14.07.2025
IHR LIEBEN FRAUEN
Ihr lieben Frauen kommt zurück,
zu Eurer Ur-Mütter Herzens-Glück,
das von der Königin bis zum Kind
die Runen einst gewesen sind.
Lacht mit uns über diesen Schmäh,
der Kirchen lügenhaften Dreh,
wir hätten kleine Schrift besessen;
den Unsinn sollte man vergessen !
Die Frau‘n liebten das Runenritzen,
mit ihren feinen Fingerspitzen
und ihrem klaren Werkverstand
ging Schreiben leicht von ihrer Hand.
Im eddischen Sang „Sigrdrífomál“
belehrt die Walküre Sigrdrífa zumal
den hehren Helden Sigurðr-Siegfried
in Runen-Kunde und Sitten-Gebiet.
In deutschen Mären ist es Brynhild,
welche Fragen über die Runen stillt.
Wir erkennen daran den alten Zug:
Frauen-Lehramt, mit Recht und Fug.
Die Weiber hat die Kirche versklavt,
für die „Erbsünde“ wurden sie bestraft,
zu tausenden als „Hexen“ verbrannt,
nach der christlichen Frauen-Schand‘.
Besinnt Euch Frauen, zum Neubeginn,
geht zum Rat auf den Runen-Gewinn.
Schenkt Euren Herzen den Odal-Stab,
senkt nun ins Sinnen die Runen-Saat.
Meditiert mit Runen nach altem Brauch,
was Ur-Mütter konnten, könnt Ihr auch !
Holt Euch aus Runen die Weiber-Kraft,
bleibt nicht länger in kirchlicher Haft !
Für das Frauentum sind die Schwarzmond-Runen 1, 4, 7, 11, 15. und die Vollmond-Rune 19 von besonderer Bedeutung: 1. Odala-Rune der Od-Kräfte bzw. Seelen-Energien =
+ 4. Lina-Lauka-Lagu-Rune der ur-medizinischen Heilmittel =
+ 7. Birk-Mutter-Rune =
des christl. Marien-Mondes März + 11. Schalen-Mutter-Rune =
des christl. Marien-Mondes Mai + 15. die hochsommerliche Notwende-Nutzenfeuer-Rune =
+ 19. Kienspan-Rune der herbstlichen Kunkel-Stuben-Zeiten der Mütter und Maiden = ![]()
Mein Ausdruck „Erbsünden-Unsinn“ ist eine umgangssprachliche aber korrekt abwertende Bezeichnung für die verbrecherische christliche Lehre von der Erbsünde, mittels derer die Frauen insbesondere psychisch schwer belastet und gedemüigt wurden. Die Erbsünde ist ein komplexes theologisches Verblödungs-Konzept, das besagt, dass alle Menschen seit dem angeblichen „Sündenfall“ von Adam und Eva von Natur aus sündhaft sind und besonders die Frauen eine natürliche Neigung zur sexuellen Triebhaftigkeit und Bosheit hätten.
Die Folterungen von verdächtigen Frauen und die Hexenverbrennungen bezogen sich auf das Bibel-Wort: „Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen“. Es ist eine Wiedergabe von 2. Mose 22,17 im hebräischen „Alten Testament“. Diese Passage wird oft als Grundlage für die Verfolgung von Menschen wegen Hexerei, besonders im Kontext der Hexenprozesse, herangezogen. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Übersetzung und Interpretation im Laufe der Geschichte zu erheblichen Ketzer-Verfolgungen Frauen-Morden geführt hat.
„Sigrdrífomál“ (an. „Sigrdrífas Rede“) ist ein Heldenlied der Liederedda im „Codex Regius“. Das Sigrdrífomál erzählt zusammen mit dem Fáfnismál und dem Reginsmál von den Jugendtaten des Helden Sigurðr, des nordischen Siegfried. Nachdem Sigurðr den Drachen Fáfnir erschlagen hat, reitet er los, um die Walküre Sigrdrífa zu finden. Auf einem Berg sieht er ein großes Feuer und findet dort einen schlafenden Mann in Rüstung umgeben von einer Schildburg. Sigurðr nimmt dem Schlafenden den Helm vom Kopf und erkennt, dass es eine Frau ist. Als er sie aus ihrer Brünne geschnitten hat, erwacht sie und gibt Sigurðr einen Erinnerungstrank. Er erkennt Sigrdrífa und sie erzählt ihm, dass Óðinn in einer Schlacht zwischen den Königen Hjalmgunnar und Agnarr den ersteren zum Sieg auserwählt hatte. Sigrdrífa war jedoch nicht damit einverstanden und tötete selbst den Hjalmgunnar. Óðinn bestrafte sie dafür, indem er sie mit einem Schlafdorn stach und sie dazu verflichtete, nie wieder kämpfen zu dürfen und sich vermählen zu müssen. Sigurðr bittet die Walküre, ihm einen Teil ihrer Weisheit zu gewähren, sie also zu unterrichten. So belehrt sie ihn in die Runenkunde und in der Sittenlehre.
Weder das Alter noch der Ursprung des Motivs der Erlösung einer Jungfrau aus einem Schlafzauber können genau bestimmt werden. Am auffälligsten sind wohl die Parallelen zum Märchen von Dornröschen. Ob es sich beim Sigrdrífomál nun um eine ältere Vorlage oder eine andere, mythischere Version des Märchens handelt, es stellt auf jeden Fall eine eigentümliche, vielleicht sogar spezifisch nordische Bearbeitung dar. Bezüglich der Nibelungensage wurde Sigrdrífa in der Regel mit Brynhild/Brünhild gleichgesetzt.