18.10.2025

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DIE APFEL-GÖTTIN

Äpfel galten als Götter-Speise,
schon an frühen Steinzeit-Rändern,
als Menschen ihren Wert erkannten
und dankten den Gesundheits-Spendern.

Sie halfen über Nordland-Winter,
wenn die frischen Kräuter fehlten,
die Menschen-Leiber zu erhalten,
wenn lange Dunkelheiten quälten.

Drum wurden Äpfel zu Symbolen,
der Göttin Nertha und Frija-Gerda,
der großen Segensspender-Göttin,
der Erden-Mutter, traut und wahr.

Als Idun hegt sie Äpfel-Gärten,
pflanzt und pflegt die Lebens-Früchte,
pflanzt in Menschen, auch in Götter
irdisch-frohe Lebens-Süchte.

Und wir bitten und wir beten:
„Mutter-Erde schenk‘ uns Leben,
dass wir in Frieden Deine Gaben
an Kind‘ und Enkel weitergeben !“

 Idun/Iduna (altnord. Iðunn) ist in der nordischen Mythologie die Göttin des Frühlings und der ewigen Jugend, die Hüterin der goldenen Äpfel, welche die Götter essen, um jung zu bleiben. Sie ist die Frau von Bragi, dem Gott der Dichtkunst, und hütet die Äpfel in ihrem Garten, dem Apfelland Brunnakr im Westen. Der Name Idunas bedeutet „die Verjüngende“ und die Äpfel symbolisieren Langlebigkeit, Jugend, Schönheit und Gesundheit.

Schon in den Steinzeitkulturen der Pfahlbauern an den Bodensee-Ufern (4.300 v.0 bis etwa 850 v.0) hat man die damals noch kleineren Äpfel für die sonnenarmen Winterperioden eingelagert, um ihren Vitamin C-Gehalt zum Überleben zu nutzen. So ist der Apfelbaum der eigentliche urdeutsche Lebensbaum, so wie im Orient die Dattelpalme der Lebensbaum geworden ist.

Als Hüterin der goldenen Äpfel ist ihr Baum der Apfelbaum. Sie steht, als eine der mythischen Inkarnationen der gemeingermanischen Göttin Frija/Freya (Frau Holde/Holle + Peratha) im ODING-Runen-Alphabet steht sie als Perthro/Pertho-Rune (ᛈ), an 11. Stelle, zu Mitte Mai im ODING-Runen-Kalender; zu ihr gehört der Apfelbaum.

Die Zahl 11 nennt die Edda (im Skírnismál) bei der Brautwerbung der schönen Erden-Riesentochter Gerda durch den Gehilfen des solaren Freyr (altdeutsch Frō), dem Skírnir, welcher der Gerda elf goldene Äpfel als Brautgabe anbietet. Lassen wir uns von den diversen Kultnamen nicht verwirren, unter Gerda haben wir uns die Erdmutter Nertha ebenso die Göttin Frija-Freyja vorzustellen.

Der burleske germ. Götterschwank lautet so: Als Loki von dem Riesen Thiazi geraubt wurde, wollte dieser ihn nur freilassen, wenn er ihm Idun zusammen mit ihren goldenen Äpfeln ausliefere. Als das geschah, begannen die Götter sogleich zu altern und zwangen Loki, die Geraubte aus der Gewalt des Riesen zu befreien. Loki, in das Falkengewand Freyas gekleidet, verwandelte die Gefangene in eine Nuss und brachte sie nach Asgard zurück, verfolgt von dem Riesen in Gestalt eines Adlers, dem die Flüchtenden nur um Haaresbreite entkamen. Thiazi wurde von den Asen durch das Verbrennen seiner Flügel getötet.

Loki beschimpft Idun als mannstoll, da sie ihre weißen Arme um den Mörder ihres Bruders lege. Von diesem Mythos ist ansonsten nichts weiter in der nordischen Mythologie überliefert. Der besagte Brudermörder kann nach unserem Verständnis nur ihr Gemahl Bragi sein.

Als sich das Ende der Welt durch bedrohliche Vorzeichen ankündigt, sinkt Iduna von der Weltesche Yggdrasil in die Unterwelt, wohin ihr Bragi folgt.

Die Göttin der goldenen Äpfel der Unsterblichkeit erinnert an den griechischen Mythos von den goldenen Äpfeln des Baums der Hesperiden und ist vielleicht auch aus der griechischen Sagenwelt entlehnt worden, oder gehört zum gemeinsamen arischen Sagenerbe. Die Mythe vom Raub der Idun durch einen Riesen hat einige Parallelen mit dem Verhältnis der Riesen zu Freya. Aus Irland ist eine keltische Sage überliefert, in der drei Brüder im Falkengewand die Wunderäpfel Hisbernas rauben. Sie werden dabei von den Töchtern eines Königs in Adlergestalt verfolgt und entkommen nur knapp. Auch hier könnte eine Entlehnung von den Hesperiden erfolgt sein ? Eigentlich gibt es keine Beweise dagegen, dass Idun möglicherweise unter einem anderen Namen von alters her der germ. Götterwelt angehörte.