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„Keltisches Baumhoroskop“ und „Keltischer Baumkalender“


Die Täuschung und auch der reine Unsinn ist in unserer Welt derart stark verbreitet, dass es für Laien und Neueinsteiger so gut wie unmöglich ist, sich bei dem Wust von Schrottangeboten durchzufinden und einen klaren Standort im Realen und Echten zu gewinnen. So wie sich auf dem Sektor „Runen“ die Herren List, Gorsleben, Marby, Fügner, Kosbab - um nur einige Hauptvertreter freier Erfindungen zu nennen – tummelten, so hat auch eine Art Keltomanie sich an seichten, schillernden Pfützen ergötzt.

Anfang der achtziger Jahre griff eine deutsche Boulevardzeitschrift das „Keltische Baumhoroskop“ der Autorin Annemarie Mütsch–Engel auf und begann dieses im erfolgreichen Schwunge zu vermarkten. Bereits in der ersten Ausgabe wurden Parallelen zur noch heute gebräuchlichen, aus der hellenistischen Antike herrührenden Horoskopie festgestellt. Das „keltische Baumhoroskop“ stammte, so gab die Zeitschrift wirkungsvoll an, aus einer polnischen Handschrift, welche in einem geheimen Kloster aufbewahrt worden sein soll. Infolge von Lizenzstreitereien mit der Autorin Annemarie Mütsch–Engel fand man jedoch heraus, dass das Horoskop nicht aus uralten Handschriften abgeleitet, sondern aus einem polnischen Gartenkalender abgeschrieben war. Nach weiterer Recherche kam als Autorin des Gartenkalenders eine „Marie-Claire“ zu Tage, die aber keine Person, sondern eine französische Frauenzeitschrift ist, welche Anfang der siebziger Jahre die Kulturjournalistin Paule Delsol beauftragte, einige neue „alte Horoskope“ zu erfinden, darunter eben das „keltische Baumhoroskop“. Der Schwindel um das „uralte keltische Wissen“ flog auf und war also verflogen.

Doch damit hatte sich die Lügenstory noch nicht ausgelebt: Zu dieser Zeit waren nämlich schon etliche Bücher über dieses Horoskop im Handel, und alle Autoren behaupteten, das „echte“ in ihren Büchern zu verwenden, und weder aus dem polnischen Gartenkalender, noch aus der Mütsch–Engel-Ausgabe abgeschrieben zu haben. Doch eine Kleinigkeit hatten alle übersehen: In der französischen Originalausgabe kommt ein Baum vor der auf französisch „micocoulier“, zu deutsch „Zürgelbaum“, heißt. Dieser ist in Frankreich, nicht aber in Polen beheimatet. Also wurde aus dem französischen „Zürgelbaum“ im polnischen Gartenkalender die „Zeder“. Dieser einfache „Übersetzungsfehler“ findet sich in allen anderen erschienen „keltischen Baumkalendern“, die sich auf alte Traditionen berufen. Nun bereitet gerade diese ominöse Zeder einigen Erklärungsbedarf, denn dieser Baum kommt zwar sehr oft in der jüdischen Bibel vor, aber die erste Libanonzeder wurde erst 1646 in Europa, genauer in einem französischen Klostergarten gepflanzt.

Doch wie kam ein findiger Fantasierer überhaupt darauf, für ein Horoskop Bäume zu verwenden ? Das ist damit zu erklären, weil in kelto-esoterischen Kreisen es als irrige Tatsache kursiert, die Kelten hätten insbesondere Bäume verehrt. Der Schluss liegt dann nahe, sie für ein Horoskop zu verwenden, so quasi unter der Losung: „Jeder Mensch ein Baum“. Es könnte auch die „Schlacht der Bäume“, walisisch „Cad Goddau“, aus dem „Buch von Taliesin“, mit schuld an der Fehldeutung gewesen sein. In dieser Schlacht kämpfen der Zauberer Gwydion und Arawn, der Herrscher von Annwn gegeneinander, indem sie Bäume in den Kampf schicken. Doch Kenner und Kritiker sind der Meinung, dass es sich bei diesem Gedicht um ein satirisches Werk handelt, da alle typischen Merkmale einer mittel­walisischen Schlachtendarstellung grotesk überzeichnet werden. Belegt ist lediglich, dass die Kelten insbesondere Misteln schätzen, die auf Eichen wuchsen. Die Eiche aber war, nicht anders als bei Griechen und Germanen, jener Baum in dem das Numen des höchsten Himmelsgottes vermutet wurde.

Es gibt in der Welt des Kelto-Esoterischen nicht nur den „Keltischen Baumkalender“, sondern auch den „Keltischen Ogham-Baumkalender“ zu bestaunen. Dieser wurde vom Engländer Robert Ranke-Graves in seinem vielbeachteten Buch „Die weiße Göttin“ angeblich „rekonstruiert“, man sollte aber ehrlicher sagen, frei erfunden. Dabei stellt Ranke-Graves eine Verbindung zwischen den Ogham-Schriftzeichen, deren Namen (welche er teilweise unkorrekt wiedergibt) und Bäumen her. Dazu benutzte er lediglich 13 der ursprünglich 20 Kerb- oder Strichzeichen (15 Konso­nan­ten, 5 Vokale, einige Diphthonge) umfas­senden Ogham-Schrift, welche in den mittelalterlichen keltischen Alphabet-Darstellungen - beispielsweise im „Auraicept na nÉces“ („Leitfaden für gelehrte Dichter“), des 14. Jahr­hunderts - nach Pflanzen bezeichnet sind. Er machte das, weil das Mond-Sonnenjahr bekanntlich aus 12 Monaten besteht und das korrigierende Schaltjahr aus 13 Monaten.

Vorsicht also ! Sollte man all jenen Gutgläubigen und Naiven zurufen, die derartige Produkte für bare Münze nehmen.

 

OGHAM  ZEICHEN

 

BÄUME

 

 

Lautwert

 

 

 kelt. Name

 

 

Lautung

 

 

engli. Name

 

 

lat. Name

 

 

 

B

Beth

(BETH)

Birch

Betula pendula

 

L

Luis

(LWEESH)

Rowan

Sorbus aucuparia

 

F

Fearn

(FAIR-n)

Alder

Alnus glutinosa

 

S

Saille

(SHAL-yuh)

Willow

Salix alba

 

N

Nion

(NEE-uhn)

Ash

Fraxinus excelsior

 

H

Huath

(HOO-ah)

Hawthorn

Crataegusspp.

 

D

Duir

(DOO-r)

Oak

Quercus robur

 

T

Tinne

(CHIN-yuh)

Holly

Ilex aquifolium

 

C

Coll

(CULL)

Hazel

Corylus avellana

 

Q

Quert

(KWAIRT)

Apple

Malus sylvestris

 

M

Muin

(MUHN)

Vine

Vitis vinifera

 

G

Gort

(GORT)

Ivy

Hedera helix

 

Ng

Ngetal

(NYEH-tl)

Reed

Phragmites australis

 

Ss

Straif

(STRAHF)

Blackthorn

Prunus spinosa

 

R

Ruis

(RWEESH)

Elder

Sambucus nigra

 

A

Ailm

(AHL-m)

White Fir

Abies alba

 

O

Onn

(UHN)

Gorse

Ulex europaeus

 

U

Ura

(OO-rah)

Heather

Calluna vulgaris

 

E

Eadha

(EH-yuh)

Aspen

Populus tremula

 

I

Idho

(EE-yoh)

Yew

Taxus baccata

 
Buchstabenfolge: Birke - Eberesche - Erle - Weide - Esche - Weißdorn - Eiche - Ilex - Hasel - Apfelbaum -Weinrebe - Efeu - Schilf - Schwarzdorn - Holunder - Tanne - Stechginster - Heidekraut - Espe - Eibe
 
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Der keltische Baumkalender nach D. und Nicholas R. Mann,
in „Druid Magic: The Practice of Celtic Wisdom”, 2000,
wird von den Autoren ausdrücklich als Vorschlag vorgestellt,
ohne Anspruch auf Authentizität.

Das keltische Baum-Alphabet nach D. und Nicholas R. Mann,
in „Druid Magic: The Practice of Celtic Wisdom”, 2000.
 
 
Die gleichen Autoren erklären die keltischen Bäume:
 
Der folgende Kalender beschreibt die Bäume nach dem Beth-Luis-Nion-Alphabet und ihre Position im Jahreszyklus, sowie die dazugehörigen Elemente und Oghams:
 
Birke Die Birke ist der erste Baum, sie wächst rasch auf neu erschlossenem Boden, besonders auf leicht sandigen Böden in exponierten Lagen. Sie steht für einen neuen Anfang. Sie hat eine weißsilbrige Rinde und wirft wenig Schatten. Sie ist nicht tief verwurzelt und kann daher vom Wind leicht umgeworfen werden. Ihr Holz verrottet schnell und brennt rasch und heiß. Man verwendet Birkenzweige, um geheiligte Räume zukehren und aus dem Holz kann man Schutztalismane anfertigen.
 
