01.05.2026

Jude M. Roth über sich: „Böse, besoffen, aber gescheit !“ »

https://www.youtube.com/watch?v=wz-G98Vovbk

https://www.youtube.com/watch?v=sKMxWmsEl3Q&t=24s

Rith_Joseph.JPG

Offizielle Kurzbeschreibung: „Der berühmte österreichische Schriftsteller wurde am 2. September 1894 in Brody (Galizien) geboren. Joseph Roth stand in der Tradition des westlich-österreichisch orientierten Ostjudentums, das durch den Untergang der Donaumonarchie besonders stark getroffen wurde. Im Zuge seiner Tätigkeit als Journalist und Korrespondent der Frankfurter Zeitung arbeitete er in Wien und Berlin. 1933 verließ er Deutschland und lebte später überwiegend in Paris. Dort verstarb der geniale Stilist und Feuilletonist am 27. Mai 1939 im Armenhaus. Zu seinen bedeutendsten Werken zählen die Romane ,Das Spinnennetz' (1923), ,Radetzkymarsch' (1932) und die ,Kapuzinergruft' (1938). Sein Werk vermittelt dem Leser ein gesellschaftskritisches Bild seiner Zeit.“

Moses Joseph Roth (1894-1939) war ein galizisch-jüdischer Schriftsteller und Journalist in Österreich. In der Wiener „Arbeiter-Zeitung“ debütierte er mit dem Feuilletonroman „Das Spinnennetz“. 1930 erschien der Roman „Hiob“, mit der kräftige Bildlichkeit des „Alten Testaments“. Seine Novelle „Die Legende vom heiligen Trinker“ und der Essay „Juden auf Wanderschaft“, begründeten einen gewissen Ruf.

Seit der 1933 erfolgten NS-Machtübernahme lebte er im französischen Exil. 1936/37 erschienen seine Romanen wie „Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht“ oder „Das falsche Gewicht“. Roth starb im Alter von 44 Jahren in Paris an seiner Alkoholkrankheit. Roth betrieb zeitlebens eine rätselhafte Mimikry bezüglich seiner Herkunft, zwecks Verschleierung und Mystifikation derselben. Vor allem die Person seines kriminellen Vaters erschien in mehrfachen schillernden Umgestaltungen: Er sei der außereheliche Sohn eines österreichischen Offiziers, eines polnischen Grafen, eines Wiener Munitionsfabrikanten. Roth behauptete auch, in Szwaby (Schwaby), einem kleinen Dorf in der Nähe von Brody, geboren worden zu sein, dessen Einwohner mehrheitlich deutschstämmig waren, im Gegensatz zur jüdischen Bevölkerungsmehrheit in Brody. Seine Mutter Maria Grübel stammte aus einer in Brody ansässigen jüdischen Kaufmannsfamilie, sein Großvater handelte mit Tuch, seine fünf Onkel mit Hopfen. Roths Vater Nachum Roth stammte aus orthodox-chassidischem Umfeld. Bei der Heirat 1892 war er Getreidehändler im Auftrag einer Hamburger Firma. Als von ihm in Kattowitz eingelagerte Ware veruntreut wurde, musste er zur Regelung der Angelegenheit nach Hamburg reisen. Er wurde zunächst in eine Anstalt für Geisteskranke eingewiesen, dann seinen westgalizischen Verwandten übergeben, die ihn der Obhut eines russisch-polnischen „Wunderrabbis“ überließen, trotzdem blieb er unaufhörlich lachend und völlig unzurechnungsfähig.

Nach Schulbesuchen in Brody, die ihm sein Vormund und Onkel Siegmund Grübel ermöglichte, begann er ein Studium in Lemberg und Wien. Die Atmosphäre Lembergs war damals geprägt von sich verschärfenden Spannungen zwischen den polnischen und ruthenischen Studenten, auch innerhalb des Judentums gärte die Auseinandersetzung zwischen Chassidismus, Haskala (Aufklärung) und der immer stärker werdenden zionistischen Bewegung. Er hielt sich schon im Herbst 1913 zeitweise in Wien auf, wo er vom 2. bis 9. September 1913 am „XI. Zionisten-Kongress“ teilnahm. Damit zeigte er seine innere Haltung als fanatischer jüdischer Rechtsradikaler, was sich im Laufe seines weiteren Lebens bestätigen sollte.

