Sorgenfalten

Karl Weinländers Unsinn ! - Wie kam es dazu ?

Hermann Wieland ist ein Pseudonym von Karl Weinländer,
welcher fälschlich als „Münchner Blutordensträger“ bezeichnet wird.
Er wurde im NS-Staat ebeno abgelehnt wie andere Germano-Schwülstlinge.
 
Karl Weinländers Unsinn !  Wie kam es dazu ? 
„200.000 Jahre germanischer Weltkultur“
 
Am tiefsten und schmerzhaftesten schämen wir uns, wenn einer Person die wir lieben könnten und mit der wir uns gern identifizieren würden, eine Peinlichkeit passiert oder sie eine grobe Dummheit begeht, so dass sie ihr Ansehen und ihre Würde verspielt. Wir empfinden die Verletzung hautnah, als hätten wir selbst versagt. So ergeht es mir, wenn ich die peinlichen Ergüsse vermeintlich gutwilliger Patrioten lese, die ohne Scham und Scheu die haltlosesten Fantastereien von sich geben, wie die des Karl Weinländer mit seinem Buch von 1922: „Atlantis, Edda und Bibel - 200.000 Jahre Germanischer Weltkultur und das Geheimnis der Heiligen Schrift“. Der deutsche Büchermarkt war besonders seit Beginn des 20. Jhs. und dann nach Weltkrieg I. gespickt voll von deutschnationalen bzw. ariosophischen Albernheiten und unsachlichen, verallgemeinernden antijudäischen Kampfschriften.
 
Hinfinden zur Freiheit des Selbstbewusstseins
 
Eigentlich begann die zu begrüßende deutsche Wiederselbstfindung mit den Befreiungskriegen gegen den französischen Tyrannen Napoleon Bonaparte (1769-1821) und im Ansatz vorher schon mit den deutschen Philosophen des Idealismus, des Immanuel Kant (1724-1804), mit seiner Moralphilosophie, Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), mit seiner Philosophie des Patriotismus, Johann Gottfried Herder (1744-1803), mit seiner Volkspoesie, Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831), mit seiner Weltseelenlehre, Wilhelm von Humboldt (1767-1835), als Vorreiter deutscher Kulturgeschichte, Friedrich Schleiermacher (1768-1834), als Vorbild religiöser Verinnerlichung, Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775-1854), mit seiner Naturphilosophie, Johann Wolfgang Goethe (1749-1832), der omnipotente Weltmensch und Friedrich Schiller (1759-1805), der Feuerkopf, Friedrich Hölderlin (1770-1843), der uns die Griechengötter nahe brachte und Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), der die Sicht auf eine Moral der Starken, jenseits jener des Christianismus aufzeigte, die Gebrüder Jakob Grimm (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1859), die Gründungsväter der Germanistik: „Deutsche Mythologie“, 1835, „Deutsches Wörterbuch“, 1854. Die Welt des Denkfähigen schien ausgelotet und die über viele Jahrhunderte katholisch überkleisterte Volksseele war hinter schweren Nebelschleiern sichtbar geworden, hatte also eine bescheidene Auferstehung erlebt. Die Kruste war gesprungen, die Ketten gesprengt, die Suche nach Selbstfindung schritt voran, doch neben vielen wunderbaren Blüten die im Verborgenen geblüht hatten, um jetzt wieder ans Licht der Erkenntnis gehoben zu werden, gediehen daneben nun auch fantastische Sumpfblumen patriotischer Fantasien. Da den hochtragenden Ansprüchen die realen Funde fehlten und die Leere zu schmerzhaft erschien, wurde kräftig kombiniert, dazugereimt und da und dort hemmungslosestem Schwärmertum der Weg freigegeben. Mit dem Voranschreiten der Aufklärung, sowie der davon beeinflussten Lockerung kirchlicher Knebelungen, begannen die Völker Europas sich ihrer Eigenarten und Eigenständigkeiten zu erinnern; es zogen die Volkstumskämpfe herauf. Die deutsche Jugend sehnte sich nach nationaler Einheit und Freiheit und brachte ihre Forderungen auf dem „Hambacher Fest“ (1832) zum Ausdruck. Giuseppe Garibaldi (1807-1882) begann seinen Kampf für die Einigung Italiens. Während die Völker Europas die nationalen Ideale von Eigenart und Rasse beschworen, gab es eine internationalistische Gegenbewegung die stark vom weltweit zerstreuten und deshalb international empfindenden Judentum unterstützt wurde. Neben vielen ihrer Rassegenossen wurden die Juden Moses Hess (1812-1875) und Karl Marx (1818-1883) Vorkämpfer für einen die Volkstumsgrenzen überspanenden sozialistisch-kommunistischen Internationalismus. Die Produkte der marxistischen Theorie, besser gesagt, der theoretischen Ungereimtheiten, erschienen 1848 als „Kommunistisches Manifest“ und zwischen 1867-1894 unter dem Titel „Das Kapital - Kritik der Politischen Ökonomie“, durch Mitarbeit seines vermögenden Sponsors, des Historikers und Sozialromantikers Friedrich Engels (1820-1895). Marx sprach vom „Menschenkehricht“ und in seiner Funktion als angeblicher Freund der Arbeiterklasse schrieb er: „Komplettere Esel als diese Arbeiter gibt es wohl nicht“. Karl Marx scheint die „Proletarier aller Länder“ in der Weise geliebt zu haben, wie etwa ein Sprengmeister seinen Dynamitstab „liebt“, nämlich nur insoweit, wie er ihm dienlich ist, sein Sprengwerk zu vollenden. Während Marx erklärtermaßen die Gesamtmenschheit verachtete und mit schlimmen Schimpfworten belegte, auch seine eigene - angeblich tendenziell auf Mammon-Erwerb ausgerichtete jüdische Rasse - war Engels ein Hypermoralist, der im Sinne G.W.F. Hegels an einen positiven menschengeschichtlichen Entwicklungsprozess glaubte, den er befördern wollte. Doch schließlich träumten auch nicht wenige Juden immer lauter von nationaler Selbstständigkeit, was Theodor Herzl (1860-1904), mit seiner Schöpfung des politischen Zionismus, zum Ausdruck brachte: „Der Judenstaat - Versuch einer modernen Lösung der Judenfrage“, 1896. Der geistige Schlagabtausch - nicht zimperlich in Wortwahl und Unterstellungen - wogte hin und her. In diesem, um sich greifenden Fiber des Nationalismus musste es den deutschen Vaterländischen schmerzhaft bewusst werden, wie abhängig, scheinbar hilflos und förmlich umringt, sie sich von jüdischen Potenzen empfinden mochten. Für die engagiert Nationalgesinnten musste eine nicht zu leugnende allgemeine jüdische Dominanz bedrückend zu spüren gewesen sein, denn zu den herkömmlichen judäo-biblisch-christlichen Religionszwängen der Großkirchen und der allgegenwärtig spürbaren jüdisch-internationalen Finanz- und Bankenmacht, jüdischem Unternehmertum und Nachrichtenwesen, jüdischem Intellektualismus und jüdischer Chruzpe, kam nun die jüdisch-sozialistische Internationale hinzu, sowie eine jüdisch-nationalpolitische Stoßrichtung. Das Judentum schien auf so gut wie allen Feldern mit Bravur mitzuspielen, in Religion, Kapitalismus und Sozialismus. Aus dem Betrachtungswinkel fundamentalistisch geprägter Deutschtümler konnte die empfundene Omnipotenz eines der Zahl nach unbedeutenden Gastvolkes in „Germanien“ nur schwerlich gefallen. Dass viele gut integrierte Juden-Sippen das anders sahen, die angaben, seit Völkerwanderungszeiten in Städten wie Mainz, Worms und Trier ansässig gewesen zu sein, versteht sich von selbst.
 