Eberesche Die Eberesche, Vogelbeere oder Gebirgsesche ist ein graziöser Baum, der rasch aber nicht hoch wächst. Man findet sie in höher gelegenen Regionen. Sie hat doldenförmige weiße Blüten im Frühling und trägt rote Beeren im Herbst. Sie ist eine der drei „Hexenbäume“ und hat prophetische und schützende Eigenschaften. Sie brennt lange und heiß und Ebereschenfeuer werden zum Herbeirufen der Geister der Toten verwendet.
 
Esche Sie ist die Schwester der Eberesche, ein hoher und schlanker Baum, der zur Sommersonnenwende gehört. Als letzter Baum bekommt sie im Frühling Blätter und verliert diese auch als einer der ersten im Herbst, wobei sie geflügelte Samen fallen läßt. Sie liefert das beste Feuerholz und wird auch zum Anfertigen von Handgriffen und Stielen von Äxten und für Speerschäfte verwendet. Der nordische Weltenbaum - die Weltesche Yggdrasil ist eben eine Esche. Drei der 5 heiligen Bäume Irlands, nämlich der in Tortu, Dathi und Uisneach waren Eschen. Sie ist der Baum des Himmelsgottes Lugh, der in walischen Mythen in Adlerform in ihren Zweigen ruht. Erle Vorzugsweise wächst die Erle mit Wurzeln im Wasser. Gerne bildet sie Gruppen von eher kleinen Bäumen. Im Winter verleiht sie den Flußufern inen rötlichen Farbstich. Aus ihrer Rinde kann man roten Farbstoff gewinnen. Das Holz brennt sehr schlecht und verrottet rasch, wenn es austrocknet, aber widersteht der Verrottung, solange es feucht bleibt. Sie ist der Baum von Bran, dem Gesegneten, der durch das Meer watet, sich quer über einen Fluß niederlegt und über ihn wurden Hürden gelegt, damit er mit seinem Körper eine Brücke bildet.
 
Weide Die Weide wächst neben dem Wasser, erreicht oft große und prächtige Dimensionen, besonders als Trauerweide. Sie steht mit dem Mond und den Hexen in Verbindung. Die Wörter „willow“ (Weide), „wicker“ (Korbgeflecht), „wicket“ (Gatter), „witch“ (Hexe) und „wicked“ (böse) stammen alle vom selben Wortstamm. Das Holz wird vorzugsweise für Prophezeiungen und die Entwicklung von psychischen Kräften verwendet. Verwende ihrer Reiser zum Korbflechten und Besenbinden.
 
Hagedorn Der Hagedorn verschönert die Landschaft im Frühling mit dichten Blüten, deren Schattierungen von weiß bis ins tiefe Rosa reichen. Ihre Blüten krönen die Maienkönigin, aber Ehen werden erst im Juni geschlossen, weil die Energie von
Beltanerasch verpufft. Der Baum wird nicht hoch, aber sehr alt und ist im Herbst reichlich mit roten Beeren geschmückt, die gerne von den Vögeln verzehrt werden. Eine Wildrose neben einer Quelle ist glückverheißend und wird gerne zum Anbringen von Wunschbändern und anderen Mitteilungen verwendet.
 
Eiche Der keltische Name für Eiche – duir, ist eng mit Druidentum und dem Öffnen einer Tür verbunden. Sie ist ein Baum von enormer Stärke; Du kannst nicht einmal einen Nagel hineinschlagen, wenn ihr Herzholz gealtert ist. Eichenwälder waren der Höhepunkt der ökologischen Entwicklung im Europa der Nacheiszeit. Sie beherbergten eine ganzes Heer von abhängigen Pflanzen und Tierarten. Der lateinische Name für die Eichel ist glans und die maskuline Schönheit des Baumes wird oft erwähnt. Das Holz brennt lange und wird vorzugsweise für rituelle Feuer zur Sommersonnenwende verwendet. Die Eichen werden sehr alt und haben so viele wurzeln wie Äste. Der Eichenknüppel von Dagda konnte mit dem einen Ende etwas erschaffen und mit dem anderen zerstören.
 
Stechpalme Die Stechpalme mit ihren immergrünen Blättern und feuerroten Beeren erfreut die Herzen in den späten Wintermonaten. Der traditionelle Stechpalmenknüppel oder Axtstiel prüft Stärke und Mut. Aus Stechpalmen macht man gute Holzkohle und ihr keltischer Name, tinne ist der Stamm des englischen Wortes für Zunder (tinder). Sie steht in Beziehung zu Cu Roi mac Daire und dem Grünen Ritter.
 
Hasel Die Hasel wächst reichlich in Europas Wäldern, besonders gern gemeinsam mit Eichen. Sie wurde regulär gezogen, um Holz von verwendbarer Größe für Bauten, Zäune und kurzlebige Strukturen zu erhalten. Bevorzugt wird ihr Holz für Vorhersagen verwendet. Man kann relativ leicht Oghams in sie ritzen. In einem irischen Mythos wurden die Nüsse der neun Haseln der Poesie und Inspiration dazu verwendet, die fünf Lachse der Weisheit zu füttern. Sie steht in Verbindung mit dem Reiher.
 
Apfel Die süßen Blüten und Früchte des Apfelbaumes liefern die Speise für die Bewohner der Anderswelten. Er ist der Baum des Paradieses und der übernatürlichen Nahrung Apfelbaumalleen kennzeichnen häufig die Zugänge zu den Anderswelten – wie zum Beispiel die Allee auf der Insel Avalon.
 
Brombeere Sie ist eine der Nichtbäume des Baumalphabets. Die Brombeerhecke oder „Rebe“ der Fruchtbarkeit kann aber auch vergiften. Ihre Dornen hemmen das Fortschreiten und ihre Ranken umschlingen den Suchenden. Brombeeren schließen Plätze ein, wo die verlorengegangenen Teile der Seele schlafen und die Seele muß durch ihre dornigen Passagen hindurchdringen. Zu Imbol verspricht sie die Ganzheit im kommenden Jahr.
 
Efeu Efeu gedeiht im Winter, indem er sich an ihre schlafenden Wirtspflanzen, die Bäume klammert. Er zerstört den Wirt solange nicht, bis daß er alt ist und im Sterben liegt. Efeu ernährt das Rotwild in der kargen Zeit und ihre Beeren sind Futter für hungrige Vögel. Efeu gedeiht im Schatten und begünstigt Verwandlung. Er wächst gerne an dunklen Orten und bringt das Alte zu Fall, um so die Wiedergeburt zu sichern.Er steht in Verbindung zu Hern (Cernunnos).
 
Schilfrohr Obwohl es kein Baum ist, hat es seinen sicheren Platz in diesem Alphabe, weil es früher große Flächen von Marschland in Europa bedeckte. Es wird als Baustoff für Böden und Dächer verwendet und bietet einem großen Artenreichtum von Wildtieren Unterschlupf. Das Schilf hat die Kraft, aus der Tiefe mit seinen Wurzeln kaltes Wasser heraufzuziehen und bildet ruhende Landschaften. Es kann gebogen und gebunden werden. Ein gebrochenes Schilfrohr ist das Symbol für alles, das nicht vertrauenswürdig ist, weiles zeigt etwas, das hart und unbeugsam ist. Schilf ist mit dem Lachs der Weisheit und den meisten Wasserwild in Verbindung.
 
Schwarzdorn Auf den ersten Blick hin scheint es, daß Schwarzdorn nachteilige Eigenschaften hat. Er bildet dunkle, weit ausgedehnte. Undurchdringbare Dickichte und ist durch steife Dornen geschützt. Aber er bietet ebenso Unterkunft und Nahrung für viele Wildtiere und seine frühen Blüten sind süß und erfreulich anzuschauen. Wenn man ihn richtig pflanz und pflegt, dann ist er einer der besten Heckengewächse
 
Holunder Er ist ein heiliger Baum. Die Kelten hatten ein derartig strenges Verbot, ihn abzuschneiden, dessen Verletzung praktisch ein Todesurteil bedeutete. Er ist der bevorzugte Baum der Elfen und soll nie beschädigt werden. Da sein Holz dünn und markhaltig ist, erreicht er keine hohe Festigkeit, dafür hat er die Kraft der ewigen Regeneration. Auch wenn man ihn bis in den Tod hinein abschneidet, wächst er rasch wiedernach. Die durchdringend riechenden Blütendolden und die dunklen, purpurnen Beeren liefern reichlich Nahrung für Tiere und einen wohlschmeckenden Wein für die Menschen.
 