In Wien lebte Roth zuerst in einem kleines Zimmer der Leopoldstadt, wo viele Juden lebten. Im folgenden Semester bezog er mit seiner Mutter, die vor den Wirren des ausbrechenden WK I. nach Wien geflohen war, eine kleine Wohnung im benachbarten 20. Bezirk. Seine Mutter bezog eine geringe Flüchtlingshilfe. Die Zuwendungen von Onkel Siegmund erfolgten wegen der russischen Okkupation nur sporadisch. Roth begann das Studium der Germanistik. Bald besserte sich die materielle Situation. Stipendien und Hauslehrerstellen erlaubten Roth die Anschaffung guter Anzüge. Mit Bügelfalte, Stock und Monokel beschrieben ihn Zeugen der Zeit als Abbild des Wiener „Gigerls“ (Dandys).

Zum Krieg vertrat er als Jude eine sog. pazifistische Position, zudem war er als kriegsuntauglich eingestuft worden. Im Mai 1916 überwand Roth dann doch seine Abneigung vor dem Militärdienst. Von 1917 bis wahrscheinlich zum Kriegsende war er dem militärischen Pressedienst im Raum Lemberg zugeteilt. Er erzählte in späteren Jahren gern das angebliche Abenteuer von „seiner russischen Gefangenschaft“, doch das war gelogen.

Noch während seiner Militärzeit begann Roth, Berichte und Feuilletons für die Zeitschriften „Der Abend“ und „Der Friede“ zu schreiben. Im April 1919 wurde er Redakteur bei der Wiener Tageszeitung „Der Neue Tag“, die auch andere Juden, wie Egon Erwin Kirsch, beschäftigte. Nach Kriegsende musste Roth sein Studium abbrechen und sich auf den Erwerb des Lebensunterhalts konzentrieren. Bei der Rückkehr nach Wien fand er zunächst Unterkunft beim Schwager seines Onkels Norbert Grübel. Ende April 1920 zog er nach Berlin. Dort hatte er zunächst Schwierigkeiten mit seiner Aufenthaltsgenehmigung wegen der Unklarheiten und Fiktionen in seinen Dokumenten. So hatte beispielsweise ein befreundeter Pfarrer ihm einen Taufschein ausgestellt, in dem als Geburtsort Schwaben in Ungarn eingetragen war.

Bald erschienen Beiträge von ihm in verschiedenen Zeitungen, darunter die Neue Berliner Zeitung. Ab Jänner 1921 arbeitete er hauptsächlich für den „Berliner Börsen-Courier“. Schon im Jahr darauf trieb ihn seine marxistisch-zionistische Seele zu schreiben: „Ich kann wahrhaftig nicht mehr die Rücksichten auf ein bürgerliches Publikum teilen und dessen Sonntagsplauderer bleiben, wenn ich nicht täglich meinen Sozialismus verleugnen will. Vielleicht wäre ich trotzdem schwach genug gewesen, für ein reicheres Gehalt meine Überzeugung zurückzudrängen, oder für eine häufigere Anerkennung meiner Arbeit.“

Ab 1923 arbeitete er als Feuilletonkorrespondent für die renommierte „Frankfurter Zeitung“, in der in den folgenden Jahren ein Großteil seiner journalistischen Arbeiten erschien. Wegen der Inflation in Deutschland und Österreich und der deshalb abwechselnd relativ schlechteren wirtschaftlichen Lage pendelte Roth in dieser Zeit mehrfach zwischen Wien und Berlin und schrieb außer für die „FZ“ auch Artikel für die „Wiener Sonn- und Montags-Zeitung“, das Wiener „Neue 8-Uhr-Blatt“ und das „Prager Tagblatt“ und andere Zeitungen. Gleichzeitig verfasste er einem ersten aber unvollendeten Roman, „Das Spinnennetz“, der 1923 als Fortsetzung in der Wiener „Arbeiter-Zeitung“ abgedruckt wurde. Sein Verhältnis zur „FZ“, mit dem damals für die Feuilletonredaktion zuständigen Benno Reifenberg blieb nicht frei von Reibungen. Roth fühlte sich nicht hinreichend geschätzt und forderte überzogene Honorare. Als er sich von der Zeitung trennen wollte, bot man ihm an, als Korrespondent in Paris weiterzuarbeiten. Roth nahm an, siedelte im Mai 1925 nach Paris über und äußerte sich in seinen ersten Briefen enthusiastisch über die Stadt. Als er ein Jahr später als Korrespondent von dem linken und späteren NS-Anhänger Friedrich Sieburg abgelöst wurde, war Roth schwer enttäuscht. Zum Ausgleich verlangte er von der „FZ“ mit großen Reisereportage-Serien beauftragt zu werden. Die Zeitung gab nach, 1926 durfte er die Sowjetunion zu bereisen, dann 1927 Albanien und Jugoslawien und 1927 das Saargebiet, 1928 Polen und Italien. Dennoch kündigte er 1929 seine Mitarbeit auf. Auf freier Basis schrieb er weiterhin für die „FZ“.