Unter christenkirchlicher Verkrustung lebt das Ich
 
Aus dieserart germanistischen Vorstellungen heraus hatten die Gebrüder Grimm alle ihre ergebnisreichen Forschungen unternommen, bezüglich deutscher Sprache, deutscher Mythologie, deutscher Märchen -, hatte Richard Wagner (1813-1883) sein Musikdrama „Der Ring des Nibelungen“ verfasst (1848 bis 1874) und ebenso sein edler, hochherziger Förderer, der Bayrische König Ludwig II. (1845-1886), seine Märchenschlösser errichten lassen. Schon sein Vater, der Bayrische König Ludwig I. (1786-1868) ließ die Gedenkstätte „Walhalla“ in Donaustauf/Regensburg, 1842 errichten, vor der auf einem Stein die Worte zu lesen sind: „Möchte Walhalla förderlich sein der Erstarkung und der Vermehrung deutschen Sinnes ! Möchten alle Deutschen, welchen Stammes sie auch seien, immer fühlen, dass sie ein gemeinsames Vaterland haben, ein Vaterland auf das sie stolz sein können, und jeder trage bei, soviel er vermag, zu dessen Verherrlichung.“ Der jüdische Spötter Heinrich Heine (1797-1856) veralberte diese als „Walhall-Wisch“. Die genannten großen Deutschen wollten ihrem Volk ein Stück Eigenes schenken. Ein gleiches Bemühen war auf jüdischer Seite nicht weniger ausgeprägt. Auf der Suche nach der eigenen Art und Kultur entfernten sich Deutsche und Juden zwangsläufig zunehmend voneinander und gerieten in Gestalt ihrer Vorkämpfer oftmals hart aneinander. Um jener in der Christenreligion bzw. der judäo-christlichen Spiritualität allgegenwärtigen jüdischen Übermacht entgegentreten zu können und ihr möglichst Abbruch zu tun, stand im Fokus der Betrachtungen die christenkirchliche Zentralfigur, der „tecton“, also der galiläische Zimmermann Jeshua, griech. Jesus. Er wird bekanntlich als „Menschheitserlöser“ postuliert. Auf seiner Person baute der Jude Saul-Paulus aus Tarsus (ca.10-ca.60 n.0) sein gesamtes religiöses Lehrkonzept auf, obgleich er den Zimmerman nie persönlich erlebt hatte. Ja, ärger noch, in der „Apostelgeschichte“ des „NT“ heißt es, dass er mit den echten „Jüngern des Herren“, namentlich dem Bruder Jakobus und dem Gemeindevorsteher Petrus, heftig stritt, wie die Lehre des Jeshua grundsätzlich zu verstehen sei. Der Mann hatte Chuzpe, Bildung, Überredungstalent und die römische Staatsbürgerschaft, was sich als „Reisender in Sachen Religion“ den Behörden gegenüber als vorteilhaft erwies. Dieser Jesus wird zwar in den „Evangelien“ recht realistisch-menschlich dargestellt. Er lebte mit einer ständigen Begleiterin zusammen, der er offen auf den Mund küsste, mit der er Tisch und Bett teilte, mit der er in einer Art Eheverhältnis lebte, ohne das er - nach althebräischen Gegebenheiten - nicht hätte „Rabbi“ (Lehrer) genannt werden dürfen. Seine angeblichen Suggestivheilungen und „ägyptischen Zauberkunststückchen“ wurden ebenso von anderen Mitbewerbern erzählt - doch die Kirchenpropaganda hat aus ihm einen „Gottessohn“ gemacht und wer ihn so nicht annehmen wollte, anerkennt jedoch in der Regel, dass er zumindest „ein guter Mensch gewesen sein muss“. Ein jüdischer Erlöser-Gott für alle Erdenmenschen, da mussten sich den erwachten Erzdeutschen die Gedärme im Leibe herumdrehen. Im Kap. 75 des „Zarathustra“ lässt Friedrich Nietzche seinen Übermenschen sagen: „Einstmals - ich glaub', im Jahr des Heiles Eins - Sprach die Sibylle, trunken sonder Weins: ,Weh, nun geht's schief ! Verfall! Verfall ! Nie sank die Welt so tief ! Rom sank zur Hure und zur Huren-Bude, Rom's Caesar sank zum Vieh, Gott selbst - ward Jude !“ Und er setze in Klammern darüber: „(Hier aber geschah es, dass auch der Esel zu Worte kam: er sagte aber deutlich und mit bösem Willen I-A.)“. Aus dieser Seelennot kam, ohne dass er Nietzsches Worte gekannt hätte, der englische Schwiegersohn Richard Wagners, Houston Stewart Chamberlain (1855-1927), auf die nur scheinbar rettende Idee, den regulären Orientalen Jesus in einen Germanen umzumodeln. Ob der galiläische Zimmermann wahrhaftig ein echter Jude, nach den damaligen strengen Kriterien der Judäer, gewesen ist, sei dahingestellt. Die Zeitgenossen hielten ihn für einen in Schande unehelich geborenen Sohn der samaritanischen Magd Mirjam und einem römischen Legionär, einem Vergewaltiger namens Panthera, so lautet die rabbinische Erzähltradition. Die Mitläufer des Jeshua („Jünger“ nannte sie Luther) waren der Auffassung, nur echte Juden, also Beschnittene, hätten das Recht der Gemeinde beizutreten; der Quereinsteiger Saul-Paul wollte es aber besser wissen und begann mit der sog. „Heidenmission“, die sich an Nichtjuden bzw. Griechen und Römer wandte. Wie wenig authentisch also das Gesamtkonstrukt der paulinischen Lehre zu bewerten ist, offenbart allein schon dieser wichtige Punkt. Ein ganz feiner Geist und begnadete Schriftsteller hatte Camberlains Obsession gut verstanden. Es war Pastor Gustav Frenssen (1863-1945), ein evangelischer Theologe, der 1936 mit z.B. „Der Glaube der Nordmark“, zu Herzen gehende Literaturen schuf, die zur religiösen Selbstfindung beitragen sollten, indem er den Chamberlain‘schen arischen Christus verklärte und auf seine Art ein nordisches Neuheidentum propagierte. Ihm gelang das Kunststück der Gratwanderung, einen „deutschen Christus“ seiner Gemeinde zu predigen. Als unbeirrbarer „deutscher Christ“ und wegen seiner Parteinahme gegen „Juden und jüdische Künstler“ gehört er zu den Nachkriegsverfemten der Republik. Der reaktionäre Impuls, sich vor „Gott und Gottessohn“ zu stellen, wurde mitveranlasst durch den Angriff der Gottesleugner und aggressiv antretenden Antireligiösen aus den diversen linken Lagern. Ob in Marx’ Jugenddrama „Oulanem“, mit seiner Vision der weltweiten Zerstörung und seinen grauenhaft-hasstriefenden frühen Gedichten, seinen übersteigerten Fantasien vom „Vernichten“, sowie in seiner persönlichen Megalomanie, trat sein psychotischer Kampf gegen Gott schlechthin zutage, mithin sein abgründiger Kampf gegen den Gott seines eigenen rabbinischen Großvaters. Marx, der große Hasser, hat mit seinem Angriff auf alle traditionellen Werte der damaligen Zeit und seiner konkreten Vorgabe einer „Proletarischen Weltrevolution“, die Aufstandsbewegung der „Schlechtweggekommenen“ und damit, aus einem unübersehbaren nihilistischem Impetus, das geistige und moralische Chaos bis zum hybriden Selbstverständnis all solcher Gestalten wie Leo Trotzki (1879-1940), mit deren Gulag-Bolschewismus, indirekt ebenso ausgelöst, wie die Angstreaktion der Chamberlain-Philosophie, bis hin zur NS-Ideologie und hochanteilig auch der Inszenierung des Zweiten Weltkriegs. Schon während seiner Studentenjahre hatte sich Marx‘ abartiger Geist herausgebildet. Er schrieb in einem Gedicht: „Ich möchte mich an dem Einen rächen, der dort oben herrscht.“ Er war also überzeugt, dass es einen im Himmel gibt, der herrscht. Er lag im Streit mit ihm. Aber der Eine dort oben hatte ihm nichts getan. Marx gehörte einer wohlhabenden Familie an. Er hatte in seiner Kindheit nie gehungert. Er hatte es besser als viele Kommilitonen. Was erzeugte diesen entsetzlichen Hass gegen Gott ? Die Worte, „ich möchte mir einen Thron errichten“, und das Bekenntnis, dass von dem, der auf diesem Thron sitzt, nur Furcht und Leid kommt, erinnert an die überhebliche Prahlerei Luzifers (Jesaja 14, 13): „Ich will in den Himmel steigen und mei­nen Stuhl über die Sterne Gottes erhöhen.“ (Karl Marx, „Collected Works“, Bd.I., „International Publishers“, 1974) Wer die irren Ausdünstungen des Marx'schen Geistes liest, wie die folgenden im Ausschnitt, der darf wohl die Schreckenstaten der von solchem Geist geleiteten „Roten Armee” im russischen Bürgerkrieg, bis zur Okupation des Baltikums und Ostpolens (Katyn) als so etwas wie folgerichtig empfinden: „Einen Thron will ich mir auferbauen, kalt und riesig soll sein Gipfel sein, sein Bollwerk sei ihm übermenschlich Grauen, und sein Marschall sei die düst’re Pein !“; „Wer mit gesundem Auge darauf sieht, soll tödlich blaß und stumm sich wenden, von blinder, kalter Sterblichkeit ergriffen, soll das Glück sein Grab bereiten.“ Die Argumentation des Juden Richard Wurmbrand (1919-2001), vorgetragen in seinem Buch „Marx und Satan - War Karl Marx ein Satanist ?“, von 1978, zeigt einmal mehr auf, wie korrekt analytisch und vielschichtig natürlich auch jüdisches Denken sein kann.
 
Alle aufgezählten diesbezüglichen Wirk-, Einfluss- und Beeinflussungsfelder verstehen sich einerseits als abstrakte ideologische Gebilde, werden anderseits durch einzelne Personen repräsentiert, gelenkt, gemanagt und diese könnten - zumindest theoretisch - auch mittels privater Kontakte vernetzt sein, um sich bei Bedarf abzusprechen und gegenseitig die Bälle zuzuspielen, was allein deshalb zu erwägen wäre, weil sie möglicherweise als Juden sich 1. als Rassegemeinschaft der „Kinder Abrahams“ verstehen und möglicherweise 2. als Mitglieder der Religionsgemeinschaft des „Mosaismus“. Die Betonung liegt dabei auf „könnten“ ! Und die „Jüdischen Weltkongresse“ erweisen, zumindest seit 1918 mit dem „American Jewish Congress“ und 1936 dem „World Jewish Congress“, dass es sich um mehr als nur theoretische Erörterungen handeln könnte. Solche sich zwar an den Realitäten festmachenden judenkritischen Kombinationen lieferten den fantastischen Stoff für die Schrift „Die Protokolle der Weisen von Zion“, die als Fälschung, als „Fiktion ohne Bezug zur Wirklichkeit“ und offiziell als Produkt des zaristischen Geheimdienstes beschrieben wird, welche in russischer Version bereits 1903 erschienen sei. Besonders nach verlorenen Kriegen pflegen die Nationen ein offenes Ohr für geheime Deutungen von politischen Vorgängen zu haben. So gab Emil Theodor Fritsch (1852-1933) „Die zionistischen Protokolle“ im Jahre 1932 heraus, aber der erfolgreiche US-amerikanische Autobauer Henry Ford (1863-1947) sein mehrbändiges Werk „The International Jew. The World’s Foremost Problem“ bereits 1920/1921, was höchst erstaunlich ist und unbestreitbar einen gewaltigen Eindruck auf die junge deutsche NS-Bewegung ausübte. Alles das gehörte zu den gedanklichen und niedergeschriebenen Strömungen der Zeit und muss in Betracht gezogen werden, wenn es darum gehen soll, die Ursache von neu hinzukommenden Thesen zu ergründen. Wie sehnsüchtig und empfänglich manche bewusst-deutschen Kreise waren, zeigt der Bestseller („Kleist-Preis“) von 1912 des Hermann Burte (1879-1960) „Wiltfeber der ewige Deutsche. Die Geschichte eines Heimatsuchers“, in dem die Verzweiflung über den ins Deutsche hineingepresste, unverstandene, unverständliche judäo-christliche „Opferlamm“- und Kreuzes-Glauben Ausdruck fand, welcher angeblich die Menschheit erlösen könne, wenn sie nur, in „Nachfolge Christi“, ihre persönliche Kreuzigung auf sich nehmen würde. Auch die Idee des Hakenkreuzes als arisches Heilszeichen fand in Burtes Roman eine nachdenklich machende frühe Erwähnung. Die gesamte hellwache Vorkriegsjugend hat es gelesen. Es war das „Kultbuch der völkischen Jugendbewegung“, das in Millionenauflage geradezu verschlungen wurde. Freilich machten sich jüdische Kreise regelmäßig lustig über derlei deutsche Sehnsüchte und so spottete auch der jüdische Zyniker Kurt Tucholsky (1890-1935) 1929 in „Das Lächeln der Mona Lisa“ über Burte: „Wenn Baby die Tintenflasche ausgetrunken hat, geben Sie ihm einen Bogen von Hermann Burtes Löschpapier zu essen. Dieses Mittel wird von den Kleinchen erfahrungsgemäß gern genommen, und auch durchnässte Erwachsene profitieren häufig davon. Gepflegte Kinder in gutbürgerlichen Haushalten sollten von Zeit zu Zeit diese Kur machen - der kleine Steppke, den Sie hier im Bilde sehen, weiß seit seiner Geburt nicht, was Feuchtigkeit ist. Kein Volk ohne Löschpapier ! Hermann Burte & Hans Grimm, Löschpapier en gros.“ So sah das Gerangel damals in weiten Stecken aus, auf der einen Seite verzweifelte oder kriegerische Sinnsuche und auf der Gegenseite ätzende Bösartigkeit, aus der Position des medial und wirtschaftlich Überlegenen. Dem Judentum - wenn man es gesamtansichtig so nennen darf - fiel es leicht, sich aus überlegenem Standort über die deutschen Bemühungen zu amüsieren, denn seine geistig interessierten Kreise hatten sich längst positioniert, die einen in ihrem orthodox-rituellen mosaischen Volksglauben, im finanzwirtschaftlich satten Großbürgertum, oder, was keineswegs im Widerspruch dazu stand, im politischen Zionismus, die anderen im sozialistisch-marxistischen Internationalismus, wobei es nicht wenigen leicht zu fallen schien, sich paradoxerweise für den nationalradikalen Zionismus und gleichzeitig für den antinationalen Sozialismus-Kommunismus zu erwärmen, wie es schon der höchst ambivalente Moses Hess konnte und beispielsweise der „Salonkommunist“ Albert Einstein (1879-1955) tat. Es gab Stimmen, die nachvollziehbar, aber unstatthaft pauschalisierend, von der „Janusköpfigkeit des Judentums“ sprachen.
 