Föhre Die Föhre ist die Leitpflanze für die dunkle Hälfte des Jahres und kennzeichnet die Eingänge zu den dunklen Plätzen im Inneren. Sie wird gerne als Gesteck ins Zimmer gebracht, besonders als Dekoration zur Wintersonnenwende. Sie brennt mit einer raschen, hellen Flamme. Man findet sie oft an hoch gelegenen und glücksverheißenden Plätzen.
 
Stechginster Der Ginster wächst auf mageren Böden und alle Sorten haben gelbe Blüten. Zu seiner Blütezeit strahlt er derartig, daß man oft meint, ein Hang steht in Flammen. Aber die feurige, stachelige Natur macht ihn schwierig und wenig nutzbringend. Wenn man ihn zieht, kann er allerdings kräftige Hecken und Wegbegrenzungen bilden.
 
Heidekraut Ähnlich dem Ginster bedeckt das buschige Heidekraut karge hochgelegene Böden und verwandelt zur Blütezeit diese in purpurne Teppiche. Im Gegensatz zum Ginster hat es ein sanftes und nachgiebiges Gemüt. Seine süßduftenden Blüten bestehen lange und zeigen eine Vielfalt von Farben. Heidekraut ist glückbringend, besonders bei Liebesangelegenheiten.
 
Pappel Sie ist ein zitternder, wispernder Baum - „Der Baum, der spricht“. Sie ist ein magischer Baum, die Bewahrerin der Sprache, die aber kein Geheimnis für sich behalten kann. Es ist leicht zu verstehen, daß sie rasch wächst, abgeholzt werden kann und wieder nachwächst - und so ist der Baum das Sinnbild für Tod und Wiedergeburt.
 
Eibe Sie ist der Baum des Todes und der Verwandlung. Aus ihrem Holz macht man Särge, Waffen – wie Langbogen und Dolchgriffe – und benutzt sie zum Einritzen von Inschriften. Verletzt man sie, dann sondert sie fortlaufend rötlichen Saft ab, sie ist blätterlos und ihre rote Beeren sind für Menschen giftig. In ihrem tiefen Schatten kann nichts wachsen. Sie wird sehr alt, erreicht einen großen Umfang und vermag sich ewig zu erneuern, denn laufend sprießen Schößlinge aus ihrem hohlen Kern oder dem Boden herum.
 
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Auf seiner schönen, vertrauenswürdig erscheinenden Netzseite über die Kelten und ihre Ogham-Schrift bringt der Theologe Herr André Stoßberg den keltischen Baumkalender, indem er das „Buch von Ballymote“ aus Ende des 14. Jh. zu zitieren scheint. Auf dieser Seite namens „Ogham Feuersprung“ lese ich: „Diese Quellen werden im Buch of Leinster aus dem 12. Jh und im Buch von Ballymote, aus dem Jahr 1391 zitiert. Auch im Buch von Lecan, 1416 von Gilla Isa ...“ Während meines Anrufes am 27.02.2017, mit dem ich mich nach Authentizität seiner Angaben erkundigen wollte, gab Herr Stoßberg an, er hätte die Texte vor 6 Jahren geschrieben, er wüsste nicht mehr woher er die Angaben genommen habe und eine echte Rekonstruktion erschiene ihm sowieso unwichtig. Herr Stoßberg bringt eine Zusammenstellung der Ogham-Buchstaben mit Monatsangaben, Bedeutungen und Farben. Zitierfähig, also quellenkorrekt, wären seine Darlegungen nicht zu verstehen, informierte mich der Autor.
 
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Immer wieder ist im Netz zu lesen:Das Baumalphabet
 
Jeder Buchstabe des Ogam-Alphabets hatte zudem einen Bezug zu einem Baum, der mit dem zugehörigen Laut begann. Daher trägt das Ogam auch den Beinamen „keltisches Baumalphabet“. Die Ogam-Buchstaben, die Bäume und die Monate standen in enger Beziehung zueinander, und die Barden, die für ihre verschlüsselten Botschaften bekannt waren, benutzten diese Analogien, um ihre Rätsel aufzubauen. Die Buchstaben des Ogam standen daher nicht nur für Laute, sondern auch für die „magischen“ Kräfte der Bäume, woraus sich eine Analogie zu der offensichtlichen Bedeutung ergibt.“
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EINE ERNÜCHTERUNG
 
„Celtic Tree Kalender“ ?
 
Die heutigen keltischen „Baum-Kalender“ gehen allein auf den fantasiereichen englischen Schriftsteller Robert Ranke-Graves (1895-1985) zurück, der in seinem Buch The White Goddess“, 1946, einen angeblich rekonstruierten keltischen Baumkalender vorstellte. Graves „Tree Calendar“ hat aber keine Beziehung zu einem historischen keltischen Kalender. Seine Interpretationen beruhen eher auf dem Buch „Ogygia“ durch den Barden Roderick O’Flaherty aus dem 17. Jahrhundert. Graves behauptet, dass die Namen der Ogham-Buchstaben im Alphabet, die in Teilen vom gälischen Irland und Großbritannien verwendet wurden, einen Kalender enthielten, der den Schlüssel zu einer alten Liturgie enthielt, die das menschliche Opfer eines heiligen Königs meinte, und ferner, dass diese Buchstabennamen verborgen waren in Formen der alten griechischen Hexameter, die die Göttin beschreiben würden.
 
Von vielen nicht-gelehrten Lesern wurde Graves „Die weiße Göttin“ als reale Geschichte angenommen. Nach Ronald Hutton ist das Buch „eine bedeutende Quelle der Verwirrung über die alten Kelten und beeinflusst viele un-gelehrte Ansichten des keltischen Heidentums.“ Hilda Ellis Davidson kritisierte Graves, weil er „viele unschuldige Leser mit seinen beredten, aber irreführenden Aussagen über eine nebulöse Göttin in der frühen keltischen Literatur“ irregeführt hatte, und erklärte, dass er „keine Autorität“ für das Thema besaß, das er vorstellte. Als Reaktion auf die Kritiker beschuldigten Graves die literarischen Gelehrten, psychologisch unfähig zu sein, den Mythos zu interpretieren. Einige Neuheiden wurden durch die gelehrte Kritik, die „Die Weiße Göttin“ in den letzten Jahren erhalten hat, verwirrt und verärgert.
 
Peter Berresford Ellis, „Die Erfindung der ,keltischen' Astrologie“
 
Dieser Artikel, der zuvor in „The Astrological Journal“ veröffentlicht wurde (Bd. 39. Nr. 4, 1997), vervollständigt den ersten, der in „Réalta“ veröffentlicht. (Was hier vorliegt ist zwar keine gute Übersetzung aus dem Englischen, aber sie ist trotzdem aufschlussreich.)
 
Die keltischen „Baum-Tierkreis“-Anfertigungen, die direkte Folgen von Robert Graves 'Erfindung eines Baumkalenders' sind, wurden zu einer fast unüberwindlichen Hürde für jede ernsthafte Untersuchung der Formen der Astrologie geworden, die von der vorchristlichen keltischen Gesellschaft praktiziert wurden. Seit fünfzig Jahren, von der Zeit, in der Graves sein Buch „Die Weiße Göttin“ (1946) veröffentlichte, ist eine wahre Industrie unter seinen Akolyten [Nachbetern] aufgebaut worden, die künstliche astrologische Ideen auf der Grundlage von Straftaten von Graves predigen. Manche haben sogar Bücher veröffentlicht, was sie „Celtic Astrology“ bezeichnen und ein völlig künstliches „astrologisches System“ herstellen.
 
Es war bisher nicht meine Praxis, Graves noch seine Akolyten direkt zu kritisieren. Als Schriftsteller und Dichter ist die Arbeit von Graves viel zu bewundern und sein zweibändiges Studium der griechischen Mythen (1955) ist hoch angesehen. Es gibt sogar viel in der „Weißen Göttin“, was lobenswert ist. … Als er jedoch um Rat von einem seriösen Gelehrten auf dem Gebiet der keltischen Studien und speziell Ogham-Forschung bat, lehnte er es ab, weil es seine vordefinierten Vorstellungen nicht unterstützte. Wie ich schon oft darauf hingewiesen habe, läuft das alte irische Sprichwort Oscar cách i gceird araile - in freier Übersetzung, jeder ist ein Anfänger an einem anderen Handel oder Handwerk. Graves, als jemand, der Klassiker für ein Jahr an der St. John's College, Oxford, 1913 studierte, bevor er in die Armee eintrat (bei seiner Rückkehr zur Universität wechselte er von Classics zur englischen Sprache und Literatur), hätte er erkennen müssen, dass eine Studie über die griechische Mythologie und ihren frühen sprachlichen Ausdruck zu schreiben, ohne ein Wort des Griechischen zu kennen, eine Impertinenz war und zu allen möglichen Fehlern führen müsse. Warum hat Robert Graves nicht gefühlt, dass er so eine Studie über die keltische Mythologie, mit der starken Abhängigkeit von der sprachlichen Interpretation, nicht schreiben konnte, da ihm ein sprachliches Wissen fehlte ?
 