Während seiner „FZ-Mitarbeit“ schrieb er als „Der rote Joseph“ die üblichen Beiträge für die sozialistische Zeitung „Vorwärts“, über soziale Missstände und die politischen Verhältnisse betreffend. Seine linken und jüdischen Freunde und Kollegen kritisierten ihn natürlich, als er 1929 gegen sehr gute Bezahlung für die nationalistischen „Münchner Neuesten Nachrichten“ ca. 30 Beiträge verfasste. Sein Vertrag dort sah 2.000 Mark monatlich für mindestens zwei zu liefernde Beiträge vor. Für gutes Geld warfen auch andere Leute ihre Prinzipien über den Haufen !

Roth und die Frauen

1922 heiratete Roth in Wien die Friederike (Friedl) Reichler, die er im Herbst 1919 im Literatencafé „Herrenhof“ kennengelernt hatte. Die junge Frau war Angestellte in einer Gemüse- und Obsthandelszentrale und wie er jüdisch-galizischer Herkunft. Der attraktiven und intelligenten Frau entsprach das ruhelose Leben an der Seite eines Reiseschriftstellers nicht sehr. Roth zeigte schon bei Friedl Symptome einer pathologischen Eifersucht. 1926 traten erste Symptome einer geistigen Erkrankung Friedls zutage, 1928 wurde ihre Krankheit manifest. Sie wurde zunächst in der Berliner Nervenheilanstalt Westend behandelt, dann wohnte sie, von einer Krankenschwester betreut, eine Zeit lang bei einem Freund ihres Mannes. Roth geriet in eine Krise. Er gab sich die Schuld an der Erkrankung: Wahnsinn galt und gilt unter frommen Juden als Strafe Gottes. Eine mögliche Besessenheit durch einen Dibbuk (bösen Geist) veranlasste ihn zu der (erfolglosen) Konsultation eines chassidischen Wunderrabbis. Während dieser Zeit begann er hefig zu trinken. Als auch die Unterbringung bei Friedls Eltern keine Besserung brachte und die Kranke zunehmend in Apathie verfiel und die Nahrung verweigerte, brachte man sie 1930 in das private Sanatorium in Rekawinkel bei Wien. Sie hatte ein Körpergewicht von nur noch 32 Kilogramm, was unmissverständlich zum Ableben führen muste. 1933 kam sie, auf Vermittlung der Jüdin Soma Morgenstern, verschiedene Heil- und Pflegeanstalten. Friedls Eltern wanderten 1935 nach Palästina aus. Roth beantragte die Scheidung von seiner entmündigten Frau. Da Krankheitsschicksal seiner Frau blieb für Roth - auch während folgender Beziehungen – eine Quelle von Selbstvorwürfen und Bedrückungen. 1929 lernte er Sybil Rares kennen, eine jüdische Schauspielerin aus der Bukowina, die am Frankfurter Schauspielhaus engagiert war, und nahm mit ihr ein kurzes Verhältnis auf. Im Sommer 1929 begegnete er Hugenottin Andrea Manga Bell. Sie war verheiratet mit dem Farbigen Alexandre Manga Bell, der sie verlassen hatte. Als Roth sie kennenlernte, war sie Redakteurin bei der Ullstein-Zeitschrift „Gebrauchsgraphik“ und ernährte so ihre zwei Kinder. Roth war von der taffen Frau sofort begeistert. Bald bezog man zusammen mit den Kindern eine gemeinsame Wohnung. Als sich Roth, wegen der NS-Machtergreifung, von Deutschland verabschiedete, folgte ihm Andrea Manga Bell mit ihren Mischlingskindern nach. Doch es kam zu Spannungen, so dass er einem Bekannten schrieb: „Ich muß einen Negerstamm von neun Personen ernähren!“. Andrea Manga Bell verlautbarte später über diese Zeit in einem Brief an den Kommunisten Karl Retzlaw, sie habe von ihrem Bruder in Hamburg Geld aus ihrem Erbe erhalten. „Das Geld, das er mir mit Lebensgefahr über Holland hat zukommen lassen, hat Roth restlos versoffen. Daher enterbt. Ich habe von früh am Morgen für Roth gearbeitet, auf Spiritus gekocht, auch für seine Freunde, alle Korrespondenz und Manuskripte getippt bis nachts um 2 Uhr.“ Wahrscheinlichere Ursache für die Streitigkeiten und das endgültige Zerwürfnis Ende 1938 war Roths extreme krankhafte Eifersucht. Anfang Juli 1936 war Roth auf Einladung des jüdischen Pazifisten Stefan Zweigs nach Ostende gereist, wo er der dort seit kurzem in der Emigration lebenden Schriftstellerin und Alkoholikerin Irmgard Charlotte Keun begegnete. Beide interessierten sich sofort füreinander. Irmgard Keun: „Da hatte ich das Gefühl, einen Menschen zu sehen, der einfach vor Traurigkeit in den nächsten Stunden stirbt. [...] Später verwischte sich der Eindruck, denn Roth war damals nicht nur traurig, sondern auch der beste und lebendigste Hasser.“ Von 1936 bis 1938 lebten die beiden Säufer in Paris zusammen. Egon Erwin Kisch bescheinigte dem Paar einen Hang zum Alkoholexzess: „Die beiden saufen wie die Löcher“. Auch diese Beziehung zerbrach schließlich. Nach Aussage Irmgard Keuns war wiederum Roths Eifersucht die Ursache: „Nicht einmal austreten konnte ich, ohne daß er unruhig wurde. Schlief ich ein, so hatte er seine Finger in meinem Haar eingewühlt, auch noch, wenn ich aufwachte. […] Durch seine wahnsinnige Eifersucht fühlte ich mich immer mehr in die Enge getrieben, bis ich es nicht mehr aushielt, bis ich unbedingt ausbrechen musste. In Paris verließ ich ihn mit einem tiefen Seufzer der Erleichterung und ging mit einem französischen Marineoffizier nach Nizza.“