Die deutsche Selbstfindungsbewegung verlief in sehr verschiedenen Strömungen. Ihre ältesten Wurzeln fand sie im altheidnischen Volksglauben, soweit er im Brauchtum, in Bodenfunden und Texten fassbar geblieben war. Sie forschte nach dem was die Germanodeutschen durch christenkirchliche Unterjochung und Ausmerzung verloren hatten, die Juden aber durch ihr zäheres Hängenbleiben am Althergebrachten und nicht zuletzt durch ihre christenkirchlichen Privilegien bewahren durften. Weitere Wurzeln wuchsen den Deutschen aus dem alten Befreiungstraum „Los-von-Rom“ zu, der schon bei dem mittelhochdeutschen Dichter und Denker Walther von der Vogelweide (1170-1230) und dem Reichsritter Ulrich von Hutten (1488-1523) zu erfahren war -, ihre Ansätze sind in der grauenhaften Zäsur des kirchlich-klerikal heraufbeschworenen Blutsees des „Dreißigjährigen Kriegs“ (1618-1648) sämtlich untergegangen. Die politischen Wurzeln zeigten Johann Gottlieb Fichtes „Reden an die deutsche Nation“ (1808) auf, mit denen er der französischen Besetzung und Unterdrückung Deutschland widersprach und zur Befriedung der völkischen Bedürfnisse den geistig und militärisch wehrhaften Nationalstaat einforderte. Allein die Deutschen haben, wie er erklärte, eine „reine Sprache“, die sie zu tiefen und gründlichen Überlegungen befähige. Solche Wegweisungen, forciert von den Umwälzungen der erschütternden Kriegsniederlage und der blutrünstigen, zutiefst erschreckenden Bolschewisierung Russlands, mündeten schließlich in die ursprüngliche Vorkriegs-NS-Doktrin und das Dritte-Reich ein.
 
Diese oft nüchternen, modernen, zukunfts- und motorbegeisterten NS-Praktiker, die nach besseren Lösungen des Sozialproblems Ausschau hielten („Volksgemeinschaft“ ohne marxistischen „Klassenkampf“), standen den anscheinend rückwärtsgewandten „germanischen Rauschebärten“ ablehnend gegenüber. So schrieb Adolf Hitler (1889-1945) in „Mein Kampf“ (1924/26) auf Seite 395ff: „Wenn irgend etwas unvölkisch ist, dann ist es dieses Herumwerfen mit besonders altgermanischen Ausdrücken, die weder in die heutige Zeit passen noch etwas Bestimmtes vorstellen, sondern leicht dazu führen können, die Bedeutung einer Bewegung im äußeren Sprachschatz derselben zu sehen. Das ist ein wahrer Unfug, den man aber heute unzählige Male beobachten kann.Überhaupt habe ich schon damals und auch in der Folgezeit immer wieder vor jenen deutschvölkischen Wanderscholaren warnen müssen, deren positive Leistung immer gleich Null ist, deren Einbildung aber kaum übertroffen zu werden vermag. Die junge Bewegung musste  und muss sich vor einem Zustrom von Menschen hüten, deren einzige Empfehlung zumeist in ihrer Erklärung liegt, dass sie schon dreißig oder gar vierzig Jahre lang für die gleiche Idee gekämpft hätten. […] Es ist das Charakteristische dieser Naturen, dass sie von altgermanischem Heldentum, von grauer Vorzeit, Steinäxten, Ger und Schild schwärmen, in Wirklichkeit aber die größten Feiglinge sind, die man sich vorstellen kann. Denn die gleichen Leute, die mit altdeutschen, vorsorglich nachgemachten Blechschwertern in den Lüften herumfuchteln, ein präpariertes Bärenfell mit Stierhörnern über dem bärtigen Haupte, predigen für die Gegenwart immer nur den Kampf mit geistigen Waffen und fliehen vor jedem kommunistischen Gummiknüppel eiligst von dannen. […] Ich habe diese Leute zu gut kennen gelernt, um nicht vor ihrer elenden Schauspielerei den tiefsten Ekel zu empfinden. Auf die breite Masse aber wirken sie lächerlich, und der Jude hat allen Grund, diese völkischen Komödianten zu schonen, sie sogar den wirklichen Verfechtern eines kommenden deutschen Staates vorzuziehen. Dabei sind diese Menschen noch maßlos eingebildet, wollen, trotz aller Beweise ihrer vollkommenen Unfähigkeit, alles besser verstehen und werden zu einer wahren Plage für alle geradlinigen und ehrlichen Kämpfer, deren Heldentum nicht nur in der Vergangenheit verehrungswürdig erscheint, sondern die sich auch bemühen, der Nachwelt durch eigenes Handeln ein gleiches Vorbild zu geben. Auch lässt sich oft nur schwer unterscheiden, wer von diesen Leuten aus innerer Dummheit oder Unfähigkeit handelt, oder aus bestimmten Gründen nur so tut. Besonders bei den religiösen Reformatoren auf altgermanischer Grundlage habe ich immer die Empfindung, als seien sie von jenen Mächten geschickt, die den Wiederaufstieg unseres Volkes nicht wünschen. Führt doch ihre ganze Tätigkeit das Volk vom gemeinsamen Kampf gegen den gemeinsamen Feind, den Juden, weg, um es statt dessen seine Kräfte in ebenso unsinnigen wie unseligen inneren Religionsstreitigkeiten verzehren zu lassen.“
 
Die völkischen seelisch-geistigen Gegensätze
 
A. Hitlers verachtete und beschimpfte Sinnsucher meinten, eine deutsch-germanische Selbstfindung wäre eigentlich nur über eine echte, tiefangelegte seelische Neuorientierung aus den völkischen Kraftspeichern zu meistern. Aber wo sollten die herkommen ? Für eine solche Zielsetzung müsste zweierlei geschehen: 1. die irreale, blindgläubige Jesus-Fixation der Deutschen müsste neutralisiert werden und 2. die mythische Substanz einer zu rekonstruierenden deutschen Volksreligion müsste gefunden werden. Wer könnte diese Riesenaufgabe leisten ? dass das Fehlen einer eigenen Religion als das deutsche Hauptübel anzusehen sei empfanden alle die sublimeren Geister die sich um das Fortbestehen der Nation sorgten. H. St. Chamberlain stieß einmal sinngemäß den Ruf aus, es war in derglänzenden Wilhelminischen Epoche: „Welch eine [wunderbar gewaltige] Nation ist diese deutsche, doch sie hat nichtmal ihre eigene Religion !“ An Anna Horst schrieb er sein deutsch-patriotisches Bekenntnis: „Ich kann Dir gar nicht sagen, wie meine Verehrung, meine leidenschaftliche Liebe, sowie mein Glaube an Deutschland zunimmt. Je mehr ich andere Nationen kennenlerne, je mehr ich mit Leuten - gebildeten und ungebildeten - aller Klassen aus allen Völkern Europas verkehre, desto mehr liebe ich die Deutschen. Mein Glaube, dass die ganze Zukunft Europas - das heißt, der Zivilisation der Welt - Deutschland in den Händen liegt, ist zur Sicherheit geworden.“ Sein Buch „Die Grundlagen des 19. Jahrhunderts“, von 1899, versuchte den Deutschen die neue Ausrichtung zu sich selbst aufzuzeichnen. Er ging von einem unüberbrückbaren Gegensatz zwischen Germanentum und Judentum aus, denn es fehle den Juden die Fähigkeit zur verinnerlichten Religiosität, die er bei den Ariern voraussetzte. Er erblickte in dem übermäßigen Einfluss, den jene in der modernen Welt ausübten, ein warnendes Anzeichen für die Gefährdung der germanischen Führerrolle. Die Juden, so vermutete er, planen „ein direktes verbrecherisches Attentat auf alle Völker der Erde“, um die jüdische Weltherrschaft zu errichten. Diese Betrachtungsweise war, wie es die fingierten „Protokolle der Weisen von Zion“ plausibel machen, in der fraglichen Zeit nicht ungewöhnlich und durfte noch offen ausgesprochen werden. Selbst Friedrich Nietzsche, der die Juden als „stärkste, zäheste und reinste Rasse“ wertschätzt und ihnen außerordentliche Hochachtung entgegenbringt, erklärte an einer Stelle seiner Schriften, dass sie „de facto die Weltherrschaft bereits besäßen“ und sie „in nomine jederzeit haben könnten“. Was Nietzsche, als Prophet der Stärke, bewunderte, erschien Chamberlain wie ein Damoklesschwert. Sein edler, feingeistiger Humanismus ließen ihn von dem idealisierten, schönen Bild das die Kirche und die von ihr bezahlten Künstler über Jahrhunderte von ihrer vergötterten Zentralfigur „Jesus Christus“ gezeichnet hatten, nicht loskommen. Ein Ersatz war damals nicht zu finden. Weil er aufgrund seiner Rassendoktrin dem Judentum und dem Judaismus das Hervorbingen eines so hohen reinen Geistes nicht zutrauen mochte, durfte, seiner eigenen Logik folgend, Christus kein Judenstämmling gewesen sein. Für minderwertig hält er die Juden aber keineswegs, nur anders als die Germanen. Wie delikat Chamberlains Definition angelegt war, beweist sein Satz: „Germane ist, wer sich als Germane bewährt, stamme er, woher er wolle.“ Jesus ist für den profunden Denker eine Erscheinung, der er höchste Ehrfurcht zollt: „Gott ist Christus !“ Und Jesus muss ein Mensch germanischer Art gewesen sein. So lautete sein Credo. Er wurde damit einerseits zum Wegbereiter des „Deutschchristentums“ und andererseits zum Stichwortgeber für jene die sich eine jesuische Religiosität auf nichtbiblischer Grundlage ausdachten. Dazu gehörten eine Vielzahl fantasiereicher Spinitsierer und haltloser Ausdeuter des diesbezüglich mageren Textefundus.
 
Hitler, von seinem Sprach- und Organisationstalent überzeugt, glaubte zunächst ohne geistig-religiöse Fundierung seiner NS-Partei auskommen zu können. Später sollte das der baltendeutsche Parteiideologe Alfred Ernst Rosenberg (1892-1946) besorgen, mit seinen Schriften, z.B. „Der Mythos des 20. Jahrhundert - Eine Wertung der seelisch-geistigen Gestaltenkämpfe unserer Zeit“, 1930 und „Protestantische Rompilger - der Verrat an Luther …“, 1937. Doch schon der General u. Politiker Erich Ludendorff (1865-1937) hatte nach Weltkrieg I. erkannt, dass die deutsche Niederlage nicht an den Fronten, vielmehr in der Seele des Volkes geschehen sei. Zusammen mit seiner Ehefrau Dr. Mathilde Ludendorff (1877-1966) wurde die völkisch-religiöse Bewegung der „Deutschen Gotterkenntnis“ begründete, deren Grundlagen Mathilde, geborene Spieß, in einer Auswahl wahrhaft tiefschürfender Werke ausgestaltet hat, wie z.B. „Erlösung von Jesu Christo“. Das fleißige, tapfere Ehepaar wurde nicht müde, vor den „Überstaatlichen Mächten“ zu warnen, die die Todfeinde jener Gesellschaften seien, die auf völkischer Grundlage bestehen. Auch schon Friedrich Nietzsche verstand sein phänomenales Meisterbuch „Also sprach Zarathustra“, als religiöses Grundlagenwerk bzw. als Grundlage für eine bessere Religion der Zukunft. Er war zu klug, um in die listig aufgestellte paulinisch-jesuische Falle zu tappen, er kreierte einen gedachten arischen Erlöser Zarathustra, welcher als real existenter Religionsreformator des 2./1. Jahrtausend v. 0., namens Zarathustra Spitama, die Verinnerlichungsmahnung lange vor dem Galiläer Jeshua-Jesus zu seinen Persern gepredigt hatte. Noch heute sind seine Gläubigen, die Parsen, in Indien und Pakistan lebendig. Der „jüdische Zimmermann“ hat über die damaligen weitfahrenden persischen Missionspriester, die Magier, von ihren Lehren gehört und wollte sicherlich seinem Judenvolk eine gleiche Morallehre beibringen, wie es sein Vorbild Zarathustra vorgelebt hatte, was aus der Aussendungsrede (Matt. 10,5-6) hervorgeht, wo geschrieben steht: „Diese Zwölf sandte Jesus aus, gebot ihnen und sprach: Geht nicht den Weg zu den Heiden [Nichtjuden] und zieht nicht in eine Stadt der Samariter [Mischjuden], sondern geht hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel. Wer Ja zu Jesus sagt, ganz gleich wie er ihn kleidet - ob in die mönchische, von Otfrid v. Weißenburg (um 790-875) im 9. Jahrhundert frei erdichtete germanische „Heliand“-Brünne, oder ins semitische Hirten-Kleid - der sagt Ja zum Judentum und gibt damit sein Gottesselbst auf, woraus am wenigsten eine Judengegnerschaft resultieren muss. Das sich Bewahrenwollen ist eine höchst bescheidene, nach innen gerichtete Aufgabe, die ihre Arbeit im Beschirmen sieht, vorab ohne Beachtung und ohne Gegnerschaft zu ideologischen Umweltphänomenen. Der Religionsphilosoph Wilhelm Hauer bestätigte meine Einschätzung in „Deutsche Gottschau“, 1. Auflage, z.B. S. 247: „Wie verschieden ist z.B. die Gestalt Jesu und seine Art, Gott zu erleben, von der Art etwa eines Mose. Und doch sind die innersten Wesenszüge ihres Glaubens aufs engste verwandt, wie Jesu selber empfindet; denn die Überzeugung Jesu, dass er der Fortsetzer und Vertiefer des alttestamentlichen Glaubens sei, ist ebenso sichergestellt, wie die andere aller Schreiber des Neuen Testaments, dass der ,neue Bund‘ nur eine Erneuerung des alten sei, dass also Christentum und Israeliten-Judentum in ihrem innersten Wesen eins sind. Klassisch hat das der Hebräer-Brief dargestellt, der das Geschehen in Jesus und um Jesus als die Fortsetzung und endgültige Erfüllung des religiös-kultischen Geschehens im Alten Testament darstellt.“
 
Aus den Runen zu sich selbst finden !
 
