Ober de Linden war
ein Schalksnarr-Eulenspiegel,
er mischte einen Rauschetrank
in seinem Unsinns-Tiegel.
 
Wer diesen Ura-Linda-Spaß
auf Anhieb nicht durchschaut,
der ist der wahre Narrenkopf,
ich sag‘ es klar und laut !
 
Die kuriose lateinische Buchstabenschrift der Ura-Linda-Witzes
 
Das was in der sog. „Ura-Linda-Chronik“ des schalkhaften Friesen Cornelius Over de Linden (1811-1874) als Runen-Rad bezeichnet wird, ist ein derartiger Unsinnsspuk, dass man nur höchst verwundert darüber sein kann, wie es Menschen gab und leider noch immer gibt, welche glauben, es handele sich dabei um eine uralte, ehrwürdige Hinterlassenschaft Nordeuropas. Es wird in der Schrift angegeben, die Runen-Buchstaben und die Zahlzeichen wären aus einem 6-speichigen Rad heraus entwickelt worden. Mit dieser von Over de Linden erfundenen Schrift wurde der ganze unsinnige Text auf künstlich gebräuntem Maschinenpapier von ca. 1850 etwa im gleichen Zeitraum niedergeschrieben. Schon allein diese Angaben über Buchstaben und Ziffern muss jeden klardenkenden Gutachter sofort erkennen lassen, dass es ich dabei um eine Eulenspiegelei handelt. Man muss kein Wissenschaftler sein, um zu sehen, dass es sich bei den Buchstaben um keine einzige Rune handelt, sondern um Zeichen des lateinischen Alphabets. Cornelius OL nahm sogar die den Germanen völlig unbekannten und ungebrauchten Buchstaben „X“ und „Y“ auf, um die „Runen“-Narretei auf die Spitze zu treiben. Wer vorgibt, diese Buchstaben seien von frühfriesischen Schriftschöpfern geschaffen worden, WILL eine Spur legen, um das Gesamtwerk als Spaß erkennen zu lassen ! Denn, dass diese Lateinschrift keine Erfindung Nordeuropas war, ist auch bereits Mitte des 19. Jahrhunderts jedermann klar gewesen. Cornelius Over de Linden setzte noch einen dicken Fingerzeig darauf, indem er auch die Zahlen aus dem 6-Speichen-Rad ableitet bzw. erfinden lässt. Damit verhält es sich nicht anders als mit den Buchstaben, sie hat und sie musste kein Ur-Friese erfinden, denn ihr hochmittelalterliches Herkommen (ab 11./12. Jh. in Nordeuropa) aus Indien, über die Vermittlung der Araber und Italiener, ist undiskutierbar. Wer sich mit solchen falschen Lorbeeren schmücken will, der weiß genau, dass er nicht ernst genommen werden kann und legt damit ganz bewusst die Spur, um als Schalk über kurz oder lang erkannt zu werden. Der Niederländer Cornelius Over de Linden dürfe so gesehen sich weniger als betrügerischer Fälscher, sondern mehr als ein schlitzohriger Eulenspiegel verstanden haben.
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