-.-.-.-.-.-

Roths Literaturproduktionen gingen symbolisch bei den NS-Bücherverbrennungen in Flammen auf. Rot wählte als Ort seines Exils zunächst Paris, unternahm aber diverse, teils mehrmonatige Reisen, unter anderem in die Niederlande, nach Österreich und nach Polen. Von Juni 1934 bis Juni 1935 hielt sich Roth, wie viele andere Emigranten, an der französischen Riviera auf. Anders als vielen emigrierten Schriftstellern gelang es Roth, nicht nur produktiv zu bleiben, sondern auch Publikationsmöglichkeiten zu finden. Seine Werke erschienen in den niederländischen Exilverlagen „Querido“ und „de Lange“ sowie im christlichen Verlag „De Gemeenschap“. Darüber hinaus verfasste er Beiträge für die von dem Juden Leopold Schwarzschild herausgegebene „Exilzeitschrift Das neue Tage-Buch“.

In den letzten Jahren verschlechterte sich Roths finanzielle und gesundheitliche Situation rapide. 1939 wurde Roth in das Pariser Armenspital „Hôpital Necker“ eingeliefert. Im Mai starb er an einer doppelseitigen Lungenentzündung. Der letale Verlauf der Krankheit wurde durch den abrupten Alkoholentzug (Delirium tremens) begünstigt. Eine Frau namens Germaine Alazard kümmerte sich um die Manuskriptseiten von Roths Novelle „Die Legende vom heiligen Trinker“, welche deswegen noch 1939 im Allert de Lange Verlag in Amsterdam erscheinen konnte, einem Verlag für deutsche „Exilliteratur“. Bei Roths Beerdigung kam es beinahe zu Zusammenstößen zwischen den Beteiligten der Trauergesellschaft: österreichische Legitimisten, Kommunisten und Juden reklamierten den Toten jeweils als einen der ihren.

-O-O-O-O-

HASS GEGEN HASS“

Von Moses Joseph Roth erschien die Schrift „Briefe 1911–1939“, herausgegeben und eingeleitet von  Hermann Kesten, 642 Seiten, im Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 1971.