In Fairness zu Graves, muss gesagt werden, dass er nicht der erste noch der letzte Mensch war, der die Auffassung vertritt, dass man in das Feld der keltischen Kultur eindringen könne, um sie und ihre Philosophien zu interpretieren, ohne Kenntnis der keltischen Sprachen in den alten, mittleren oder modernen Formen. Hunderte von Büchern sind über keltische Mythologie, Kultur und Geschichte von Leuten geschrieben worden, die kein Wort einer keltischen Sprache studiert haben. Von allen Zivilisationen in der Welt scheinen die Kelten alleine ein unfaires Spiel für alle zu sein, die sich als Experten aufstellen. Aber sie würden einen Celten nicht erkennen, wenn man sie auf einer irischen oder kornischen Straße mit „Conas tá tú“ begrüßen würde, oder Dêth da dhys !
 
Es gibt eine Ironie, dass in dem Jahr, in dem Robert Graves seine Arbeit veröffentlichte, Professor Thomas Francis O'Rahilly (1883-1953), einer der gelehrtesten keltischen Gelehrten der Zeit, seine monumentale „Frühe irische Geschichte und Mythologie“ veröffentlichte. Dublin-Institut für Fortgeschrittene studiert, 1946. Diese Arbeit ist eine der wirklichen keltischen Stipendien, die, wie ich fürchte, Robert Graves als den unbemittelten Babbler in einem fremden Feld erscheinen lässt. Dennoch ist es Graves, der einen internationalen Ruf für seine Phantasien bekommt, während Professor O'Rahilly seine Auszeichnung nur in der Welt des keltischen Stipendiums erhält.
 
In zwei jüngsten Vorträgen, die der britischen AA-Konferenz an der Exeter University im Jahr 1996 und der irischen AA-Konferenz, Co. Meath, 1997, sowie einem Artikel in R é alta, August 1996, gab, zeigte ich einfach den Astrologischen Praktiziert die Kelten wirklich benutzt. Ich hoffte, das wäre genug, um den Leuten zu zeigen, wie gefälscht die „Baum-Tierkreis“ -Anzeige war. Allerdings sind alte Mythen schwer zu verstehen und viele Menschen zögern zuzugeben, dass Robert Graves sie getäuscht hat.
 
Robert Graves stützte sich auf Übersetzungen des 19. Jahrhunderts, oft sehr schlechte Übersetzungen, sowie Texte, die ziemlich gefälscht waren. In der Tat, Texte, die einfach nur Erfindungen waren. Er war zum späten 18. und 19. Jahrhundert walisischen Romantiker („Gentlemen Antiquarians“) eher als zuverlässige Gelehrte geneigt.
 
Einer von Robert's Hauptquellen war Edward Williams (1747-I826), der sich Iolo Morganwg nannte. Jetzt können viele Positives für Williams als Dichter gesagt haben, aber wenig für sein Stipendium. Zur Unterstützung seiner Behauptungen war Williams bereit, eine fruchtbare Phantasie und beträchtliche literarische Gaben auszuüben, sogar bis zu dem Punkt, die Quellen der walisischen Geschichte zu verfälschen und seine Zeitgenossen über die Natur der walisischen literarischen Traditionen zu täuschen. Dies führte dazu, dass viele ernsthafte Studenten im 19. Jahrhundert unter Missverständnissen arbeiteten, für die er und er allein verantwortlich war. Erst als die keltischen Studien auf Universitätsebene ordnungsgemäß organisiert wurden, als ernsthafte Gelehrte wie Sir John Rhys (1840-1915) der erste Professor für Keltische Studien am Jesus College, Oxford, im Jahre 1877 waren, waren die Fabriken von Williams und seinen Kameraden identifiziert und entlassen. Wie Robert Graves, waren Williams oder Iolo Morganwg, um ihm den Namen zu geben, Dichter….
 
Doch die Person, der Robert Graves all sein Vertrauen für die Erfindung seines „Baumkalenders“ und des darauffolgenden „Baumtierkreises“ schenkte, war ein Irländer. Ruairí Ó Flaitheartaigh oder in anglisierter Form, Roderic O'Flaherty (1629-1718). Er wurde in Co Galway geboren und erbte Magh Cuilinn (Moycullen) Schloss und Nachlass. Er studierte unter Dubhaltach Mac Firbisigh, einem der großen Gelehrten Irlands, der im Alter von 85 Jahren von einem englischen Soldaten getötet wurde, als er aus Dublin nach Galway zurückkehrte. O'Flaherty selbst wurde auch ein Opfer der Cromwellianischen Beschlagnahmungen, die aus seinem Haus vertrieben wurden. Er beschloss , eine Geschichte von Irland in Latein zu schreiben , die er Ogygia nannte: Seu Rerum Hibernicarum Chronologia & etc. (später übersetzt als Ogygia oder eine Chronologische Darstellung von Irish Events (gesammelt von Very Ancient Documents treu verglichen mit einander & unterstützt von der Genealogische & Chronologische Hilfe der heiligen und profanen Schriften des Globus), die im Jahre 1685 im Lateinischen erschien, die englische Übersetzung kam 1793 heraus, übersetzt von Rev. James Hely in 2 Bänden. Man setzt voraus, dass Robert Graves den Text gelesen hat Lateinisch.
 
Bevor wir zu dieser Arbeit im Detail kommen, sollten wir den Titel „Ogygia“ nehmen, weil ich ein neues Buch gesehen habe, das auf „keltische Astrologie“ zu sein scheint, in dem der Autor unter dem Missverständnis zu arbeiten scheint, dass Ogygia ein Synonym für Ogham war früheste Form der irischen Schrift. Sie hatten es nicht nur geschafft, dieses Buch zu lesen, sondern kannten ihren Homer nicht. In der „Odyssee“ ist Ogygia die Insel Calypso, vage gedacht als eine Insel im Westen. Es war O'Flahertys Cypher für Irland.
 
Im 17. Jahrhundert Irland konnte keine irische Person hoffen, ein Buch über die Geschichte des Landes aus irischer Sicht zu zirkulieren, ohne den Zorn der englischen Eroberer zu verursachen. Das 17. Jahrhundert war die Zeit, als ein all-out-Versuch von der englischen Regierung gemacht wurde, um schließlich die irische Nation zu reduzieren, die herrschende Klasse zu beseitigen, die Intelligenz zu zerstören und das heimische Rechtssystem zu zerstören. Alle Bücher in Irisch wurden zerstört und alle nativen Zentren des Lernens wurden geschlossen.
 
Die irischen Exilanten haben im 17. Jahrhundert und im 18. Jahrhundert auf dem Kontinent in Orten wie Louvain, Paris, Rom und Antwerpen Bücher in Irisch verlegt. Diese Bücher wurden dann wieder in das Land geschmuggelt. Andere Schriftsteller, die Latein als literarisches Fahrzeug benutzten, mussten Cyphers benutzen, wenn sie von Irland sprachen. Als Colonel Cathal O 'Kelly einen Bericht über die Williamite-Eroberung von Irland im Jahre 1691 schrieb, musste er es Macariae Excidum oder die Zerstörung von Zypern nennen - mit Zypern als Cypher für Irland.
 
Der Titel Ogygia war also O'Flahertys Cypher für Irland und hat nichts mit Ogham zu tun. Es sollte darauf hingewiesen werden, dass O'Flahertys Ogygia sofort für seine Stipendien durch solche Würdenträger kritisiert wurde, wie der schottische Gael Sir George Mackenzie von Rosehaugh (1636-91), Dekan der Fakultät (1682) in Aberdeen, der die Advocates Library in Edinburgh gründete , Die 1925 zur Nationalbibliothek von Schottland wurde. Durch Zufall enthielt die Bibliothek einen Text des 16. Jahrhunderts in der irischen „Ranna na Aeir“ (Auf den Konstellationen), die einige der Realitäten der irischen Kosmologie zeigt. Die Argumente über die Forderungen von O'Flaherty wurden zu einer laufenden Kontroverse bis in das 18. Jahrhundert und enden mit einem 1775 erschienenen Buch mit dem Titel „Die Ogygia“, die von C. O'Connor von Dublin bestätigt wurde. Keines dieser Argumente scheint von Robert bekannt zu sein.
 
O'Flaherty hatte in seine Geschichte eingeschlossen, einen Aufsatz über das Verständnis des alten Ogham-Alphabets, die früheste bekannte Form der irischen Schrift. Die Alphabet-Glyphen werden durch eine unterschiedliche Anzahl von Strichen und Kerben dargestellt, die am Rande der Steindenkmäler markiert sind. Nicht überlebt Ogham jenseits der Inschriften auf Steinen, obwohl wir darauf hinweisen, dass es auf Holzstäbchen geschrieben wird, ähnlich wie die alten Chinesen ihre früheren schriftlichen Werke aufgenommen haben. Der große Teil der Inschriften gehört zum 5. und 6. Jahrhundert. Von den 369 bekannten Inschriften, bei weitem die höchste Zahl, kommen in der südwestlichen irischen Provinz Münster vor. Ein Drittel der Summe findet sich allein in Co Kerry.
 
