14.02.2026
Die Zahl 13, „das Dutzend des Teufels“, hat schon von Seiten der Kirche ihren schlechten Ruf wegbekommen. Folglich können wir im oft bestätigten erfolgreichen Umkehrschluss von einem guten heidnischen bzw. vorchristlichen Datum ausgehen. Dem Freitag, dem alten Ehrentag der Frija-Freya, röm. Venus, ist es nicht in die Wiege gelegt worden, zu einem Tag der „Jesus-Kreuzigung“ entwürdigt zu werden.
Auch Eva soll an einem Freitag ihren Adam an besagtem Wochentag zum Verzehr der verbotenen Frucht überredet haben. Welch ein geballter christenkirchlicher Unsinn ! Die Zahl 13 war in der Antike, wie es in islamischen Kult bis heute der Fall ist, eine Glückszahl, die die jungen Mädchen als Alumet um den Hals tragen, wie ich es bei den Rif-Kabylen im Atlas-Gebirge selbst beobachten konnte.
Die 13 war in alter Zeit die gute Ordnungszahl des Chronos, wohl deswegen, weil der 13. Monat als (Ein)Schaltmonat die aus den Ufern laufenden Jahreszeiten wieder stabilisierte, wegen der leidigen Differenz zwischen Mond- und Sonnenjahr, von ca. 11 Tagen. Aus diesem Grund ist auch in Sagen und Legenden der 13. immer der Führer, der Ordner, sogar der Soter (griech. Heiler, Erretter), wie wir es auch in der Christus-Legende gewahren.
So musste, diesem Topos folgend, auch der galiläische Querdenker Jeshua-Jesus, der 13. vor seiner Jüngerschar von Zwölfen sein. Um den 13., der eigentlich Jesus war, beim sog. christl. „Abendmahl“ (dem jüdischen Passach-Festmahl) als den 12. erscheinen zu lassen, und den „Verräter Judas“ zum 13. zu machen, wurde gesagt, dieser sei zu spät zur Tafel gekommen, als schon die anderen 12 Gesellen schon bei Tische saßen. So wurde künstlich der Judas zum 13., dem Unglückswurm.
Auch Gelimer, der letzte, edle aber unglückliche Wandalenkönig, hatte ein Gefolge von 12 Jüglingen. Ebenso wie Siegfried von Xanten, der sagenhafte Sonnenheld, welcher so viele Züge des deutschen Nationalhelden, des Cherusker-Fürsten Armin, angenommen hat, ritt mit seinen 12 Gesellen in Worms ein, zur Brautwerbung um die schöne Kiemhild.
Die 13. Rune ist Jera, das gute Jahr. Allerding ist es die einzige Rune die ein geteiltes Schriftbild zeigt, nämlich dehalb, weil sie auf der Spitze des Jahres, der Sommersonnenwende, steht. Zu diesem Datum endet bekanntlich der Aufwärtsschwung des Jahres und es beginnt der Abwärtstrend, mit den immer kürzeren Tagen. In sofern trägt diese Jahrrunenzahl einen etwas ambivalenten Charakter. Es ist so quasi der „Schritt über die Schwelle“, vom Lichtaufstieg zum Lichtabstieg. Irgendwie ähnlich muss es der fernöstliche Weisheitslehrer Laotse verstanden haben, der im „Tao-Te-King“ (Daodejing) sagte: „13 sind die Lebensbegleiter und 13 sind die Todesbegleiter“.
Keinesfalls ist also die Zahl 13 eine böse bzw. eine Ungückszahl. Wenn sich das „Gute Jahr“ mit dem „Tag der Liebe“, dem Freitag, vereint, an dem man vornehmlich Hochzeiten anberaumte, kann das nur einen positiven Aspekt hervorrufen. Das genaue Gegenteil - wie gewöhnlich - kramte sich die ewig trauernde und greinende Christenkirche zusammen. Wenn bei ihr 13 und Freitag zusammenfallen, ist es natürlich besonders schlecht um des Menschen Glück bestellt; aber nur aus kirchlicher Sicht !
Tatsächlich ein schrecklicher Tag wurde der 14. September 1307, dem Fest der „Kreuzerhöhung“, für den „Orden der Templer“. Die Zahl 14 ist nun wirklich eine runische Todeszahl, des Begriffes „Eis“, aus dem sich „Kaltmachen“ und „Lebenswärme verlieren“, assoziieren müssen. Auch schon die Altägypter verbanden mit der Zahl 14 etwas Düsteres, Tödliches. Der Franzosenkönig Philipp IV., „der Schöne“, stellte einen Haftbefehl gegen die Mitglieder des Templerordens aus und zwar für alle Templer ohne Ausnahme.
