15.07.2025

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Runen-Religion ist Anbetung des Asen, d.h. Ehrung des Ahnen-Kultes.

WODAN + DAS ICH

Wodin ist das ALL, Wodin ist das ICH,
das lehrt uns das ODING, untrüglich.
So spricht die germanische Theologie,
und Runen verhehlen die Wahrheit nie.

Das ODING entwuchs einer Reformation,
der alt-arische Himmelsgott Tiu schon
wurde von Pantheons Spitze verdrängt,
der Vorsitz dem „Asen Wodin“ geschenkt.

Der Ase ist des Volkes Seelen-Bringer,
die Summe aller Ahnen -, nicht geringer.
Er ist des germanischen Volkes Geist,
dessen Intellekt und Genie man preist.

So verstanden die Arier Volks-Religion,
es klingt aus dem Weda der gleiche Ton:
„Brahman ist Atman“, ward dort postuliert
und wurde bis zum Hinduismus tradiert.

Atman-Atma heißt Atem, ist Lebenshauch,
im Germanischen ist es Od-Odem auch,
den der Od-Gott Odin zur Erde bringt,
wenn die Segung von einer Mutter gelingt.

Vor der Runen-Reform galt der Tiu-Gott,
wie Jehova, Zeus, Varuna -, ohne Spott,
der die Nachkommen seiner Völker schafft,
aus einer unerklärlichen göttlichen Kraft.

Unsere Runen anbetenden Ahnen einst,
verehrten eigenen Ahnengeist, reinst.
Zum Hauptgott ward damit der Runen-Sinn,
 gesunder Selbstachtung klarer Beginn.

Wer solche Religion seinen Glauben nennt,
sich nimmer zur Selbstverachtung bekennt.
Kein fremder Glaube, ob Christ, ob Muslim,
wär' da denkbar, auch kein grüner Klimbim.

In den vedantischen Lehren des arioindischen Bahmanismus und Hinduismus, insbesondere im Advaita Vedanta, wird die Aussage „Brahman ist Atman“ als grundlegendes Prinzip betrachtet. Dies bedeutet, dass das individuelle Selbst (Atman, die Hauch-Seele) letztendlich mit dem Absoluten, dem kosmischen Bewusstsein (Brahman), identisch ist. Es ist keine dualistische Trennung zwischen dem persönlichen Selbst und dem kosmischen Selbst, sondern eine Einheit. Im Hinduismus ist Atman das individuelle Selbst, die Seele oder das innere Wesen eines jeden Lebewesens. Es ist das, was bleibt, wenn man alle vorübergehenden Aspekte wie Körper, Geist und Emotionen abzieht. Brahman ist das absolute, höchste Wesen, die letztendliche Realität, die alles durchdringt. Es ist das unpersönliche, ewige, unendliche und unteilbare Prinzip, aus dem alles entsteht und zu dem alles zurückkehrt.

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Unsere indogermanisch-arischen Vorfahren verehrten zu allen Zeiten zweierlei Götter, die lichten Himmelsgottheiten und die zunächst erdhaften Ahnengeister ihrer verstorbenen Helden und Heldinnen. Das waren die lichtwesenhaften Devas und chthonischen Asuras, germ. Asen und Vanen. Ihre Ausdeutungen in Indien und im Eran/Persien wandelten sich zwar im Laufe der Jahrtausende, aber ihre außerordentlichen Beutungen blieben. Der germ. Tiu-Tyr kam aus dem Lager der arischen Lichtgötter, wie Dyaus, Zeus, Jupiter. Der Ase Wodan gehörte anfangs zu den Ahnengeistern, wie der vedische Windgott Vayu und iran. Vai, welche als kosmische Kräfte Leben und Vitalität spenden.

Die germanische Religionswissenschaft geht in einem gewissen Zeitpunkt von einem Wechsel des Glaubenschwerpunktes aus, von der Tiwaz-Tiu-Tyr- zur Verehrung des Wodanaz-Wodin-Odin. Wie ich mehrfach dargelegt habe, kann das nur geschehen sein, im Zug der Kimbern- und Teutonenkriege. Die jütländischen germanischen Stämme der Kimbern, Teutonen und Ambronen hatten auf Ackerlandsuche ihre nordeuropäischen Siedlungsräume verlassen und waren nach Süden gezogen. Zwischen 113 und 105 v.0 brachten sie den Römern schlimmme Niederlagen bei, bevor sie schließlich 102 und 101 v.0 vernichtend geschlagen wurden und tausende in Gefangenschaft kamen. Sie hatten, nach den röm. Berichten, auf einen ehernen Stier geschworen, waren also Tiu-Anhänger und glaubten im Krieg an ein „Gottesgericht / Gottesurteil“. Der Himmmelsgott hatte sie enttäuscht, so musste es für viele zur Glaubensabkehr kommen. Als im röm. Spartakusaufstand von 73 v.0 tausende junge Germanen und Kelten wieder frei kamen, schlugen sie im Frühjahr 72 v.0 bei Mutina (heute Modena) ein röm. Heer, von ca. 10.000 Soldaten, das den Alpenübergang bewachen und verhindern wollte. Spartakus plante seine Armee über die Alpen in ihre Herkunftsgebiete von Germanien, Gallien und Thrakien zurückzuführen, doch er kehrte mit seiner Hauptmacht zurück in den Süden, wo er schließlich unterging. Nach dem Sieg von Mutina muss aber ein Teil seiner Kämpfer die Alpen überquert und in die freie Germania gelangt sein. Darunter haben sich diese Männer befunden, welche nach dem Kennenlernen der romstädtischen und wohl auch der keltisch-alpenländischen Schriften, das germ. Runen-System als neue Glaubensform entwickelt haben. Im ODING-Runensystem steht der Himmelsgott Tiu an 8. Stelle, aber der Ase Wodin-Odin auf hervorragender zahlenmythologischer Position 21.