O'Flaherty, bei der Auflistung der Ogham-Charaktere, stellte fest, dass jeder Buchstabe angeblich nach einem Baum benannt wurde. Dieses Konzept wurde allgemein vom 17. Jahrhundert Irland akzeptiert und als Autor wurde eine frühe Arbeit mit dem Titel „Auraicept na néces“ (The Scholar's Primer), behauptet , als eine irische Grammatik des 7. Jahrhunderts von einem Gelehrten namens Longarad, zitiert. Die früheste überlebende Kopie des Auraicept ist eine im 14. Jahrhundert Buch von Ballymote. Dies wurde von Maghnus Ó Duibhgeánáin von Co Sligo im Jahre 1390 und daher sieben Jahrhunderte nach dem Auraicept wurde ursprünglich komponiert wurde kompiliert.
 
Nun sah Robert Graves bei der Betrachtung von O'Flahertys Aufsatz, dass er die Ogham-Buchstaben mit ihren sogenannten Baumnamen als 13 Konsonanten und 5 Vokale gemacht hatte. Das Buch des Ballymote-Originals, das er 1887 nicht von der Royal Irish Academy untersucht hatte, hat aber insgesamt 25 Buchstaben betragen. True, natürlich wurden fünf dieser Buchstaben für feda 'extra Briefe' erfunden zu einem späteren Stadium und nicht im frühen Ogham aufgetreten. Aber das ließ noch insgesamt 20 Buchstaben, 5 Vokale und 15 Konsonanten. Allerdings war Robert sehr glücklich mit O 'Flahertys 5 Vokalen und 13 Konsonanten, weil er seine poetische Phantasie ins Spiel bringen konnte. War es nicht ein Hinweis darauf, dass die alten Kelten ihr Jahr durch Mondmonate rechneten ? Das würde 13 Monate machen. Er ignorierte, dass dies die Hinzufügung eines kleinen Bruchs auch bedeuten würde. Er ging weiter. Waren nicht in der Tat 13 Konstellationen im Tierkreis ? Sicherlich bedeuteten die 13 Konsonanten nicht nur 13 Monate, sondern auch 13 Konstellationen ? Die Baumnamen müssen logisch die alten irischen Namen für die Monate und für die Konstellationen sein, nicht wahr ? Wenn Robert ein Mittel finden könnte, seine 13 ausgewählten Bäume in irgendeine Art von saisonalen Ordnung zu stellen, könnte er einen Baumkalender haben. Es war so einfach. Bald wurden die Baumnamen, nach den Grabstätten von Graves, die Namen der Sternbilder der Sternzeichen, die den Namen der Monate entsprechen.
 
Sobald er diesen merkwürdigen Sprung in die sprachliche Dunkelheit gemacht hatte, folgte alles. „Ich bemerkte fast sofort“, rühmt sich Robert stolz, „dass die Konsonanten des Alphabets einen Kalender der saisonalen Baummagie bilden ...“ (S. 165). Ich würde hinzufügen - nicht ohne unglaubliche Verbiegung der Realität.
 
Robert wurde so von seiner eigenen Gelehrsamkeit überwältigt, dass er sofort an die damals größte lebende Autorität auf Ogham, Professor Robert MacAlister von Dublin (1870-1950) schrieb. Unter seinen Werken ist das monumentale Corpus Inscriptionem Insularum Celticarum, Schreibwarenbüro, Dublin, 2 Bde, 1945 Und 1949, seine klassische Studie über Ogham. Das ist immer noch ein Stolz auf meinem Bücherregal. Auf S.117 der „Weißen Göttin“ Gräber gibt tatsächlich zu Folgendem:
„Als ich vor kurzem Herrn Dr. MacAlister, als die beste lebendige Autorität auf Oghams, geschrieben habe, antwortete er, dass ich die Alphabete von O'Flaherty nicht ernst nehmen darf: „Sie scheinen mir alle zu späten Künstlichkeiten, oder eher Pedanterien von wenig mehr zu sein Wichtig als die Affekte von Sir Pierce Shafton und seiner Art. „Ich gebe diese Vorsicht in aller Fairness weiter, denn mein Argument hängt von dem Alphabet von A 'Flaherty ab ... Ich glaube, dass O'Flaherty eine echte Tradition aufnahm, die mindestens so alt war wie das dreizehnte Jahrhundert n. Chr." (Meine Kursivschrift ist in der Passage platziert, um die Ungeheuerlichkeit dessen zu unterstreichen, was Robert Graves getan hat.)
 
Ein keltischer Gelehrter ist erstaunt, nicht nur durch seine arrogante Entlassung der führenden Autorität der Welt, sondern auch sein letzter Satz. Wenn Robert Graves dachte, dass die Baum-Alphabet-Tradition erst im dreizehnten Jahrhundert n. Chr. Zurückging (das Buch der Ballymote ist eigentlich aus Ende des 14. Jahrhunderts), und genau das war es, warum MacAlister ihn warnte, denn wir können es nicht über diese Zeit hinaus verfolgen, wie zaubert er seinen Gebrauch und behauptet ihn als einen mystischen Druidenkalender, der in vorchristlichen Zeiten verwendet wurde ?
 
Vermutlich musste auch Dr. MacAlister über das Argument von Robert Graves überrascht gewesen sein, weil Robert Graves 'Großvater, als Präsident der Royal Irish Academy, die oberste Autorität von Ogham leitete. Charles Graves hatte das „Baumalphabet“ schon völlig falsch abgelehnt. MacAlister, wie alle keltischen Gelehrten, die sich in das Feld Ogham gewagt hatten, war sich der Arbeit von Charles Graves bewusst und in der Tat, MacAlister zitiert es in seinem eigenen Studium.
 
An diesem Punkt, um das Paradoxon zu verstehen, müssen wir Robert Graves 'Hintergrund betrachten. Während Robert Graves 1895 in Wimbledon, London, geboren wurde, war er der Sohn eines hervorragenden irischen Schriftstellers und Dichters Alfred Perceval Graves (1846-1931). Robert hatte ein verwandtes Problem mit seinem Vater und war ziemlich churlish über seine irische väterliche Familie in seiner biographischen Arbeit „Good-Bye all All“ (Jonathan Cape, 1929). Auf der anderen Seite war er stolz darauf, dass seine Mutter eine von Ranke, einer sächsischen Adelsfamilie war. Man kann vielleicht etwas zwischen den Zeilen lesen: „Meine Mutter hat meinen Vater geheiratet, es scheint ihm zu helfen, mit seinen fünf mutterlosen Kindern zu helfen.“ AP Graves war ein Witwer, als er Roberts Mutter heiratete und bereits eine große Familie hatte. Robert fühlte einen vernachlässigten Sohn der zweiten Ehe.
 
Robert's Vater war ein Absolvent des Trinity College, Dublin, mit einer brillanten akademischen Karriere. Ein Doktor der Literatur und Fellow der Royal Society of Literature. Er schloss sich dem Zivildienst in der Bildungsaufsicht an. Er hatte einen Ruf als Dichter und veröffentlichte vierzig Bücher, meistens auf irischer und keltischer Folklore und Mythologie. Die ganze Familie Graves war eine der großen literarischen und medizinischen Familien von Dublin.
 
Großvater Charles Graves (1812-1899) war auch ein Absolvent und ein Fellow von Trinity College, Dublin. Er wurde ein anglikanischer Bischof von Limerick, hatte aber seine akademischen Bemühungen als Professor in Trinity verfolgt und wurde 1861 Präsident der Royal Irish Academy sowie ein Fellow der Royal Society im Jahr 1880. Er war sowohl Professor für Mathematik bei TCD, und a Führende Autorität auf Ogham. Er war ein Experte für das alte Gesetzessystems von Irland, das Brehon-Gesetz, und überzeugte die Londoner Regierung, eine Königliche Kommission zu gründen, um die überlebenden Texte zu retten, zu bearbeiten und zu übersetzen, die durch 1865-1901 durchgeführt wurde.
 
Weil Robert von seiner irischen Familie in Abschied von all dem abwesend war, fühlte sich sein Vater bewegt, um eine Widerlegung zu schreiben, in der Form seiner eigenen Autobiographie, die berechtigt war, zu allem zurückzukehren, was die gleichen Verleger, Jonathan Cape, veröffentlicht haben 1930. In seinem Buch sagte AP Graves von der Arbeit seines Sohnes „Good-Bye to All That“, dass er mehr Korrekturen erfordere, als er aufzählen könne.
 