Wer als deutsch-nordischer Mensch seine seelische Kraft aus dem Herkommen sucht - denn aus dem unwägbaren Jetzt und dem unerfahrbaren Dereinst ist sie nicht zu finden - der gelangt unweigerlich zu den geheimnisvollen Ahnen-Zeugnissen der Runen -, und welche gewaltige seit 2.000 Jahren schlummernde Kunde darin verbogen liegt konnte ich aufzeigen. Friedrich Nietzsche begann seine Arbeit „Der Antichrist” im Jahre 1895 mit dem Satz: „Lassen Sie uns sehen, was wir sind. Wir sind Hyperboreaner”. Er wollte damit zum Ausdruck bringen: Wir sind im Grunde Heiden ! Und mit welcher unvergleichlichen Geistesschärfe hat er uns die Vision einer modernen antichristlich-heidnischen Denkungsart aufgezeigt ! Dass für einen urteilsfähigen Menschen und insbesondere für einen erwachten Deutschen, der unehrliche, schwammige Jesuismus keine ernsthaft befriedigende Option sein kann, stand für die Tiefdenker also fest. Wo aber war das Eigene zu finden, wo die Belehrungen zum eigenen germanischen Gottesverständnis ? Die älteste ausführliche Informationsquelle über Land und Leute in Germanien hinterließ der römische Historiker und Senator Publius Cornelius Tacitus (um 58-120 n.0) mit seinem Werk „De origine et situ Germanorum liber“, kurz „Germania“ geheißen. Im 15. Buch seiner „Annalen“ erwähnt er die Christen: „Dieser Name stammt von Christus, der unter Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden war“. Im 5. Buch seiner „Historien“ erwähnt er den „Jüdischen Krieg“ (66-74 n.0), sowie das Judentum in kritischer Betrachtung: „Damit er sich des Volkes für die Zukunft versichere, gab Moyses ihnen neue Kultbräuche, die im Gegensatz stehen zu denen aller übrigen Menschen. Unheilig ist dort alles, was bei uns heilig, andererseits ist erlaubt bei ihnen, was für uns als Schande gilt.“ Beim Blick in den Norden, nach Skandinavien und Island, wo der Artglauben des Heidentums viel länger überlebte als im Süden Germaniens, findet der Sichselbstsucher manchen aufschlussreichen Quellentext. Snorri Sturluson (1179-1241) war ein christlicher isländischer Skalde, Sammler aller Texte und Politiker. Er gilt als Autor der „Prosa-Edda“, die uns die germanische Mythologie, mit den altnordischen Göttern, vergöttlichten Heroen und Königen nahebringt. Auch erhielt sich von Snorri die „Heimskringla“, die Geschichte der norwegischen Könige. Nicht wenige germanische Geistesgrößen legten Kunde ab, vom artgemäßgen Empfinden, so auch Männer der Kirche, wie Meister Eckhart von Hochheim (1260-1328), der deutsche Mystiker und Philosoph der Dominikaner, dessen Aussagen seiner Predigten damals wie heute die Menschen aufrüttelt und sie zum frischen Nachdenken über eine charakteristisch deutsche Frömmigkeit veranlasst, mit der er im schroffen Gegensatz zur katholisch-vatikanischen stand. Er vertrat die ario-germanische Auffassung, der menschliche Seelengrund sei nicht wie alles Geschöpfliche von Gott erschaffen, sondern göttlich und ungeschaffen, im Seelengrund sei die Gottheit stets unmittelbar anwesend. So nimmt es nicht Wunder, dass er nach langjähriger Tätigkeit im Ordensdienst in seinen letzten Lebensjahren in Köln wegen Häresie als Irrlehrer denunziert, angeklagt und im päpstlichen Avignon ermordet worden ist. Viele Menschen sind den kirchenchristlichen Weg nicht mitgegangen, die dabei entdeckt wurden, starben zu Zehntausenden unter Martern als „Ketzer“ und „Hexen“ an den Brandpfählen klerikaler Häscher. Bis in die Neuzeit hinein wandten sich einige mutig und konsequent nicht allein von der Kirche sondern auch vom Christensystem ab, die suchten ihren religiösen Halt im neu interpretierten Wotanismus und den altgermanischen Orakel- und Schriftzeichen, den Runen (germ. runo = Geheimnis). Zu ihnen gehörte Guido Karl Anton (von) List (1848-1919), der sein Runenbuch „Das Geheimnis der Runen“ im Jahr 1908 vorstellte. List gründete 1911 den „Hohen Armanen Orden“. Woraus schöpfte er seine Anschauungen ? Am Beginn der deutschen Beschäftigung mit den Runen steht unübersehbar der Meilenstein des Altmeisters der Germanistik Wilhelm Carl Grimm (1786-1859) mit seinem profunden Werk aus 1821 „Über deutsche Runen“, das die grundsätzlichen Informationen schon damals abgab -; nur wusste man noch nicht, dass der älteste Runenbuchstabenverband nicht 16 sondern 24 Stäbe aufweist. Wenige Jahre später, 1829, erschien von Dr. Gustav Thormond Legis „Die Runen und ihre Denkmäler“, mit einer damals erschöpflichen Betrachtung des „Runenthums“. Auch er irrte, indem er meinte, die „teutschen Runen“ (24er Reihe) hätten sich aus den älteren „nordischen Runen“ (16er Reihe) erst später entwickelt. Diese Quellen kannte Guido v. List zunächst nicht, seinen Anstoß erhielt er von einem Bekannten seines Vaters, dem Textildesigner und belesenen Symbolforscher Friedrich Fischbach (1839-1908), welcher im Jahr 1900 die Broschüre (24 Textseiten u. 17 Bildtafeln) herausgegeben hatte „Ursprung der Buchstaben Gutenbergs - Beitrag zur Runenkunde”. Er deutete die phönizisch-griech.-lat. Buchstaben aus den germanischen Runen und diese aus den Sinnzeichen des altpersischen Feuerkultes. Diese Fiktion ging über den unkritischen G. v. List in die gesamte unsinnige deutsche Runen-Esoterik ein. Wie informiert und engagiert Fischbach war zeigte sein zweites Büchlein „Asgart und Mitgart“, von 1902, in dem er die Paradies-Frage vermeintlich löste, also den „Garten Eden“ der Altdeutschen wort- und kenntnisreich zwischen der Eifel und dem Bergischen Land verortete. Ein anderer Paradies-Auffinder war Franz von Wydrinski/Wendrin (1884-1931). Das alte Glaubenszentrum meinte er gefunden und mittels unsinniger „Erweise“, in seinen Büchern „Die Entdeckung des Paradieses“ und „Die Entzifferung der Felsbilder von Bohuslän einschließlich der Urkunden über das biblische Paradies“ erklären zu müssen. Auf dem deutschen Büchermarkt überboten sich förmlich die Schwarmgeister. Die markanten List’schen ronologischen Fehltritte finden wir schon in Fischbachs Texten. G. v. List gebührt die volle Ehre des glühenden Wotanisten, er hat für den alten Seelen- und Volksgott seine Lanzen im Lebenskampf gebrochen, das ist zu loben. Leider verfügte er nur über mangelhafte sprach- und schriftgeschichtliche Fähigkeiten. Zu intuitiv, zu unvorsichtig und voll daneben, fantasierte er streckenweise hemmungslos drauflos, wie in einem romantischen Rausch. Der ernsthafte Leser will aber die echte Runensprache erfahren und nicht die Eingebungen eines Schöngeistes. Leider ist die Flut seiner Ergüsse, abgesehen von einer romantischen Erlebnisschau - als fast völlig wertlos einzuschätzen. Die wahre Quelle aller Runendeutungsversuche darf nur das ursprüngliche, antike System der 24 Stäbe sein ! Sein Schüler Rudolf John alias Gorsleben (1883-1930) trat in die ariosophischen Stapfen des verunglückten Altmeisters und begann eine „originär rassistische Mysterienreligion“ zu kreieren. In seinem Buch „Hoch-Zeit der Menschheit“ gelang es ihm nicht auch nur ansatzweise über den fantastisch-irrealen Horizont Guido v. Lists hinauszuarbeiten. Er schuf eine schillernde ariosphische Seifenblase, von innerer Hohlheit und geradezu peinlicher Vergänglichkeit. Katastrophal sind seine etymologischen Ableitungsversuche. Sein angebotener runologischer Unsinnsspuk ist nicht fundierter, nur ausführlicher, ausgeschmückter als wir es von Guido v. List erfuhren. Andere Autoren bauten am spekulativen Gedankengebäude des H. St. Chamberlain weiter, darunter war der hochmotivierte Vielwisser Adolf Joseph Lanz alias Jörg Lanz von Liebenfels (1874-1954), der für sechs Jahre dem Zisterzienserorden angehörte bevor er im Jahr 1900 seinen eigenen, den „Neutempler Orden“ gründete. Er prägte der Begriff „Ariosophie“ gab von 1905-1917 die rassisch-okkultistischen „Ostara-Hefte“ heraus. Und von 1930-1935 das „Bibliomystikon oder die Geheimbibel der Eingeweihten“. Liebenfels ging es an, althebräischen Texte zu entallegorisieren, wie er meinte, um die „wahre“ altarische Rassenlehre herauszulesen, wobei es ohne Willkürlichkeiten und Gewaltsamkeiten nicht gehen mag. Eine ähnliche, aber viel umfänglichere Arbeit dieser Art legte der Studienrat und Freidenker Dr. Erich Bromme (1906-1986) 1975 vor: Fälschung und Irrtum in Geschichte und Theologie: Umsturz im Morgen- u. Abendland durch d. Entallegorisierung d. Heiligen Schrift. Der Schri ftsetzer und Verleger Friedrich Bernhard Marby (1882-1966) scheint auf Tafel II. im Runenbuch des Gustav Thormond Legis, wo man 15 Runen als Köperstellungen gezeichnet findet, die Anregung zur Entwicklung einer Runen-Gymnastik gefunden haben. Er gab 1931, 1932, 1934 die Bücher „Runenschrift, Runenwort, Runengymnastik“, „Marby-Runen-Gymnastik“, „Runen raunen richtig Rat“ heraus. Auch glaubte er da und dort alte „Runentanzplätze“ erkennen zu können. Wertlos ist die Arbeit wegen seiner bedenkenlos unkritischen Hörigkeit gegenüber dem irrtumsträchtigen List’schen Fehldeutungsspektakel der späten hochmittelalterlichen 16er Reihe, aus der er eine 18er Reihe nach Gutdünken frei erfand. Eine NS-Spruchkammer stufte ihn als volksschädigenden, gefährlichen Spintisierer ein und schickte ihn in Lagerhaft wo er seine runischen u. astrologischen Steckenpferde weiterreiten durfte. Auch der bedeutende Kunstmaler Siegfried Adolf Kummer (1899-1977) verschrieb sich der „Runenmagie“ und „Runengymnastik“. 1927 war er an der Gründung der Dresdner Runenschule „Runa“ beteiligt, die sich nach der Ariosophie des J.L. v. Liebenfels ausrichtete. Kummer verwendete wie Marby  die unsinnige, von G. n. List erfundene 18er Reihe der sog. „Armanenrunen“. Im Jahr 1934 wurde seine Organisation, 1939 auch sein Buch „Heilige Runenmacht“ verboten. Der Vorwurf lautete, er würde durch seine „magischen und pseudoreligiösen Thematisierungen das heilige arische Erbe in Verruf bringen und lächerlich machen.”  Anders als die Runenesoteriker arbeiteten eine Menge hervorragender, nüchterner Germanisten und Mediaviten an der Erschießung des verschollenen  geistigen Erbes der Deutschen. Einer davon war Dr. Bernhard Kummer (1897-1962). Der Germanist und Spezialist für altnordische Sprachen hat sehr viel beigetragen zur Erkenntnis germanischer Wesenheit. 1927 erschien seine Dissertation „Midgards Untergang - Germanischer Kult und Glaube in den letzten heidnischen Jahrhunderten“. Er war nicht allein ein profunder Wissenschaftler, er stand auch der „Deutschen Glaubensbewegung“ nahe, die der Religionswissenschaftler Prof. Dr. Jakob Wilhelm Hauer (1881-1962) gegründet hatte. Dieser setzte sich als zunächst strenggläubiger Pietist, sogar Missionar und Leiter einer höheren Schule in Indien, für eine Neuorientierung der evangelischen Kirche, mit ihrer falschen lebensfeindlichen Dogmatik ein, doch entfernte sich zunehmend vom Christentum, bis er seine Aufgabe in der „prophetischen Verkündigung einer neuen Religion“ gefunden hatte. Seine Hauptwerke sind: 1934 „Deutsche Gottschau“ u. „Was will die Deutsche Glaubensbewegung ?“, 1937 „Glaubensgeschichte der Indogermanen“ u. „Glaube und Blut“, 1941 „Religion und Rasse“. Sein Runenbuch „Schrift der Götter - Vom Ursprung der Runen“, von 1943, wurde erst 2004 veröffentlicht, nachdem ich die in meinem Besitz befindlichen Textblätter einem Verlag zur Verfügung stellte. Mit Hauer und durch Hauer ist die deutsche Glaubenssuche in ihrem Gipfelziel angelangt, hat die deutsche Glaubensschau sich selbst gefunden, sie hat Tiefe und Fülle erreicht, basierend auf einer grandiosen Spiegelung der Ario-Germanischen Wesensart. Für Hausers reife deutsche Glaubensschau spielte der judäo-christliche oder „deutsche Jesus“ überhaupt keine Rolle mehr, man hatte sich von dieser christlichen Kultfigur völlig emanzipiert. In der „Deutschen Gottschau“ (1. Auflage) heißt es dazu in ruhiger Überschau (S. 251f): „Die Möglichkeit, dass er arisches Blut in sich trägt, kann aufgrund der rassischen Verschiebungen im Raume Vorderasiens nicht bestritten werden. Der Beweis arischer Herkunft  für ihn wird nie gelingen. Wir werden uns nicht in das Gestrüpp dieser Streitfragen begeben […] Jedoch, wenn er uns zum Vorbild und Führer gesetzt werden soll, so wehren wir uns gegen diesen Anspruch und Versuch als gegen die Gefahr, unser eigenes unmittelbar aus unsere Art wachsendes religiöses Leben abbiegen zu lassen in fremde Bahnen. […] …, dass seine Gesamtgestalt nicht unserer Art entspricht, dass sie uns, trotz alles Tiefen und Hohen, das sie in sich birgt, fremd geblieben ist und fremd bleibt, dass es also offenbar für den deutschgläubigen Menschen keinen anderen Führer geben kann als den religiösen Urwillen des deutschen Volkes.“
 