Am Freitag, den 13. Oktober 1307 ließ Philipps Mann für‘s Grobe, Guillaume de Nogaret, die führenden Templer verhaften. Die Haltung der Kurie zu den folgenden Prozessen ist widersprüchlich. Am 27. Oktober 1307 protestierte Papst Clemens gegen die Verhaftung der Templer, die angewandte Folter und die Einziehung der Güter. Am 28. Oktober ließ König Philippe IV. den Templer-Hochmeister Jacques de Molay und einige andere Brüder vor einer Versammlung von Prälaten und Doktoren der Universität auftreten. Unter Folterandrohung war der Templer dem König mit einem Geständnis zu Willen, das später widerrufen wurde. Der Hauptvorwurf lautete auf Abkehr von „Jesus Chritus“, Dämonenanbetung und Homosexualität. Die folgenden Wochen vergingen mit geheimen Verhandlungen von Papst Clemens V. und König Philippe. Sie endeten am 22. November mit der Bulle „Pastoralis praeeminentiae“, die die Verhaftung der Templer in allen Ländern, aber auch deren Überstellung an die Kirche, anordnete. Durch die Propaganda des Königs und selbst mit einer Anklage wegen Unterstützung der Häresie bedroht, stimmte der Papst am 29. Mai 1308 einer Verhandlung mit Philippe IV. zu. Der Papst war eingeknickt und die Ermordung und Beraubung des Templergutes nahmen ihren Fortgang.
Templer-Hochmeister Jacues de Molay soll den Papst und den König am 18. März 1314 auf dem Scheiterhaufen verflucht haben, weshalb Clemens V. von Teilen der gläubigen Bevölkerung später „der verfluchte Papst“ genannt wurde. Der Papsthistoriker Johannes Haller nannte das Vorgehen gegen den Templerorden den „ungeheuersten Justizmord“, den es je gab. Die anderen Fürsten Europas lehnten die päpstlichen Weisungen gegen den Templerorden zunächst ab. Als Oberschurke gab sich der französische König zu erkennen. Die Päpste im südfranzösischen Avignon waren Lebemenschen ihrer genussüchtigen Zeit.
Die Zitate z.B. von Papst Bonifaz VIII. sprechen für sich: „Welchen Reichtum beschert uns doch dieses Märchen von Christus.“ - „Paradies und Hölle gibt es nur in dieser Welt, nicht im Jenseits; wer gesund, reich und glücklich ist, hat das Paradies auf Erden“ - „Alle drei Religionen und besonders das Christentum enthalten neben Wahrem viel Falsches. Die christliche Wahrheit ist, dass ein Gott existiert, dagegen ist die Reihe des Unwahren lang, sie schließt Dreieinigkeit, jungfräuliche Geburt, Menschwerdung Christi, die Verwandlung von Brot und Wein in den Leib Christi und die Auferstehung der Toten mit ein.“
Ein modernes Ereignis an einem „Freitag, dem 13.“ war der Börsensturz in den USA, der am Freitag, den 13.10.1929 stattfand. Damals verloren viele Menschen auf einen Schlag sehr viel Geld oder auch ihr ganzes Vermögen. Allerdings passierte das in Wahrheit wohl erst später. Diese Erklärung ist also eher nur eine nette Geschichte, aber falsch. Schwarzer Freitag ist die Bezeichnung eines Freitags, der wegen eines an diesem Tag vorgefallenen Unglücks als besonders denkwürdig erachtet wird.
Der „Schwarze Freitag“ in der Wirtschaftsgeschichte
„Schwarze Freitage“ gab es auch in der Geschichte der Börse immer wieder: Bereits 1745 stürzten die Kurse an der Londoner Börse ab, 1889 führten Goldspekulationen zu einer Finanzkrise in den USA, 1873 gab es den Wiener Börsenkrach. Neugeschichtlich wird mit dem Freitag als Unglückstag der „schwarze Freitag“ 1929 verbunden. An jenem „Black Friday“ fand der legendäre US-amerikanische Börsenkrach 1929 statt. Dagegen spricht: Rein faktisch hatte der schon am „Black Thursday“, also am Donnerstag zuvor begonnen. In Deutschland gab es darüber hinaus zwei Jahre vorher einen schwarzen Freitag: Er ereignete sich am 13. Mai 1927 und resultierte aus einem Börsenkrach in Berlin. In der breiten Bevölkerung verbreitete sich der Aberglauben in Deutschland erst vor etwa 70 Jahren. Im Jahr 1957 wurde der Stapellauf eines Öltankers verschoben, der sonst auf einen Freitag, den 13. gefallen wäre. Darüber machte sich ein Journalist in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, einer großen deutschen Tageszeitung, lustig und trug somit zur Verbreitung des Aberglaubens dieses gefürchteten Freitags bei.