Vielleicht, wenn Robert eine bessere Beziehung zu seinem Vater und seiner väterlichen Familie gehabt hätte, hätte er die groben Fehler der „Weißen Göttin“ vermeiden können, denn er hätte vielleicht mit der akademischen Arbeit seines Großvaters an Ogham vertraut gewesen sein können. Im Jahr 1876 trat Dr. Charles Graves ein Papier an die akademische Zeitschrift Hermathena (veröffentlicht von Trinity College, Dublin) auf „The Ogam Alphabet“. Zum ersten Mal wies er darauf hin, dass die überlebenden Ogham-Inschriften zu Beginn der christlichen Zeit geschrieben worden seien und „die extreme heidnische Theorie nicht mehr beibehalten werden könne“. Er untersuchte die Behauptungen über Ogham im Auraicept und die alliierten Traktate auf Ogham (nicht von O'Flaherty) wie Duil Feda ind Ogaim (Buch der Ogham Briefe) und einen zweiten Text Duil Feda na Forfid (Buch der Extrabuchstaben). Diese Texte erschienen in George Calders Auflage von Auraicept na néces (Edinburgh, 1917), die Robert angeblich gelesen und zitiert hatte.
 
Im „Ogham Craobh“, wie Dr. Graves das „Buch der Ogham-Buchstaben“ beobachtet, wies er darauf hin, dass es behauptet wird, dass das Schriftsystem nach Ogma, dem Gott des Lernens und der Alphabetisierung benannt wurde. In diesem Trakt ist der Name der fünfundzwanzig Ogham-Buchstaben aufgeführt. Aber der Text widerspricht den Ursprüngen der Namen. Dieser Text sagt, dass die Buchstaben nach fünfundzwanzig ausgezeichneten Studenten von Fenius Fearsaidh, dem mythischen König von Scythia, benannt wurden, der in einer Geschichte der Ahne der Gaels war. Die zweiten Texte sagen, die fünfundzwanzig Buchstaben wurden nach Bäumen benannt. Dr. Graves wies darauf hin, dass das Alphabet in diesen Traktaten nach den ersten beiden Buchstaben benannt wurde (wie das griechische Alphabet) Bethluis und argumentiert , dass Bethluisnin eine spätere Behauptung war und er weist darauf hin, dass das Wort nin war künstliche Ergänzung zur Liste.
Wir haben schon bemerkt, dass die Buchstaben des Bethluisnin alle nach Bäumen genannt wurden; und nicht nur so, aber die Namen der jeweiligen Buchstaben sind die Namen der wahren Bäume und Pflanzen. Wir begegnen dieser Aussage in allen Berichten über die Bethluisnin, ob alt oder modern. Es wird jedoch gefunden, dass es falsch ist. Es gilt nur im Hinblick auf den Namen einiger Buchstaben. Von einigen anderen kann man mit Sicherheit zeigen, dass sie nicht die Namen von Bäumen oder Pflanzen sind; Während der Rest können wir nur sagen, dass es möglich ist, dass sie eine solche Bedeutung hatten. …“
Wir werden zu dem kommen, was diese künstlichen „Baumnamen“ in einem Augenblick bedeuten. In der 1829er Ausgabe von „Hermathena“ kehrte Dr. Graves mit einem noch längeren Papier auf den Ogam Beithluisnin zurück und verstärkte seine Argumente. Sein letztes Papier zu diesem Thema war in der 1888er Ausgabe von Hermathena 'On the Ogam Incriptions'.
Robert Graves wusste sicher, dass sein Großvater eine Autorität auf Ogham war. In einer Referenz im Auf Wiedersehen all das, sagt er (p20) 'er war auch ein Antiquariat und entdeckte den Schlüssel zum alten irischen Ogham-Skript.' Natürlich war das nicht wirklich wahr für den Schlüssel zum Skript ist das Buch der Ballymote enthalten. Es musste nicht „entdeckt“ werden.
 
O'Flaherty hatte, entweder durch Fehlübersetzung, Fehlinterpretation oder andere Mittel, seine eigenen Verzerrungen hinzugefügt, um den Text des vierzehnten Jahrhunderts mit seinen sprachlichen Fehlern. Wie er in einer Form von Ogham mit fünf Vokalen ankam und nur dreizehn Konsonanten offen war, zu fragen. Aber es waren diese dreizehn Konstanten, die die zentrale Planke der Theorie von Robert waren. Als er offen in seinem Buch zugab, ohne O'Flahertys Aufführung von Ogham, hätte er überhaupt keinen Fall.
 
Vor kurzem hat Professor Howard Meroney von der Tempel-Universität, geschrieben in Speculum: Ein Journal of Medieval Studied (Vol. XXIV, 1949) ein Papier über „Early Irish Letter-Names“ beigetragen, in dem er die scholastischen Argumente über die Baumnamen für Ogham einen Schritt nimmt des Weiteren. Professor Meroney bemerkt: „Es gibt seit hunderten von Jahren eine seltsam falsche Meinung“, dass die Buchstaben alle nach Bäumen benannt wurden. Diese merkwürdig fehlerhafte Meinung war, so argumentiert er, von der Rev. Patrick S. Dineen, indem er sein modernes irisches Wörterbuch Foclóir Gaedhilge agus Béarla im Jahre 1927 zusammengestellt hat. Zum Glück wurde dies nicht von Niall 0 Dónaill bei der Erstellung des Modem-Standard-Wörterbuchs Foclóir aufgehoben Gaeilge-Béarla im Jahre 1977.
 
Professor Meroney wies darauf hin, dass es Charles Graves war, der angefangen hatte, die Baumnamen-Interpretation anzugreifen und wurde später von Helmut Arntz in „Das Ogam, in Beitrage zur Gescichte der deutschen Sprache und Literatur“ (1935) unterstützt. Professor Meroney überprüft die Beweise von Calders Version von Auraicept na néces, die eigentlich neunzig solcher Alphabete auflistet, die meisten von ihnen einfache Umlagerungen der Standard-Ogham-Form namens certogam - korrekte Ogham (Auraicept 6033). Er analysiert die Baumnamen und zeigt die meisten, um unsinnige Renderings zu sein, wie Charles Graves zuerst behauptet hatte.
 
1991 wurde die neueste Arbeit auf dem Feld, ein „Leitfaden für Ogam“ von Dr. Damian McManus, in der Maynooth Monographies Serie Nr. 4 (212 Seiten) veröffentlicht. Das ist jetzt die Standardarbeit. McManus wiederholt, dass die früheste Form des Ogam-Skripts insgesamt zwanzig Charaktere umfasst (nicht achtzehn als Robert Graves von O'Flaherty). Sie wurden in vier Gruppen von fünf platziert. Eine spätere fünfte Gruppe von fünf wurde in die Manuskript-Tradition aufgenommen, aber nicht Teil des ursprünglichen Kerns und diese forfeda „Extra Charaktere“ wurden entworfen, um griechische und lateinische Zeichen unterzubringen, die nicht bereits von den vorhandenen zwanzig Zeichen untergebracht wurden.
 
Die Charaktere wurden vermutlich im 14. Jahrhundert n.Chr. (Nicht früher) für Unterrichtszwecke benannt, damit Kinder sie erkennen konnten. Ich werde den Herren Charles Graves, Arntz, Thurneysen, Meroney und McManus nicht in ihren ausführlichen Widerlegungen des „Baum-Alphabets“ folgen, aber ich werde mich nur mit einem kurzen Blick auf das Alphabet von O'Flaherty begnügen, das Robert Graves so sehr begeistert hatte Dreizehn Konsonanten und von nun an auf diese Version gespalten, als ob es in Stein geschrieben wäre, ignoriert die einfache Tatsache, dass alle anderen Quellen geben 15 Konsonanten und fünf Vokale.
 
Zuerst wollen wir die 13 Konsonanten untersuchen, welche modernen „Baumtierkreis“ -Astrologen aus der Interpretation von Robert Graves genommen haben. Drei von O'Flahertys Konsonanten finden sich nicht in Old Irish oder in Original Ogham Inschriften. Diese sind F, P und H. F ist von vergleichsweise späten Formationen. Es ist allgemein prothetisch. B wechselt mit M, P und F, später wird F eingeführt, um einige der Bh- und Chw-Sounds zu ersetzen. P ist kein alter irischer Brief und kommt mit Latein in späten Mittleren Formen. H wurde nur als Hilfsbrief eingeführt, um Aspiration auszudrücken, Hiatus zu verhindern und Lenition zu bezeichnen; Ein Punkt wurde verwendet, um irisches Skript zu schreiben, um es zu bezeichnen. Nur in lateinischen Darlehen Worte erscheint H.
 
Von den Namen, die von O'Flaherty den Buchstaben gegeben hat und von Graves ohne Frage übernommen wurden, oder sogar kenntnisreich genug, um sie zu befragen, entsprechen nur sieben korrekt den alten irischen Baumnamen. Wir sollten uns fragen, warum ein irischer Gentleman des 17. Jahrhunderts, der kein sprachlicher Gelehrter war, als unfehlbare Quelle betrachtet werden sollte, nur weil er irisch war ?
 