J.L. v. Liebenfels folgte prinzipiell der Schule des leider prägenden Vordenkers H.St. Chamberlain, indem er dessen Modell scheinargumentativ überbaute, einen arischen Jesus als „Frauja“ (germ. = „Herr, Vorderer“) inthronisierte und dafür rituelle Kultregeln eines geistlichen Ordens installierte. Er muss eine ganz außerordentliche Geisteskraft und ein ebensolches Charisma besessen haben. Ab 1908 wurden auf Burg Werfenstein öffentlichkeitswirksame Feste veranstaltet. Lanz arbeitete erfolgreich an den Zeremonien und verfasste andächtige Gesänge und fromme Verse. Die Burg ließ er u. a. mit weihevollen Bildern von Hugo von Payns, dem ersten Großmeisters der Templer, und mit Darstellungen der „Äfflinge“, die in seiner Theozoologie als die Herkunft der niederen Rassen galten, ausgestalten. In den Lob- und Bittgesängen der Ordensbrüder wurde Christus angefleht, die arische Rasse zu erlösen und sie vor den Anschlägen der niederen Rassen zu schützen und zu verschonen. Liebenfels Beginnen ist - wie viele andere erstaunliche deutsche Geistesschöpfungen auch - durch die politischen Erschütterungen untergegangen. Auch Herman Wirth (1885-1881), der deutsch-niederländische Geisteswissenschaftler, der Schöpfer der zunächst unpolitischen Sammlung „Ahnenerbe“, verfocht einen theoretisierenden, sublimierten Jesuskult, den er aus der Religion der nordisch-steinzeitlichen Megalithiker ableiten zu können glaubte, welche bis nach Palästina gelangten. Er lehnte als inniger Liebhaber der Formen des Mutterkultes den jungen - wie er meinte - „völkerwanderungszeitlichen“ Wotankult scharf ab, wobei er in grundsätzlichen Gegensatz zur sich abzeichnenden SS-Religion geriet. In seinen Werken „Der Aufgang der Menschheit - Untersuchungen zur Geschichte der Religion, Symbolik und Schrift der atlantisch-nordischen Rasse“, 1928 und „Die Heilige Urschrift der Menschheit - Symbolgeschichtliche Untersuchungen diesseits und jenseits des Nordatlantik“, 1931/1936, meinte er, mittels Ausbreitung einer Masse urepigraphischer Funde, die alten Formen der Frömmigkeit, neu deuten zu können. Dabei scheute er sich zuweilen auch nicht, Felsbildritzungen Skandinaviens in seinem Sinne zu manipulieren. Ebenso mit seinem absolut überzogenen Einsatz für den Echtheitsnachweis des neuholländischen Romans „Ura-Linda-Chronik“ - mit dessen leicht durchschaubarer Runen-Kasperei - hatte er den Bogen des wissenschaftlich Zumutbaren überspannt. Wirth hatte die Idee, in der 24er Ur-Runenreihe einen kalendarischen Aspekt zu sehen, sein diesbezüglicher Fehlgriff bestand aber darin, dass er die Runenreihe linksbeginnend-rechtsläufig interpretierte, was zu keinen Ergebnissen führen kann, weil der Runenschöpfer sie rechtsbeginnend-linksläufig angedacht hat, was im Jahr 1993, mit der Veröffentlichung des Runenbuches „ODING-Wizzod“ von Gerhard Hess, nachgewiesen werden konnte. Ich, als Freund und Schüler H. Wirths bedauere, dass ich ihm Fehler nachweisen musste, aber in Sachen Wissenschaft und Mathematik darf nur die Wahrheit zählen. Auch H. Wirth trug die Vision in sich, den Deutschen eine angemessene Urreligion zurückzugeben. Der Verein „Ur-Europa“ ging aus der von ihm gegründeten „Gesellschaft für europäische Urgemeinschaftskunde / Herman Wirth Gesellschaft“ hervor.
 