Dazu erschien im Jahre 1971 ein Kommentar „Haß gegen Haß“, in „Aurelius - Zeitschrift für Numismatik, Geldwesen und Kultur“, Nr. 16. Der Text beginnt: „Hier werden Dokumente historischer Bedeutung publiziert, Briefe aus der Intimsphäre jüdischer Mentalität, Briefe eines Juden und österreichischen Leutnants des Ersten Weltkrieges, geboren 1894, bekannt als Verfasser der Erzählung „Hiob“ und des Romans „Radetzkymarsch“. Sein scharfer analysierender Verstand ergründet und durchschaut das Wesen der Dinge. Sein Judentum ist die Quelle seines Selbstbewusstseins und seiner Überlegenheit. So schreibt er 1925 an Bernhard von Brentano einen Satz, der den Schreiber wie den Empfänger naiv und treffend charakterisiert: „Sie sind doch nicht von der jüdischen Schlauheit, die mit dem Staat verhandeln kann.“ - Welche wissende, intellektuelle Übermacht offenbart sich in dieser Zeile ! Einem Bürger der Bundesreppblik Deutschland kann Angst und Bange werden, wenn seine Diplomaten mit Israels „von jüdischer Schlauheit“ verhandeln. Als Folge rauschen dann wieder Millionen Deutscher Mark ins Heilige Land.

Nachdem Hitler 1933 zur Macht gekommen war, erkannte Roth sofort: Alle Versuche der Juden, unter nationalsozialistischer Diktatur in Deutschland zu existieren mußten vergeblich sein. Jedes Herumtasten in dieser Richtung empörte ihn. Er bleibt jedenfalls in Paris, fühlt sich dem Katholizismus verbunden, der „allein das III. Reich heroisch bekämpft“, sieht also in der Kirche sehr richtig das Bollwerk gegen den deutschen Nationalismus und will den Anschluss Österreichs an das Reich durch die Rückkehr der Habsburger nach Wien verhindern. [...]

Heißen Haß, Verachtung atmen seine Briefe, sobald die politische Situation berührt wird. An Stefan Zweig schreibt er im November 1933: „Und wenn die ,Sammlung‘ (Eine Emigrantenzeitschrift, die Schriftl.) tausendmal Unrecht hätte: gegen Goebbels, gegen Mörder, gegen die Schänder Deutschlands und der deutschen Sprache, gegen die stinkenden Luther-Fürze hat sogar die ,Sammlung‘ recht.“ - „Loyalität aber bezeugen wollen gegenüber dieser Bande aus Mördern und Scheißern, aus Lügnern und Trotteln, aus Wahnwitzigen und Wortbrechern, Schändern, Räubern, Wegelagerern: Das ist unverständlich.“ - „Jedermann, ganz gleichgültig, wer er ist, wäre er früher war, der öffentlich heute in Deutschland tätig ist, ist eine BESTIE.“ - „Schon jeder gewöhnliche Staatsbürger ist ein arschleckender Angestellter des Staates; geschweige denn der Verleger der Insel oder Fischers (Ich wünsche ihnen allen das Konzentrationslager.)“

Im Oktober 1934 schreibt er an Klaus Mann: „Sie vergleichen mit Deutschland. Damit ist nun nichts zu vergleichen, Es sei denn die Hölle. Alles, alles Böse, das auf Erden vorhanden ist wird edel im Vergleich mit Deutschland, dieses ist verflucht, man muß sich abgewöhnen, irgendetwas mit dieser germanischen Scheiße zu vergleichen.“

Mit der Veröffentlichung dieser Briefe ist es für die Zukunft unmöglich, Deutsche einseitig der Völkerverhetzung zu bezichtigen. Diese Ausbrüche zornwütigen Grolls gegen das nationalsozialistsche Deutschland stehen dessen Parolen gegen die Juden in Nichts nach. Hier lodert Haß gegen Haß, hier gibt es keinen Ausgleich, und Roths Briefpartner Stefan Zweig glaubt denn auch im sicheren London „an den nahen Krieg wie andere an Gott“, glaubt an den Krieg, der dann ja auch ausgebrochen ist und den die Juden ohne Zweifel erstrebt haben.

In diesem Streben mußten sie sich nicht anstrengen, denn Hitler, dessen gewalttätiger Wille nicht mit Sinn für Maß und Möglichkeit gepaart war, nicht von politischer Weisheit gezügelt wurde, Hitler selbst mobilisierte die Apokalyptischen Reiter, die dann ihn und sein stolzes Werk, das Großdeutsche Reich, zermalmten. Der Zweite Weltkrieg - mit Einschränkung kann er ein germanisch-jüdischer Krieg genannt werden - endete mit dem Triumph Israels. Die Deutschen erlitten eine Niederlage, von der sie sich trotz ihres materiellen Wohlstandes anscheinend nur schwer erholen können. Seit über ein Jahrtausend im Netz der jüdisch-christlichen Heilslehre gefangen, in mehrere Vaterländer zerfallen, scheint ihr geschundener Genius zu erlöschen.