Dr. McManus widerspricht anderen Gelehrten, wenn er darauf hinweist, dass die grundlegenden zwanzig Charaktere von Ogham nicht alle nach Bäumen benannt wurden. Ich beschränke die Bedeutung von Dr. McManus auf die Buchstaben die Graves verwendet, aber Baumnamen sind.
 
L = Luis (behauptet als Eberesche) kommt entweder aus luise (Flamme, Flamme) oder lus (Pflanze, Kraut). Es ist nicht in einem Kontext platziert, der eine Ableitung zuverlässig macht. N = Nion oder Nin (beansprucht als Esche) ist eine Gabel oder ein Loft. H = Uath (behauptet als Weißdorn) bedeutet Schrecken oder Angst. T = Tinne (beansprucht als Före und manchmal Holly) bedeutet eine Bar, Stange aus Metall, Barren etc. M = Muin (beansprucht als Reben) bedeutet Hals. G = Gort (beansprucht als Efeu) bedeutet ein Feld. R = Ruis (behauptet als Ältester) ist auch dem Wort für Rot. Wie für den Konsonanten: M = Muin, war die Rebe sowieso nicht in Irland vorhanden und als sie eingeführt wurde galt sie für die Alten Iren als finchí, ein Lehnwort aus dem lateinischen Vin. Das Wort Muin meinte, wie gesagt, Hals, was noch im modernen irischen Muineál gefunden wird.
 
Der Buchstabe „P“ erscheint nicht in der irischen bis zur frühen mittleren irischen Zeit, die aus dem Lateinischen angenommen wird und von O'Flaherty als P Pethboc gegeben wird, als Zwergältester beansprucht. Natürlich tritt pethboc weder in Alt noch Anfang Mitte Irisch auf. Peith-bhóg tritt in der frühen modernen Iren auf, entweder als eine Korruption eines lateinischen Darlehens Wort oder, wie Professor O'Rahilly behauptet, die 'p' könnte eine frühe moderne Erweichung von 'b' vielleicht aus beithe (Birke). Mindestens Robert Graves erkannte die Tatsache, dass ein „P“ in der frühen Q-Keltischen Goidelischen Form nicht möglich sein könnte. Die berühmte Identifizierung der beiden Formen von Celtic ist P in Brythonic und Q in Goidelic. Zumindest war Graves auf seine Ps und Qs achten ! Aber wie konnte er P = Pethoc in seine These unterbringen ? Dass er kein ursprünglicher irischer Buchstabe war, sagt er (S. 184), dass er glaubt, dass er für die irische NG steht und willkürlich die Form nGetal ersetzt, die als Name des Zwergältesten beansprucht wird.
 
Neugieriger und neugieriger ! Dies ist eine negative, datative und vokative Form. Laut Professor Meroney: Die Rechtschreibung nGetal zeigt auf ein ursprüngliches Getal, aber kein solches Wort überlebt sonst in Irisch. Dr. McManus aber denkt, dass getal ein verbales Nomen von Gonidenwunden oder Tötungen war. Ich bin der Meinung, dass diese Rechtschreibung nur auf ein ursprüngliches Cetal verweist. Schon in der alten irischen ein ekliptischen c- erscheint als g-, vergleiche nach gein [- nach n-cein]. Und hier bin ich mit meinem gelehrten Kollegen Dr. McManus nicht einverstanden, weil er ein Wort in Old Irish gedal übersieht (wenn das Dental d gemacht wird), dann haben wir ein Wort für die Besenpflanze. In gedal aber muss Robert sein „Schilf“ verlieren und mit Besen aufwickeln. Die alten Iren nutzten ein Schilf in der Küche. Es ist von diesem Wort für Schilf, dass wir das Wort für eine Pfeife und cuisleoir einen Piper bekommen, weil das Schilf ist die grundlegende Komponente der Röhre. Ich denke, auch diejenigen, die nicht sprachlich bewandert sind, fragen sich, warum Robert Graves diesen sprachlichen Zaubertakt behaupten könnte, indem er das falsche P = Pethoc = änderte Zwergältester, zum gleichermaßen störenden Ng = nGetal = was er als „Schilf“ beansprucht ? Deine Vermutung ist wohl so gut wie meine.
Wir können weitergehen und auf das G zeigen, dessen Baumnamen von O'Flaherty gegeben wurde, soll gort = Efeu sein. Aber das alte irische Wort für Efeu ist eidnen und das Wort gort bedeutet eigentlich ein Feld, wie oben angegeben.
 
Es gibt auch Ungenauigkeiten mit den 5 Vokalen. O'Flaherty und Graves kommen mit: A = AiIm (behauptet als Kiefer oder Silbertanne). Es ist nicht in irgendeiner Form bezeugt. Das Wort für eine Kiefer ist eigentlich G = Giúis. 0 = Onn (behauptet als Furze) ist eigentlich der Eschenbaum, während Furze A = Aiteann ist. U = Ur (behauptet als Heidekraut oder sogar Schwarzdorn) bedeutet Erde, Lehm oder Boden und manchmal als grüner Zweig. Die alte Iren für Schwarzdorn ist D = Draogean (zufällig ein beliebter Mädchenname zu dieser Zeit). Während die U = fráech ist unser Wort für Heidekraut . E = Eadha (behauptete weiße Pappel) und I = Idho ( behauptet als Eibe) sind nicht bestrahlt, obwohl E = Edad uns Aspen geben würde, aber das Wort für Eibe ist L = Lúr.
 
Also, wir sehen, dass 'Baum Alphabet' ist hoffnungslos verwirrt und im Widerspruch zu sich selbst.
 
Unter den keltischen Gelehrten ist der Beweis seit der Zeit der Pionierarbeit von Charles Graves klar, dass das „Baumalphabet“ ein Quatsch ist. Hier ist eine jener Situationen, in denen ein Mangel an Wissen über die Sprache, die Robert Graves behandelt hatte, war tödlich für sein Argument. Hätte er irgendwelche Irländer gekannt, oder zwar über die Arbeit seines Großvaters auf dem Feld, die jeder Gelehrte hätte auf ihn hinweisen können, hatte er sich die Mühe gegeben zu fragen, hätte er die Verwirrung erkannt. Er blitzte blithely auf.
 
Er war nicht bewusst oder schlimmer, die Tatsache, dass es klare und reichlich schriftliche Beweise dafür gibt, wie die Iren aus dem 7. Jahrhundert den Kosmos wirklich betrachteten, ihre astronomischen Beobachtungen machten und astrologische Interpretationen unternahmen. Ich habe in Réalta darauf hingewiesen. Als der überlebende keltische Kalender aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. datierte. Bei Coligny in Frankreich im Jahre 1897 gefunden, stimmte nicht mit seinen Theorien überein, Robert lächerlich entließ ihn als eine römische Erfindung, behauptet (p166 / 167): „Das Coligny-System vermutlich in Großbritannien von den Römern die Claudian-Eroberung gebracht ... Die Coligny Das System hatte nichts mit römischen kalendarischen Methoden zu tun und seit seiner ersten Untersuchung im Jahre 1897 haben die Gelehrten ihre europäischen Ursprünge und faszinierende Verbindungen mit den vedischen kalendarischen Methoden Indiens gezeigt.
 
Von allen Aussagen und Aussagen von Robert, was ich am meisten besorgniserregend finde, sind Missverständnisse in seiner Arbeit. Wahrscheinlich hat er diese Zitate nur von seinen fragwürdigen Übersetzern genommen, aber - vielleicht wird die Egozentrik von ihm besser - denn er impliziert, dass die Originale oder die scholastischen Übersetzungen untersucht werden. Zum Beispiel, S.195, zitiert er Sanas Chormaic, Cormac's Glossar, das 10. Jahrhundert irischen / lateinischen Wörterbuch von Cormac MacCuileannain (AD 836-908). Die beiden wesentlichen Aufführungen des Textes sind die 1868 Kalkutta-Ausgabe, übersetzt und kommentiert von John O'Donovan und von Whitley Stokes (von Mss Codex A in TCD) bearbeitet und die 1913 bearbeitete Version davon aus dem c. 14. Jahrhundert Leabhar Buidhe Lecain (Gelbes Buch Lecan) von Professor Kuno Meyer. Ich habe beide auf meinem Bücherregal. Ich überprüfte Robert Graves vier Zeilen der Erklärung für Dichetal do Chennaib, verwendet, um einen seiner Ansprüche zu unterstützen. Ich habe dieses Zitat in beiden Ausgaben von Sanas Chormaic nicht gefunden. Das Zitat gab es überhaupt nicht in Cormac. Das lässt darüber nachdenken, welche anderen falschen Angaben gemacht wurden.
 