Kampf gegen den unwürdigen Germanen-Kitsch
 
Von Karl Maria Wiligut alias Weisthor (1866-1946), einem ariosophischen Okkultisten, der zeitweise Einfluss beim Reichsführer-SS besaß, sagte mir H. Wirth, dass der ein Scharlatan gewesen sei welcher „seine Weisheiten“ allein vom Studium der „Guido v. List-Ergüsse“ her habe. Das kann in dieser Kürze der Beurteilung nicht ganz richtig sein, denn schon 1903 erschien Wiliguts Buch „Seyfrieds Runen“ und 1908 folgte die „Neun Gebote Gôts“, wo Wiligut erstmals behauptete, Erbe einer alten Tradition des „Irminismus“ zu sein. Er gab an, sein Wissen sei: „Aus der mündlichen Überlieferung der Asa-Uana-Sippe, zum ersten Mal seit 1.200 Jahren wieder schriftlich niedergelegt, da die bezüglichen Aufzeichnungen durch Ludwig 'den Frommen' am Scheiterhaufen öffentlich verbrannt wurden ...“ Eine lebhafte Fantasie hatte er und ein einnehmendes Vortragstalent. Wiligut hat sich etwa zeitgleich mit G. v. List in die Materie eingelesen, man kann ihm eine innige Empfindung für eine ario-germanische Glaubensvision nicht absprechen, was aus seinen gefälligen Reimen in „Seyfrieds Runen“ hervorgeht. Ein konkretes Runenwissen hat er indes nicht besessen. Er entwarf den SS-Runenring eindeutig nach G. v. Lists Interpretationen. Doch im Schriftgut von Liebenfels O.N.T. fand er die seinen eigenen Vorstellungen näher stehenden Gedanken eines germanisierten Christianismus auf rassenbewusster Grundlage. Er meinte, einen germanischen Heilbringer-Gott „Krist“ zu wissen, den er mit seinem „Irminismus“ - der angeblich einzig wahren Ahnenreligion - zusammenschaute. Er trug maßgeblich zur Entwicklung der Wewelsburg als Ordensschloss und geplantem Zeremonienzentrum des SS-Totenkopf-Ordens bei. Das altsächs. Adjektiv „irmin” bedeutet „großartig, stark”. „Irminsul” heißt die „große Säule”. Der Begriff wurde in Heidenzeiten auch Gottheiten, wie Ziu/Tyr oder Wodan/Wodin, beigefügt. Wiligut behauptete einen historischen Irminismus, der 12.500 v. Chr. gegründet und später vom Wotanismus verdrängt worden wäre. Heinrich Himmler (1900-1945), der Reichsführer-SS, hat sich von Wiligut offenbar zum „Irminismus” - zum „Glauben an den Großen [den germ. Gott]” - animieren lassen. Was er wollte und was uneingeschränkt legitim war und bleibt, einen eigenen nordischen Mythos, um das deutsch-germanische Volk von dem Zwang zu befreien, sich vor nahöstlich-orientalischen Glaubensmächten verbeugen zu müssen. 1937 erklärte Himmler: „Wir leben in einer Ära des ultimativen Konflikts mit dem Christentum. Es ist Teil der Mission der SS, dem deutschen Volk in der nächsten Hälfte des Jahrhunderts die nichtchristlichen ideologischen Grundlagen zu geben, auf denen es sein Leben führen und gestalten kann. Diese Aufgabe besteht nicht nur in der Überwindung eines ideologischen Gegners, sondern muss auf Schritt und Tritt von positiven Impulsen begleitet werden: In diesem Fall bedeutet dies die Rekonstruktion des deutschen Erbes im weitesten und umfassendsten Sinne.“ Die politischen Aspekte H. Himmlers stehen hier nicht zur Debatte. Himmler bestand ohne Nachsicht auf konkreten wissenschaftlichen Beweisführungen, obgleich er dem Mythos zuneigte und auch bis zu einem gewissen Grade den Okkultismus auf Verwertbares auszuloten bereit war, im absoluten Gegensatz zu A. Hitler. Als Himmler die Schattenseiten K.M. Wiliguts gewahr wurde, musste dieser seinen SS-Ehrenring abgeben und wurde kaltgestellt, ähnlich erging es H. Wirth als klar wurde, dass er in seinen Arbeiten zu Manipulationen fähig war und der rassistische Okkultist und Runen-Quaksalbader F.B. Marby wurde aus dem Verkehr gezogen sowie in KL-Schonhaft genommen. Die NS-Behörden begannen, in Propaganda und Zugriffen, aufzuräumen mit dem unsagbaren Germanen-Schwulst der 20er Jahre. Die Hörnerhelm- und Bärenfell-Germanenbilder wurden als das angeprangert was sie waren: „Germanen-Kitsch“. Verdient machte sich dabei der junge Kunstmaler, Illustrator und Autor Wilhelm Petersen (1900-1987), der Germanen erstmalig nach den echten Funden ins Bild zu setzen begann; zurecht stieg er auf in die NS-Künstlerprominenz. Auch im Krieg als SS-Maler scheute er sich nicht das Kriegsgrauen realistisch, ohne Heroenkult und Verherrlichung, festzuhalten, wie in seinem Bildband „Totentanz in Polen“. Dass es nicht leicht war, das Unsinnige vom vielleicht doch hypothetisch Möglichen zu trennen, liegt auf der Hand. Jedenfalls wurden im NS-Staat keine Germanoschwarm-Literaten und ihre Fantasie-Ergüsse unterstützt. Die allermeisten NS-Verantwortlichen waren dafür zu ernsthaft um das echte Ahnenerbe bemüht. Deshalb gab es im Dritten Reich die forcierten und höchst erfolgreichen Archäologie-Kampagnen; man ging im wahrsten Wortsinne der Geschichte auf den Grund. Dass es eine zeitlang z.B. K.M. Wiligut gelang, bei H. Himmler Gehör zu finden, hing mit dessen außerordentlichen Beredsamkeit zusammnen. Völlig daneben und das genaue Gegenteil dessen was man im NS-Staat für förderungswürdig ansah, waren die Peinlichkeiten der sich marktschreierisch ankündigenden Bücher des Volkschullehrers Karl Weinländer alias Friedrich Döllinger (1870-1946): „Baldur und Bibel - Germanische Kultur im biblischen Kanaan & Germanisches Christentum vor Christus“, von 1920 u. „Atlantis, Edda und Bibel - 200.000 Jahre Germanischer Weltkultur und das Geheimnis der Heiligen Schrift“, von 1922/25; sie gehören in die Rubrik: Nonsens ! Warum ? Man könnte diese Literaturgattung treffsicher auch „deutsche Verzweiflungsschriften“ nennen. Weinländes alberne Neigung zu Superlativen beginnt mit den „200.00 Jahren germ. Weltkultur”. Im genannten Zeitrahmen lebte in Europa der Homo-erectus, während der Homo-sapiens noch nicht angelangt war und die Pigmentaufhellung der Haut, also die Entwicklung zum Arier, noch nicht vollzogen worden ist. Die gesamten vorderasiatischen und ägyptischen Kulturfunde als germ. Schöpfungen zu bezeichnen, scheint zunächst nur kindhaft blödsinnig und einfallslos. Doch Weinheimer war alles andere als uninformiert und arm an Geist, im Gegenteil, es war über den kulturgeschichtlichen damaligen Wissensstand recht gut informiert, er etikettierte nur um. Er goss alle aufgespürten Leistungsinformationen in einen einzigen Pott zusammen und schrieb darauf: „Germanische Weltkultur”. So geht es freilich nicht, wenn man ernstgenommen werden möchte und man seinem Volk einen Dienst erweisen will. Weinländer tat nichts anderes als seinem Ärger Luft zu machen, er ließ - seelenkundlich gesprochen - Dampf ab und dabei blieb es, nicht mehr als etwas heiße Luft. Auch Weinländer tappte in die Fußspuren der irrwitzigen deutschen Tradionskette „Chamberlain-Liebenfels-Gorsleben-Wirth-Frenssen”, von Personen die alle auf gleicher Welle, aber auf unterschiedlich intellektuellen und informativen Höhen geritten waren. Scharlatane wie F. v. Wendrin zog er argumentativ heran, einen Mann der über die Felsbilderplatten Skandinaviens schwadroniert hatte, von denen er im Leben keine gesehen hatte. Weinländer wollte ein vorchristliches germanisches Christentum und einen germanischen Jesus aufzeigen, wie seine aufgezählten Vorläufer. Das ist inhaltsleere Fiktion, sie ist nicht zu beweisen durch den mageren Hinweis auf sie Tatsache, dass es mit den westindogermanischen Hethitern in Anatolien und den Seevölkern/Philistern/Frühgriechen des 12. Jh. v. 0 in Palästina Einwanderungen auch aus Europas Norden gegeben hat. Mein Freund, der Forscher-Pastor Jürgen Spanuth (1907-1998), hat darüber sachlicher, wenn auch nicht fehlerfrei geschrieben, z.B.: „Das enträtselte Atlantis“, 1953, „Die Philister - Das unbekannte Volk - Lehrmeister und Widersacher der Israeliten“, 1980, „Die Phönizier - Ein Nordmeervolk im Libanon“, 1985. Im 37. Abschnitt schreibt Weinländer in „Atlantis, Edda und Bibel“, bei „Das erschlossene Geheimnis der Heiligen Schrift, die wahre Lehre des Germanenkönigs Jesus und Deutschlands Auferstehung“: „Was nun tun ? Wer nicht am Morde seines Vaterlandes und Volkes sich mitschuldig machen, wer nicht Werkzeug Roms und Judas sein will, der trete sofort aus den vom atlantischen Papismus geleiteten Parteien und Orden aus ! An die Stelle der jetzigen Volksvertretung muss die Ständevertretung gesetzt werden. Alle Stände sollen sich in einer Werkgemeinschaft einigen. Wer in den Rom und Juda dienstbaren Einrichtungen bleibt, versündigt sich an seinem Vaterlande. Das Wohl desselben und die Zukunft der arischen Rasse und damit die unserer Kinder muss ihm über alles stehen. Heraus mit der Juden- und Rompresse aus den deutschchristlichen Häusern ! Unsere Parole sei: Los von Rom, los von Juda ! Los von Rom und Juda bedeutet aber nicht Religions- und Kirchenfeindschaft, sondern im Gegenteil Hinstreben zu Jesus und einer den Bedürfnissen der arischen Rasse entsprechenden deutsch-christlichen Religion und deutsch-christlichen Volkskirche als Zentralpunkt einer rassisch und völkisch scharf ausgeprägten Kultur ! Nicht weg von der Religion, sondern hin zu ihr, - aber weg von dem in der Kirche noch mumifizierten atlantisch-ägyptischorientalischen Heidentum und weg von dem jüdisch-römischatlantischen Klerikalismus zum arischen freien Christentum und zu seiner Rassenethik und Rassenpolitik ! […].“ Hier wird politisch klar worum es Weinländer ging, warum er seinen Propaganda-Roman - als Untermauerung seiner Polit-Thesen - geschrieben hat. Wie kam es nun zu diesen Pauschalverurteilungen und Kampfgesängen der 20er Jahre, vor der NS-Machtergreifung ?
 
Der tragische deutsch-jüdische Gegensatz
 
Es würde nicht darüber hinwegtäuschen, wollte man es verschweigen: Die Juden standen nie in einem lupenreinen Ruf bei den Deutschen. Trotzdem überwog ihr Objektivismus, die jungen deutschen Humanisten - voran der Jurist und Diplomat Johannes Reuchlin (1455-1522) - verwahrten sich gegen die Schmähungen jüdischer Traktate, die der zum Christentum übergetretene Jude Joseph/Johannes Pfefferkorn (1469-1521) empfahl zu verbrennen. Es entfachte sich der „Judenbücherstreit“, in dem über die satirischen „Dunkelmännerbriefe“ viel gelacht wurde, aber nicht über die Juden, vielmehr über die verknöcherten, altbackenen kirchlich-universitären Scholastiker. Pfefferkorn scheint zunächst als Geldverleiher in Dachau tätig gewesen, nach einem Diebstahl ins Gefängnis gewandert, dann aber gegen eine Zahlung von 100 Gulden begnadigt worden zu sein. 1504 konvertierter er zum Christentum und veröffentlichte im darauffolgenden Jahr, angeregt durch Kölner Dominikaner, antijudaistische Schmähschriften und befürwortete die Verbrennung des Talmud, so eine Art jüdischer Katechismus und veröffentlichte 1507 den „Judenspiegel“. Er ersuchte 1509 ein Mandat von Kaiser zur Beschlagnahme aller jüdischen Schriften, die er verbrennen lassen wollte. Doch Reuchlin beschwor die Zeitgenossen mit Erfolg: „Verbrennt nicht, was ihr nicht kennt !“ Der Kaiser ordnete beim Wormser Reichstag 1510 die Rückerstattung der beschlagnahmten Judenbücher an. In seinem 1511 erschienenen „Handtspiegel“ versuchte Pfefferkorn das positive Gutachten über den Talmud zu widerlegen, und diffamierte Reuchlin auch persönlich. Noch im gleichen Jahr verteidigte Reuchlin seine Judenverteidigung im „Augenspiegel“. Doch entgegen der deutschen öffentlichen Meinung verbot der Papst im fernen Rom schließlich 1520 die projüdischen Entlastungsschriften Reuchlins durch Machtspruch. Die Päpste verhielten sich aber keineswegs durchgehend judenfeindlich, das Gegenteil ist eher der Fall. Ein moderner jüdischer Autor meint, der Vatikan sei für die Juden „eine unversiegliche Giftquelle“ gewesen, wobei er die antijüdischen Erlasse von Papst Innozenz III. von 1215 erwähnt. Die Päpste aus der alten Familie Colonna, erließen nicht weniger als fünf Bullen zu ihrem Schutz. Den Juden verbunden waren auch Pius II. Piccolomini, die Medici-Päpste, besonders Clemens VII. und andere; Sixtus V. machte sich 1587 durch die Bulle „Christiana Pietas“ zu der Juden erklärten Freund. Der Deutschen gelehrter Bibelübersetzer und Vater ihrer Schriftsprache, Martin Luther (1483-1546), verfasste im Jahr 1543 den Text „Von den Jüden und ihren Lügen“. Man nimmt an, dass Luther, der den Juden zunächst gewogen war, sich allmählich über deren Hartnäckigkeit erzürnt hätte, dass sie sein Engagement für die jüdischen Evangelien nicht recht zu würdigen wussten, also seine missionarischen Fähigkeiten ignorierten. Eine zusammenfassende Dissertation über die Rechte von Juden erschien 1684 in Wittenberg von Kaspar Ziegler und Christian Caspar Maschow: „De juribus Judaerum“, um die besonders den Juden zugeschriebenen strafrechtlichen Themen, wie Betrugsdelikte („Kornwucher“, Judenwucher“) zu behandeln, aber auch die grundsätzlichen jüdischen Menschenrechte. Wichtig zu wissen ist, dass in den langen Zeiten des „Heiligen römischen Reiches deutscher Nation“ die Juden als geschützte „Kammerknechte der deutschen Kaiser“ die Nutznießer der deutschen Ordnungsmacht waren und so ihren geschäftlichen Wohlstand erhandeln konnten. Im „Sachsenspiegel“, dem bedeutendsten deutschen Rechtsbuch, gelten Juden, wie Geistliche und Jungfrauen, als öffentlich schützenswert und unterlagen nicht dem ansonsten üblichen privaten Faustrecht. Vom einfachen Volk sind sie als nicht assimilierbare Landfremde beargwöhnt worden, man hat ihnen zuweilen Unredlichkeit unterstellt und versucht, sie aus den Gemeinden abzuschieben, aber die deutschen Fürsten und namentlich der Kaiser, haben sie stets rehabilitiert und in Würden zurückgeführt, wie es sich etwa beim „Fettmilchaufstand“ von 1614 in Frankfurt zutrug. Juden waren die Einzigen innerhalb des „Heiligen röm. Reiches deutscher Nation“, die als fremdvölkische Gruppe mit exklusiver nichtchristlicher Religion, das außerordentliche Privileg der Selbstverwaltungen ihrer Gemeinden genossen; eigentlich nur deshalb, weil eine dem schlichen Volk fremde und zusätzlich ferngesteuerte Vatikan-Kirche meinte, die Juden, als sog. „Volk der Schrift“, als lebendes Zeugnis für ihr missionarische Überzeugungsarbeit benutzen, oder besser gesagt, missbrauchen zu müssen. Sie mochten zeugen für das Vorhandensein eines zunächst in Nordeuropa völlig irreal erscheinenden, fremdvölkischen Religionskonstruktes. Der Kirchenchristianismus hat den Volksglauben der Juden zur gleichen Zeit geduldet und geschützt, währenddem er den angestammten deutsch-heidnischen Heimatglauben erbarmungslos ausrotten ließ.
 