Was Roth so europäisch, so menschlich wirken läßt, ist seine Einstellung zum Zionismus: Der jüdische Nationalismus ist ihm ebenso zuwider wie der deutsche, er macht da keinen Unterschied und schreibt überspitzt (August 1935 an Stefan Zweig): „Ein Zionist ist ein Nationalsozialist, ein Nazi ist ein Zionist.“ Er erkennt die Parallelen und nennt Hitler einige Zeilen weiter „nur einen blöden Bruder der Zionisten.“

Sicher ist, daß die Politik Hitlers den Zionismus gefördert hat. Denn indem er die Juden jeder Existenzmöglichkeit in Deutschland beraubte, zwang er sie, ihre oft schon Generationen alte Assimilation als einen Irrtum zu erkennen, weckte ihr nationales Ehrgefühl und trieb sie dem Zionismus als einzige Alternative in die Arme.

[In diesem Schluss irrte sich der Autor fundamental. Lange vor Hitler war Moses Hess, der sog. „Kommunisten-Rabbi“, in seinem Buch „Rom und Jerusalem“ (1862) vom Zionismus beseelt und predigte ihn, ebenso wie Theodor Herzl, mit seinem Buch „Der Judenstaat“ (1896).]

Joseph Roth war eine von den Ausnahmen. Er litt am Leben und den Disharmonien dieser Welt. Noch vor Beginn des großen Gottesgerichts starb er zu Paris im Mai 1939. [Ende der Zitation] Die Formulierungen vom Ende des Artikels sind wohl als eine Konzession gegenüber dem judophilen Zeitgeist zu verstehen. Extrem viele Juden gehörten zu diesen linksextremen volksverbrecherischen Gruppierungen, die ihre verantwortungslosen Wahnsinnsparolen ins Volk geschrien und geschrieben haben, von „Klassenhass und Klassenkampf“ und dem „letzten proletarischen Gefecht“, also vom angestrebten Krieg in einer Art irrem Selbstzweck, wie es insbesondere der Jude Leo Trotzki, mit seinen ihm anhängenden Trotzkisten, von der „Ewigen Revolution“ predigte.

Den von vielen Juden herbeigesehnten Welt-Krieg gegen Deutschland, den die judophilen und hassvollen Herren Roosevelt und Churchill lostraten, hatte als disziplinierenden großen „Rassekrieg gegen Deutschland“ bereits Moses Hess zur Mitte des 19. Jahrhunderts erhofft und gefordert. Insofern war Joseph Roth keine „Ausnahme“, ganz im Gegenteil, die rote Linie seiner Biographie entsprach exakt der von hunderten linksgeprägter marxistisch-kommunistisch-zionistischer jüdischer Intelligenzler Mitteleuropas und den USA, aus der Denkschule des rabbinischen Moses Hess. 

Denn das frei und frech erlogene alliierte Märchen vom Weltkriegsbeginn Nr. 2, wegen des deutscherseits am 01.09.1939 erfolgten militärischen Einschreitens gegen die aufmüpfigen Polen und die angeblich deshalb erfolgte britische Kriegserklärung gegen das Deutsche Reich, die am 03.09.1939 als sog. „King’s Speech“ erfolgte, ist nachweisbar mehrere Tage vor den deutschen Handlungen an seiner Ostgrenze verfasst worden und in ihren ersten Fassungen sogar schon Wochen zuvor. Mittels dieser Kriegsgrund-Lüge ist die gesamte Welt bis zum 10.12.2013 getäuscht worden, bis das Dokument als Versteigerungsobjekt des Londoner Auktionshauses Sotheby’s ans Tageslicht trat.

Davon zutiefst überzeut, dass es zwischen Deutschen und Juden keinen friedlichen Ausgleich geben könne, waren nicht wenige Intellektuelle der Internationalen jüdischen Gemeinchaft, so dass sich eine einvernehmliche Guppe zusammenfand - darunter waren die Physiker Albert Einstein, Léo Szilárd, Edward Teller - die am 02.08.1939 einen Brief an US-Präsident Roosevelt schrieben, er möge doch bitte Atombomben für den Abwurf über Deutschland konstruieren lassen, was unverhohlen einem Genozid-Wunsch gleichkam. Der Präsident gab daraufhin am 15. Oktobr 1939 den Befehl zur Gründung des Atom-Komitees für das Manhatten-Programm, unter der späteren Leitung des jüdischen Physikers Julius Robert Oppenheimer.