Als die 1961er Ausgabe von „The White Goddess“ herauskam (ich habe diese Ausgabe für meine Seitenreferenzen verwendet), schien Robert Graves ziemlich gespannt zu sein: „Doch seit der ersten Auflage erschien 1946 kein Experte im alten Irish oder Welsh hat mir die geringste Hilfe angeboten In der Verfeinerung meiner Argumente, oder wies darauf hin, dass irgendwelche der Fehler, die sich in den Text eingeschlichen haben müssen, oder sogar meine Briefe anerkannt haben.“ Nun, nachdem Professor MacAlisters Erfahrung versucht hat, Robert davon abzuhalten, einen scholastischen Arsch von sich selbst zu machen, warum sollte jeder keltische Gelehrte ihre Zeit weiter verschwenden ? Indem er den guten Rat von Professor MacAlister ignorierte, hatte Robert traurig gezeigt, dass er nicht an der Wahrheit interessiert war, nur um sich für sein mythologisches Gebräu zu unterstützen.
 
Es würde ein kleines Volumen nehmen, um alle Fehler in Bezug auf die keltische Stipendien aufzählen, die Robert Graves gemacht hat. Dennoch behält die „Weiße Göttin“ noch immer einen außerordentlichen Einfluss auf viele Menschen. Noch unglaublicher ist der Aufstieg derer, die behaupten, eine „keltische Astrologie“ auf der Grundlage seiner falschen Annahmen zu praktizieren. Es gibt zu viele moderne Mythen über die Kelten ohne diese Perversion ihrer astrologischen Ideen und Systeme. Kritische Negativität ist niemals der beste Weg für die Stipendien zu gehen, aber ich denke, es ist notwendig, zumindest zu diesem Zeitpunkt, für die moderne astrologische Welt gegen die Befürworter des „Baumtierkreis“ Mythos gewarnt werden.
 
Die Realitäten sind viel spannender. Native keltische Kosmologie und astrologische Formen wurden mit vedischen Formen durch den gemeinsamen indoeuropäischen Ursprung der beiden Zivilisationen verwandt. Aber am Anfang der christlichen Epoche hat sich die keltische Welt schnell in die Praxis der griechisch-römischen Formen der Astrologie verwandelt. Der literarische Beweis ist unumstritten. Im 12. Jahrhundert, Arabisch lernen Und die Astrologie zog in die keltischen Länder, wie es bei den meisten anderen europäischen Kulturen der Fall war, und die Kelten setzten sich im Rahmen der Mainstream-Westeuropäischen astrologischen Praxis fort.
 
Wäre Robert Graves wirklich an den Realitäten der keltischen Kosmologie interessiert gewesen und den keltischen Gelehrten, wie MacAlister, geholfen, bevor er anfing, seine Theorien zu pontificieren, dann hätte er einen unglaublichen Reichtum an verfügbarem Material gesehen, das über 1500 Jahre vor seinem „Baum Alphabet“ Referenz entstand. Es gibt eine Ironie, dass Robert Graves diese Vertrauenswürdigkeit auf walisische Romantiker stellte, die übersahen, dass der früheste überlebende Text in Old Welsh, der aus dem 10. Jahrhundert stammt, ein astronomischer Text ist, in dem der Tierkreis diskutiert wird - und sogar der Walisisch des 10. Jahrhunderts nicht über Bäume spricht !
 
Unser frühester überlebender irischer Zodiacal Chart datiert bis zum 8. Jahrhundert n. Chr. Unsere frühesten überlebenden Texte über Astrologie und Astronomie in Irisch und Hiberno-Latin stammen aus dem 7. Jahrhundert. Gallische Kelten, die in Latein als lingua franca schrieben, schrieben über die Astrologie schon früher. Repositories, wie das Trinity College, Dublin, sind mit astrologischen Charts, Texten und Materialien ausgestattet, und das ist nur die Spitze eines großen sprachlichen Eisbergs für viele solcher Texte überlebten auch in Repositories in Europa, wo die Iren aus dem 7. Jahrhundert Klosterstandorte etablierten Und Kirchen und führten ihre großen literarischen Bemühungen mit ihnen.
 
Warum gibt es eine Notwendigkeit, ein astrologisches System für die alten Kelten zu erfinden, wenn es so viel Beweis für eine echte gibt ? Die Antwort, die ich fürchte, liegt in der Stigmatisierung der keltischen Sprachen durch ihre Eroberer; denn der Schlüssel zum Öffnen der Tür zu diesem Wissen liegt durch die keltischen Sprachen, vor allem die Irisch, die das größte Material des Feldes auf dem Feld beherbergt. Die meisten Menschen, auch diejenigen, die sich jetzt als „Experten“ einsetzen, sind nicht bereit, die Zeit zu verbringen, die keltischen Sprachen mit ihren alten und mittleren Formen zu lernen. Die Menschen wollen immer einen schmerzlosen Weg, um esoterische Früchte zu sammeln und die weiße Göttin (Vielleicht unbeabsichtigt) ihnen ein solches Mittel gegeben; Eine schnelle Lösung, wenn auch mit einer Frucht, die nicht nur fehlerhaft war, sondern eine komplette Fertigung.
 
Eine Gruppe von keltischen Gelehrten hat nun in den kosmologischen und astrologischen Gebieten gearbeitet, um die umfangreichen literarischen Beweise zu akkumulieren und zu beurteilen, von denen ich im letzten Jahr einige Hinweise gegeben habe. Dies wird bald veröffentlicht werden. Es ist jetzt Zeit, das tote Holz von Graves „Baumzodiac“ ins Feuer zu legen, wo es hingehört.
 
Ein Hinweis auf Ogham Script Ogham-Inschriften finden sich nicht außerhalb der britischen Inseln und sind überwiegend auf geschnitzten Zeremoniensteinen im Westen Wales und im Südwesten Irlands zu finden. Es gibt gewisse Ähnlichkeiten zwischen Ogham und Runic Alphabets, beide mit Buchstaben mit geraden Strichen, die aus einer Stammlinie verzweigen. Und beide werden in Gruppen oder Klassen von Buchstaven aufgeteilt.
 
Das Ogham-Alphabet wird als „Beth-Luis-Nion“ bezeichnet, aus dem Namen der ersten, zweiten und letzten Buchstaben der ersten Gruppe. Es besteht im Grunde aus zwanzig Buchstaben, die in vier Gruppen von jeweils fünf aufgeteilt sind (die 5 Forfeda Buchstaben waren eine spätere Ergänzung).
 
 
 
Biographische Anmerkung: Peter Berresford Ellis BA (Hons) MA. NN FRES ist, nach dem Times Higher Education Supplement 'der vorrangige keltische Gelehrte und Autor'. Er ist der Autor von dreißig Büchern über verschiedene Aspekte der keltischen Kultur und Geschichte. Der Empfänger von vielen Ehren für seine Arbeit, hat er auf beiden Seiten des Atlantiks Vorträge gehalten und ist und hat prominente Positionen in vielen keltischen Bildungseinrichtungen erhalten.
 
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Wie wenig wir es hierbei mit den echten heidnisch-druidischen Buchstaben-Baumnamen zu tun haben, ersieht man allein aus dem Umstand, dass die den Druiden so wichtige Mistel, in den Verzeichnissen nicht vorkommt. Nach dem Buch von Ballymote dürfen, neben den Biblischen-Buchstabenamen, folgende Baumnamen - mit Vorbehalt - als gesichert gelten:
 
 
B
Beithe
Birke
L
Luis
Eberesche
F
Fearn
Erle
S
Sail
Weide
N
Nion
Esche
H
Huath
Weißdorn
D
Duir
Eiche
T
Tinne
Stechpalme
C
Coll
Haselstrauch
Q
Queirt
Apfelbaum
M
Muin
Weinstock
G
Gort
Efeu
nG
nGetal
Ginster
St
Straiph
Schwarzdorn
R
Ruis
Holunder
A
Ailm
Föhre
O
Onn
Stechginster
U
Ur
Heidekraut
E
Edhadh
Espe
I
Iddhadh (Ido)
Eibe
 
 
Ergebnis meiner Recherche:
 
Ich habe keine einzige wissenschaftliche Seite gefunden die Kalender und Farben im Zusammenhang mit Ogham und dem „Book of Ballymote“ auch nur erwähnt. Ich war auch direkt auf der Seite der „Royal Irish Academy“ und da steht nichts dergleichen. Bisher konnte ich von keltischen „Baumkalendern“ und den weiteren Ausdeutungen von Ogham-Namen nur auf neuheidnischen und teilweise sehr inakkurat recherchierten Seiten finden. Der Begründer der Baumkalender-Fantasie ist der Autor Robert Ranke-Graves in seinem Buch „Die weiße Göttin“, 1948. Der keltische Baumkalender ist also ein grundlagenloses Produkt der europäischen Nachkriegsfantasie, eines trotzdem großen und lesenswerten englischen Autors.
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