Eine differenziertere Betrachtung der Beziehung „Rom-Jerusalem“ entwarf der rabbinische Gelehrte Abraham Berliner (1833-1915) in seinem Buch „Aus dem Leben der deutschen Juden im Mittelalter“, 1900, wo er die antiken Juden als eine im Römischen Reich hoch geachtete, weitgehend privilegierte Bevölkerungsgruppe bezeichnete. Starke jüdische Gemeinden gab es überall im Imperium. Manche Stadt außerhalb Israels, wie etwa Alexandria, wurde zeitweise von ihnen dominiert. Seit Ciceros berühmter Rede „pro Flacco“ (59 v.0) wissen wir, dass die Juden im Imperium Romanum sogar besondere Rechte genossen, z. B. den Erlass der sonst allen Bürgern auferlegten Steuer an den Tempel des Jupiter Capitolinus, die stattdessen an den jüdischen Tempel nach Jerusalem übersandt werden durften, was ein möglicher röm. Casus-Belli für den Jüdischen Krieg (66-74 n.0) wurde, weil der Salomo-Tempel gleichzeitig als Bankhaus fungierte, indem alles in jüdischen Händen befindliche Geld als heiliges Tempelgeld bezeichnet wurde, auf das die röm. Finanzbehörden keine Steuern erheben durften. Die Juden, so Cicero, seien „an Menge und Macht“ in der Hauptstadt des Imperiums überaus einflussreich geworden. Seneca und Juvenal erwähnen das Privileg der Juden, ihren „Schabbat“ zu feiern. Germanen wie Juden erhoben sich im blutigen Ringen wider Rom, was sie zu einer Kampfgenossenschaft hätte führen können.
 
Man mag es bedauern und kindhaften Friedenträumen nachhängen, das ist legitim, doch die Wirklichkeiten dieser Welt zeigen, dass der Wille zum Ausgleich unter den Völkern nur gering entwickelt ist und eher das Prinzip des „Fressen und Gefressenwerden“ vorherrscht. Deutsche und Juden drifteten schicksalshaft gegeneinander. Juden waren in ihrer parallelgesellschaftlichen Mehrzahl nicht geneigt, sich in Deutschland einzupassen, sie lebten ihr Sonderleben, was ihnen so wenig als Rüge entgegengehalten werden darf, wie den Deutschen ihren Willen, als volkreichste Ethnie den ihnen gemäßen Platz, als eigentliche Schutzmacht Europas, endlich wieder in Ehren einnehmen zu dürfen. Seit Gründung des 2. Deutschen Reiches 1871 - nach dem von Napoleon III. provozierten, aber gewonnen Frankreichkrieg - war es das Ziel vornehmlich der europäischen Westmächte die neu aufkommende deutsche Wirtschaftsmacht wieder abzuwürgen, um sie in die Bedeutungslosigkeit zurückzudrängen, zu der sie seit Ende des Dreißigjährigen Kriegs (1618-1648) einzunehmen gezwungen war. Der Entscheidungskampf - ob Deutschland als gleichberechtigte Weltmacht im Kreise der Großmächte akzeptiert werden würde, oder nicht - entbrannte mit dem Weltkrieg I. (1914-1918). Gegen das Deutsche Reich hatten sich rundum die Einkreisungs-Mächte in der „Entente cordiale“ und der „Triple Entente“ verbündet. Der Kampf lief auf ein Patt hinaus, bis die USA, unter unehrlicher Kriegsgrundmasche („Lusitania-Affäre“) und ebenso unehrlichen Friedensversprechungen („Wilsons 14-Punkte-Programm“) in den Krieg mit frischen Truppen, zugunsten der Deutschlandfeinde, eingriff. Es gab keinerlei Interessenskonflikte zwischen dem Deutschen Reich und den USA, warum zerstörte - ohne selbst je existentiell bedroht worden zu sein - US-Amerika die deutsche Zukunft ? Mit der Beantwortung dieser Schicksalsfrage löst sich das Rätsel des deutsch-jüdischen Konflikts, denn alle vorgenannten Differenzen im deutsch-jüdischen Zusammenleben hätte die Zeit heilen können. Man war gegenseitig mehr oder minder schuldig geworden, irreparabel waren die gegenseitigen Anschuldigungen nicht ! Zudem hatten Deutsche und Juden auf vielerlei Gebieten eine erfolgreiche Symbiose erzielt, zu beiderseitigem Vorteil. Jeder spielt sein Spiel, rücksichtslos so gut er kann, moralische Töne sind allein der propagandistischen Selbstdarstellung vorbehalten, in der die Briten - das „perfide Albion“ - fast unerreichte Meister waren. Man kann es England kaum verdenken, dass es an die Stabilität Europas nie gedacht hat, dass es gegenüber Europa immer gleichgültig und verantwortungslos handelte, schließlich schaute es aus seiner Insellage als Seefahrernation, in die zu beherrschenden Weltmeere und Kontinente hinein. Als England erkennen musste, dass es den Krieg, den es zur Vernichtung des Deutschen Reiches begonnen hatte, mit den mobilisierten Kräften nicht gewinnen konnte, griff es in die diplomatische Intrigenkiste und zwar zur sog. „Balfour-Deklaration“. Der englische Außenminister Arthur Balfour (1848-1930) schickte am 02.11.1917 einen Brief an den jüdischen Finanz-Baron Hon. Lionel de Rothschild (1868-1937), es war der führende Vertreter des Zionismus in Großbritannien. In dem Brief ließ der Diplomat  verlauten: „Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern.“ Es war die Zusage der Großmacht, den Juden - nach 2.000 Jahren - wieder zu einem eigenen Staat verhelfen zu wollen. Das gleiche unehrliche Versprechen hatte Großbritannien bereits 1915 den Arabern gegenüber abgegeben, nämlich, dass sie nach dem Sieg über der Türken Osmanisches Reich - das im Besitz des Gebietes war und an der Seite der sog. „Mittelmächte“ (Deutsches Reich u. Habsburg-Monarchie) im Krieg stand, ein arabisches Königreich von Palästina bis an den Persischen Golf errichten dürfen. Eigentlich sollten beide Seiten - Araber wie Juden - betrogen werden, denn England und Frankreich hatten sich schon 1916 im „Sykes-Picot-Abkommen“ verständigt, das türkische Gebiet nach dem Sieg unter sich aufzuteilen. Aber England hatte mit der Intrige des doppelten Versprechens zweierlei für seine Interessen gewonnen, einmal die Mobilisierung bzw. den Aufstand der arabischen Kämpfer im Nahen Osten und zum anderen das weltweit aktivierte jüdische Geld. Baron Rothschild war entzückt, Balfours Zusage sei „das größte Ereignis in der jüdischen Geschichte der letzten 1.800 Jahre“ erkannte und bekundete er. Der Traum des Zionismus war in greifbare Nähe gerückt, die Juden der gesamten Welt begannen für den Sieg Englands zu wirken, auch die in den USA drängten zum Krieg gegen Deutschland, an der Seite Englands, für ihren erhofften zionistischen Judenstaat. Die forcierte Einwanderung der Juden nach Palästina begann, das zu 90 Prozent von Arabern bewohnt war; die Weichen für den „Nahost-Konflikt“ waren gelegt.  Auf der „Balfour-Deklaration“ beruhte die israelische Staatsgründung im Jahre 1948.
 