Mit der Zahl 21 (3X7) wurde in der Zahlenmystik immer das totale kosmische Wissen ausgedrückt. In den Orakelblättern der altägyptischen Schrifterfindergottes Thot, dem „Tarot“, heißt die 21. Karte „die Welt“. Der Sechsstern und die Sechs (1+2+3=6) sind ein zahlenmythologischer Basisaspekt der Runenreligion des ODING-Wizzod (Runen-Evangelium). Seine 24 Zeit- und Schicksalsstäbe ergeben die 6 als „Summus-Perfectus“ (2+4=6). Schon im urur-thüringischen bzw. urdeutschen Sonnenheiligtum von „Goseck“ (Gottesacker) fand sich die Sechserstruktur auf einem Kindergrab-Kumpf, des Alters 7.000 Jahre vor der Jetztzeit. Auch das archaische lat. Alphabet umfasste 21 Buchstaben. Der Spiel­würfel (Hexa­­eder­/Ku­­bus), als ein von 6 Qua­draten begrenzter Körper, ist Symbol der veränderlichen Da­uer bzw. Ewigkeit. Unter den fünf platonischen Kör­pern repräsen­tiert er die Erde; er trägt 21 Augen. Die 21 wurde zwar „Krone der Magier“ genannt, doch ohne einleuchtende Begründung. (Cheiro, Das Buch der Zahlen, 1964, S.78) Eine pytha­go­reische Erklärung wäre aus dem My­s­terium dieser Geheimlehre um die Tetraktys („Vierheit“) zu gewinnen: Die Summe der ersten vier harmoni­schen Zahlen multi­pli­ziert mit der vollkommenen 6-Zahl ergibt 210 (6+8+9+12=35X6=210). Die 21 ist Pro­dukt aus der ganz außerordentlichen, einerseits erdhaft-mütterlichen, andererseits kosmisch-geistigen 7 und der Gottesgeistzahl 3 (7x3). Bereits im Weda heißt es: „Ja, die 21 ist die Sonne !“ Gemeint ist sicherlich die Schwarze Sonne, die auch in Nacht und Winter allgegenwärtige, die bei Dunkelheit in Vayu, den ewigen Wind, eingegangene. Schon die Pythagoreer verglichen die 7 mit dem Lenker des Weltalls, um wie viel mehr müsste die Dreimal­sieben die Zahl des Weltgeistes sein ! Sie muss als noch einmal überhöhte „vergeis­tigte Sieben“, als Kronensieben verstanden worden sein. Jedenfalls ist sie ein Signum für die Feuergeis­tigkeit Got­tes.

Sie ist die geheimnisvolle Allzahl, Rundzahl, ver­steckte Jahreszahl. Die Totale der 24 Runen verdichtet sich zur QS 6 und aus der Theosop­hischen Addition jener per­fekten 6-Zahl (1+2+3+4+5+6=21=2+1=3) wird über den Umweg der 21 die Gottes-3 als Kernziffer sichtbar. Das wäre schon fähig, die ihr entgegen­ge­brach­te Hochschätzung zu erklären. Bei Theosop­hischer Addition der Geistzahl 21 ergibt sich 231 als Zahlen­sym­bol der Geistwelt; deren Umkehrung müsste folglich die Körperwelt versinn­bildlichen, das wäre 132. Die Addition beider ergibt mit 363 die fast ge­naue Anzahl der Jahres­tage; denn das Jahr wurde mythisch verstanden als etwas aus den beiden großen Gegen­sätzen Zusammengebrachtes. Die Geistwelt der Größenordnung 231 (QS 6), als Schöpfung des Asen (Wodin), ist zwangsläufig der irdischen Schöpfung vorgeordnet, deshalb musste die 21., die A-Rune des Asen im Runen-Jahr(Zeit)kreis vor dem Kreislaufbeginn eingeordnet werden.