NILS HÖGEL - OHR WIE HIRN ?

 
 
 
Die Morphologie von Nils Högels rechtem Ohr
erscheint als ein Symptom für Chaos in linker Hirnregion.
 
Die Lehre der „Ohr-Akupunktur - Neue Waffe gegen viele Leiden“, 1976 von Dr. med. Frank R. Bahr beweist den Befund, dass die Struktur des menschlichen Ohres in kommunikativer Wechselbeziehung mit den diversen Organgruppen steht. Über das pyramidale System werden bei Mensch und Tier die unwillkürlich ablaufenden Bewegungen gekontert gesteuert, also veranlassen linkshirnige Motoneuronen die rechtsseitige Motorik und rechtshirnige die linksseitige. So ist anzunehmen, dass auch linkshirnige Koordinationen aus dem Stammhirn, wie Liebe und Hass, welche vorwiegend in der linken Gehirnhälfte verarbeitet werden, sich sichtbar im rechten Ohr manifestieren. Die Wahrnehmung von zeitrelevanten Details findet ebenfalls vorwiegend in der linken Gehirnhälfte statt, sowie die Vorgänge bei der Wortfindung und des Sprechens. Manche Forscher meinen, dass auch komplexe Funktionen, wie beispielsweise das analytische Denken der linken Gehirnhälfte zuzuordnen sind. Die stärkste Verformung von Nils Högels rechtem Ohr ist am oberen Rand, dem sog. Helix auszumachen, die mit der Funktionalität von Händen und Füßen korrespondiert. Ich würde daraus schließen, dass der Mann weder seinen Weg noch seine Handhabe jemals zu finden vermochte. 
 
OHR WIE HIRN ?
 
Er war ein guter Kranken-Pfleger,
auch neigte er nicht zur Gewalt,
er schien normal und unauffällig
und machte trotzdem Kranke kalt.
 
Was passiert in solchen Hirnen,
die ohne Logik, ohne Sinn
töten ohne Vorteilsnahme;
wie entsteht ein kranker Spin ?
 
Högel schien nie problematisch,
er kam aus gutem Elternhaus,
war sexuell normal geartet -,
was löste Frustrationen aus ?
 
Man sehe Högels rechtes Ohr !
Dem fehlt die gute Norm-Struktur,
es zeigt im Bild sein linkes Hirn,
ist das des Irrsinns Signatur ?
 
Linkshirnig wohnen Liebestriebe,
Gefühle werden hier bestimmt.
Im Täter-Hirn liegt dort ein Brei
wo alles durcheinander schwimmt.
 
Liebe und Abscheu trennt er nie,
die Pflege-Hand kann töten auch.
Klare Linien, saubere Grenzen
kennen weder Brei noch Rauch.

 

31.10.2018 - Der 41-jährige ehemalige Krankenpfleger Niels Högel steht derzeit in Oldenburg vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, er habe zwischen den Jahren 2000 und 2005 Intensivpatienten in Kliniken in Oldenburg und Delmenhorst getötet. Um 100 schwerkranken Patienten soll er demnach zum Sterben verholfen haben. Er gibt vor, sich an die einzelnen Tötungshandlungen nicht klar erinnern zu können. Das Klinikum Oldenburg bescheinigte ihm im Arbeitszeugnis, er habe „umsichtig, gewissenhaft und selbstständig“ gearbeitet und in „kritischen Situationen überlegt und sachlich richtig“ gehandelt. Man lobte auch seine „Einsatzbereitschaft“ und sein „kooperatives Verhalten“. Gesamtbeurteilung: Er habe die ihm übertragenen Aufgaben „zur vollsten Zufriedenheit“ erledigt. In einem Brief an einen Bekannten hat Högel Episoden seiner Lebensgeschichte niedergeschrieben. Er schreibt von „Unfällen“, bedauert sie und gibt an, dass er keine genauen Erinnerungen an diese habe. Im letzten Teil des Briefes bittet er um Entschuldigung für seine Taten. Er gibt an, zeitweise der Trunksucht und dem Drogenkonsum verfallen gewesen zu sein. Dabei habe es an Frauen und Affären nicht gemangelt. Er habe damals viel gekifft und getrunken. Högel über seine Zeit im Schwesternwohnheim: „Es gab in dieser Zeit viele One-Night-Stands und ,Frauengeschichten‘. Ich kann gar nicht auf alle einzelnen eingehen. Dann sitze ich bis morgen früh noch hier.“ Sexuelle Frustration kann ihn also nicht in die triebhafte Mordserie geführt haben. Trotzdem meint er, bei Frauen hätte er kein Glück gehabt. Wer könnte das schon für sich beanspruchen ?! Er beklagt sich laut „Bild“-Zeitung darüber, wie er immer wieder von Frauen verlassen wurde. Auch das ist bei der von ihm geschilderten Lebensweise kein Wunder. Eine Frau habe ihn wegen einer Einlieferung in die Psychiatrie verlassen, eine andere wegen seines Drogenkonsums. Eine dritte Frau soll von ihm schwanger gewesen sein und abgetrieben haben. In dem Brief sucht der Krankenpfleger nach Erklärungen für sein Scheitern in der Kindheit. So habe er „keine Motivation“ fürs Abi gehabt, Fußball habe er wegen einer Verletzung aufgeben müssen und Feuerwehrmann sei er wegen seiner Höhenangst nicht geworden. Nur an den Abschied von seiner Ex-Frau und seiner Tochter, als er wusste, dass er ins Gefängnis müsse, beschreibt er detailliert. „Ich habe nur noch geweint“, wird er zitiert. Er wird zitiert: „Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich mich schäme, dass es mir leid tut. Ich kann nichts wiedergutmachen. Ich will so hoffen, dass auch die Angehörigen ihren Frieden finden.“
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