Im Überlebenskampf der Völker waren die Würfel gefallen, um seinen Staat zu bekommen stellte sich das internationale zionistische Judentum - nicht unbedingt jeder einzelne Jude – mit seiner erdrückenden Finanzmacht gegen Deutschlands Lebensinteressen. Aus Weltkrieg I. und dem folgenden „Vernichtungsdiktat von Versailles“ erwuchsen die revanchistische NS-Bewegung sowie Weltkrieg II.. Die Erschütterung der Deutschen, die 1918 - nach vielen militärischen Siegen - aus dem Glanz der Wilhelminischen Epoche im Scherbenhaufen der „Weimarer Republik“ erwachten, kann man sich größer nicht denken. Dass das „Bankhaus Rotschild“ mit dem „Internationalen Judentum“ mitschuld am Untergang des Deutschen Kaiserreiches war, blieb natürlich nicht verborgen. Die deutschen Patrioten griffen den vermeintlichen jüdischen Fehdehandschuh auf, unzulässige Pauschalisierungen sind in Kampfeslaune auf allen Seiten leider an der Tagesordnung, es begann der heiße nationalistische Bücherkrieg gegen „Juda“, der auch solche kuriosen Blüten trieb wie die Schriften des Karl Weinländer. Was die deutschen Patriotenherzen zusätzlich einerseits ängstigte, anderseits anstachelte, war der Eindruck einer „jüdischen Weltverschwörung“, die hervorgerufen wurde, durch die unmittelbar nach der Kriegsniederlage im Westen, im Osten erwachende marxistisch-bolschewistische Macht in Russland, unter deren Vertretern eine anscheinend überproportional große Zahl jüdischer Akteure auffielen. Das Wort ging um, von einer „jüdisch-bolschewistischen Revolution“. Auch im von den Siegern entmachteten, kleingeschnittenen, hungernden, in den Grundfesten irritierten Deutschland begannen jüdische Aktivisten für den Kommunismus (KPD, USPD, SAJ usw.), für eine „Räteregierung“ und sogar für den Anschluss an die Sowjetunion zu werben. Nicht wenige linkssozialistisch-jüdische Revolutionäre, Politiker und Schriftsteller, wie z.B. Kurt Eisner (1867-1919), Anführer der „Novemberrevolution“ in München, agierten im extrem antideutschen Spielfeld, schienen sich mit den Feinden Deutschlands gemein zu machen. Auch der anarchistische Schriftsteller und linkspolitische Aktivist Erich Kurt Mühsam (1878-1934) war maßgeblich an der Ausrufung der „Münchener Räterepublik“ beteiligt; schon 1902 wurde er Redakteur bei der anarchistischen Zeitschrift „Der arme Teufel“. Der jüdische linkssozialistische Revolutionär Ernst Toller (1893-1939) schrieb 1924 die Komödie Der entfesselte Wotan“, womit er den altdeutschen Volksgott, mit seinen Schwärmern, der Lächerlichkeit preisgab. Antigermanische und antisemitische Diffamierungskampagnen wurden ausgetragen; das deutsch-jüdische Verhältnis näherte sich einem traurigmachenden Tiefpunkt. In diesem Zustand, einer von mehreren Seiten angefachten Hysterie, wurde von allen Seiten über das Ziel der Vernunft hinausgeschossen, man überbot sich förmlich an Unterstellungen, einfach deshalb, weil man dem politischen Gegner noch viel größere Gemeinheiten zutraute, als sie schon offenbar geworden waren -, eine Haltung übrigens, die für beide Seiten (!) spätere volle Bestätigungen in Weltkrieg II. fanden. Die „Thule-Gesellschaft - Orden für deutsche Art“ konstitiuierte sich als politischer Geheimbund aus dem 1912 gegründeten „Germanenorden“, der eine „arisch-germanische religiöse Wiedergeburt“ angestrebt hatte. Im August 1918 ist die „Thule-Gesellschaft“ in München von dem Okkultisten Adam Alfred Rudolf Glauer alias Rudolf von Sebottendorf (1875-1945) gegründet worden, mit dem Hauptanliegen, eine Opposition gegen Kurt Eisners Münchener Räterepublik zu entwickeln. Sie pflegte Gedanken von „Jüdischer Weltverschwörung“ und „Brechung der Zinsknechtschaft“. Eisners  Räteregierung beschlagnahmte Sebottendorfs Mitgliederlisten, verhaftete sieben Thule-Mitglieder und ließ sie am 30.04.1919 von ihren Rotgardisten erschießen. Der Thule-Bund löste sich 1925 auf, eine Neugründung wurde von den NS-Behörden 1933 ebenso verboten wie Sebottendorfs Buch „Bevor Hitler kam“, er selbst ist 1934 aus Deutschland abgeschoben worden, da er die türkische Staatsbürgerschaft besaß. Der Dichter, Publizist und Verleger Dietrich Eckart (1868-1923), der A. Hitlers Freund und Ideengeber wurde, war zwar kein Mitglied der „Thule Gesellschaft“, er besaß aber einen „Gast“-Status. Im Dezember 1918 gründete er die antijudaistische Zeitschrift „Auf gut deutsch - Wochenschrift für Ordnung und Recht“. Er schrieb u.a.: „Der Bolschewismus von Moses bis Lenin. Zwiegespräch zwischen Adolf Hitler und mir“, 1925. Die schreibende Zunft der judäo-kritischen deutschen Nachkriegspatrioten forschte und fand - glaubte zumindest darin eine tiefere Erkenntnis gewonnen zu haben - dass der aktuelle jüdische Angriff im Westen und der aktuelle jüdische Sieg im Osten, zu einer lange Zeiträume überschreitenden Strategie gehören müsse, die beispielsweise in der „jüdischen Freimaurerei“, im „jüdischen Geldadel“, in „jüdischer Pressemacht“ usw. nachweisbar seien. Die Zitate der deutschen Klassiker, von Kant und Goethe bis Wilhelm Busch (1832-1908), mit „Schmulchen Schiefelbeiner“ und den „Internazis“ im „Pater Filucius“, 1872, waren, oder erschienen als Fundgruben judenkritischer Äußerungen. Martin Luthers Juden-Warnung und die des Johann Andreas Eisenmenger (1654-1704), Lehrstuhlinhaber für Hebräische Sprache an der Universität Heidelberg, mit seinem Buch „Entdecktes Judenthum …“, in Auflagen von 1694, 1700, 1711, 1740, 1893, schienen die Idee des ewigen deutschen Abwehrringens zu bestätigen. Von Rudolf Costenoble erschienen die kleinen Broschüren „Jeiteles Teutonicus: Harfenklänge aus dem vermauschelten Deutschland - von Marr dem Zweiten“, 1879 in Bern, ebenso wie „Der Sieg des Judenthums über das Germanenthum“, die von „der ernsten Gefahr“ reden/reimen, welche der Gesellschaft [von Seiten des Judentums] droht“ bzw. drohen würden. In dieser Art Texten, bis in die Zeit des NS-Staates hinein, wie z.B. „Teut wider Juda - der Entscheidungskampf“, 1924, von Major Kurt Anker (1882-1935 - Ordonnanzoffizier des Kronprinzen Wilhelm von Preußen und späteren Redakteur der „Elsass-Lothringer Heimatstimme“), spiegelt sich eine Facette der deutschnationalen Stimmung der Angst vor der nun mit Nachdruck aufkommenden Judenmacht. Wie real sie war, oder inwieweit die Fixation auf sie einer Hysterie entsprang, spielt heute keine Rolle mehr, sie war vorhanden und wurde dann politisch umgemünzt.
 
Dieser zusammengeschaute Horizont war die Sichtweise aus der K. Weinheimer eine Art Generalabrechnung mit dem Judentum zu unternehmen beabsichtigte, wobei er mit einer konstruierten weit ausholenden kritischen Geschichtsbetrachtung meinte - zumindest im Bewusstsein seiner leichtgläubigen Leser - dem Judentum einen Streich gespielt zu haben. Was in der Entstehungszeit, 1922, des Buches „Atlantis, Edda und Bibel - 200.000 Jahre Germanischer Weltkultur und das Geheimnis der Heiligen Schrift“ emotionell verständlich sein mochte und, in Anbetracht des damaligen minderen Wissensstandes, noch augenzwinkernd als Trivialliteratur hätte belächelt werden dürfen, das ist heute einfach nur noch eine Schande für das was wir unter niveauvoller „Ariosophie“ verstehen lernen sollten und insbesondere für jene urteilsunfähigen Leute die heutzutage Neuauflagen derartiger primitiver Machwerke bewerkstelligen. Wenn es so wäre, dass dem ariosophischen Gedanken nicht mehr einfallen würde, als nach fast hundert Jahren einen alten Kalauer aus der Mottenkiste hervorzuholen und zu feiern, dann hätte er damit seinen eigenen Nekrolog angestimmt und das schallende Gelächter der von nah und fern äugenden Auguren und Rabbinen wäre ihm gewiss und berechtigt.
 
Bedarf es einer Erbauungsliteratur ?
 
Die Grundtendenz vieler deutscher Literaturen nach Untergang des 2. Deutschen Reiches im Weltkrieg I., verursacht durch den Kriegseintritt der imperialistischen USA, zugunsten der Deutschfeinde und dem gleichzeitigen Aufkommen des imperialistisch-aggressiven Bolschewismus, war nationalistisch-egozentrisch im Sinne von Sichbewahrenwollen, und ebenso antijudaistisch, weil im Judentum ein Ferment des Internationalismus verschiedener Couleur zu erkennen war. Sie erschien den beteiligten Autoren als Abwehr- und Aufklärungs-Literatur, in Wahrheit war sie aus einer gefühlen Not geboren, denn sie operierte aus dem schmerzhaften Bewusstsein der Niederlage und der eigenen Ohnmacht heraus; insofern war es - psychologisch betrachtet - auch eine Verzweiflungsliteratur. Diese Literaturgattung ist ebenso abzulehnen wie jene der Gegenseite, deren Absicht allein in der Entwürdigung des Deutschtums zu erkennen war. Allerdings gibt es einen Betrachtungswinkel, welcher erlaubt, nationalistische Texte dann als sinnvoll zu beurteilen, wenn sie die Voraussetzung erfüllen, dass sie a) den Gegner in keiner unmenschlichen Weise schmähen und b) keine Unwahrheiten vortragen. Warum ist eine - auch deutsche - Erbauungsliteratur, unter dem genannten Vorbehalt erlaubt und zu empfehlen ? Jedes Volk und jede Gesellschaft - bestehend aus Oberen und Unteren - bedarf des sinngebenden Stolzes zum Leben ! Die Herrschenden beziehen ihre Lebensbestätigung, also ihre mentalen Energien, aus dem Bewusstsein aller Eliten, nämlich dem Glauben der Auserwähltheit, aufgrund ihrer besonderen Gaben und Talente, die sie in die oberen Etagen hinaufgeführt haben. Aber über welche sinnschenkenden seelisch-geistigen Stärkungsmittel verfügt das einfache Volk, konkret, das deutsche Volk ? Es ist schon so, man hat ihm alles Derartige abgesprochen und abgenommen. Die islamischen Nationen haben ihr Bewusstsein, sie würden in Gottes Namen  und Mohammeds Auftrag die Welt für den Islam erobern. Die Spanier halten sich für jene Besonderen, die die Neue Welt dem Christentum zuführten. Die Briten leben in der Vorstellung, sie hätten mittels ihres Kolonialismus die Völker der Welt kultviert. Die Franzosen sehen sich seit der „Französischen Revolution“ als Vorreiter für die Menschenrechte. Die Italiener verstehen sich als Nachkommen der alten Römer und zehren aus deren imperialen Stolz. Die US-Amerikaner schätzen sich als Freiheitsbringer ein und ihr Land als „Gods own Country“. Die Juden bezeichnen sich als das von ihrem Gott ausgesuchte Volk, also bevorrechtigte „Auserwählte-Volk“ und „Priester-Volk“, welches allein einen Vertrag mit Gott besäße, der ihm gewisse Rechte sichern würde. Da der ursprünglich hebräische Stammesgötze vom Kirchenchristentum zum Weltengott und die hebräische Nationalliteratur zur verbindlichen „Bibel“ als Richtschnur für alle Völker erhoben worden ist, ermangelt es dem Judentum am wenigsten am überlebensnötigen Selbstbewusstsein. Um, neben den vielen starken, fremden nationalen Charakteren auch der deutschen Seite etwas Mut zum Leben zu verhelfen, bedarf es einer deutschen Erbauungsliteratur, denn die Selbstverleugnungs- und Selbstaufgabetendenz ist unter Deutschen - die das christenkirchliche Selbstopferevangelikum tiefer als andere Völker verinnerlicht haben - besonders groß. Der scharfäugige Otto von Bismarck (1815-1898), hatte schon Recht, als er 1863 im preußischen Landtag sagte: „Die Neigung, sich für fremde Nationalitäten und Nationalbestrebungen zu begeistern, auch dann, wenn dieselben nur auf Kosten des eigenen Vaterlandes verwirklicht werden können, ist eine politische Krankheitsform, deren geographische Verbreitung leider auf Deutschland beschränkt ist.“ Der Begründer der Germanistik, der bienenfleißige Jakob Grimm, bekennt in der Vorrede zur „Deutschen Mythologie“ von 1844: „Weil ich lernte, dass seine Sprache, sein Recht und sein Altertum viel zu niedrig gestellt waren, wollte ich das Vaterland erheben.“ Ebenso machte Jacob Grimm Mut zur Bewahrung deutscher Identität: „Deutsche geliebte Landsleute, welchen Reichs, welches Glaubens ihr seid, tretet ein in die euch allen aufgetane Halle eurer angestammten eurer angestammten Sprache, lernt und heiliget sie und haltet an ihr, eure Volkskraft und Dauer hängt an ihr.“ Diese Worte mögen jedem der es ehrlich meint mit seinem Volk zum Vorbild und Ansporn dienen. Selbstverständlich ist deutsche Erbauungsliteratur willkommen und höchst dienlich, um auch den Deutschen ein stolzes Lebensgefühl zu vermitteln. So gesehen wäre das Buch, wie das von Karl Weinländer, aus einem begrüßenswerten Patriotismus motiviert, absolut zu loben, wenn es nicht die abträglichen Übertreibungen, Verzerrungen und Unwahrheiten bieten würde die es so wertlos machen. Und Friedrich Engels war es der deutlich machte, was von dem Anspruch und Apell von Kriegssiegern und ihren roten und schwarzen Kollaborateuren, zu halten sei: „Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluss von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die Fremdherrschaft zu verewigen.“
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