28.05.2016 / 20.08.2025
           
 
VOM HASSEN
 
Gehasst wie der Teufel wird einer nur,
nicht weil er als Tölpel zur Hölle fuhr;
gehasst wurde über den Tod hinaus,
niemals die nichtige, niedere Laus.
 
Gehasst wird allein der strahlende Held,
dess‘ Glanz ins dämonische Dunkel grellt.
Nie endet der Höllen Hass und Gehetz‘,
so lautet ein uraltes Seelen-Gesetz.
 
Aus Pfützen blinzeln die Kröten hinauf,
Nachtgetier stört sich am Sonnenlauf -,
und spiegelt sich der im Kloaken-Loch,
triumphierend die Kröte darüber kroch.
 
Gift wird gespritzt, von unten nach oben,
die Lichten lieben das Lichte zu loben,
sie lachen verächtlich hinab in die Gruft,
bedauern im tiefsten Herzen den Schuft.
 
Hass ernährt sich aus nagendem Neid,
aus siecher Seele und dürftigem Kleid;
er gedeiht so oft zum erbärmlichen Stolz,
 wächst wie ein Pilz auf faulendem Holz.
 
Drum sehet, ihr Heilen, dass ihr nie hasst,
wenn ihr den Schelm an der Gurgel fasst,
 Schmutz wird sorglich beiseite gefegt,
ohne, dass höhnendes Hassen sich regt.
 
Bild: Vorstellung aus Goethes „Faust“, Teil I. - „Prolog im Himmel - Gott und Teufel“ (Sammelbild der „Liebig-Erzeugnisse)
 
Der Herr zu Mephisto:
 
„Du darfst auch da nur frei erscheinen;
Ich habe deinesgleichen nie gehasst.
Von allen Geistern die verneinen,
Ist mir der Schalk am wenigsten zur Last.
Des Menschen Tätigkeit kann allzu leicht erschlaffen,
Er liebt sich bald die unbedingte Ruh‘;
Drum geb‘ ich gern ihm den Gesellen zu,
Der reizt und wirkt und muss als Teufel schaffen.
Doch ihr, die echten Göttersöhne,
Erfreut euch der lebendig reichen Schöne !
Das Werdende, das ewig wirkt und lebt,
Umfass euch mit der Liebe holden Schranken,
Und was in schwankender Erscheinung schwebt,
Befestiget mit dauernden Gedanken.“
 

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Unter Sowjetischer Herrschaft


17.06.2016 - „Kurz nach der Befreiung besetzten die Bolschewisten die Stadt Oswiecim [deutsch Auschwitz] und richteten sich auch in den örtlichen Konzentrationslagern ein, die sich schon bald wieder mit Häftlingen füllen sollten. Zum festen Bestandteil der sowjetischen Besatzung von Auschwitz gehörte alsdann nicht nur eine Hundertschaft von NKWD- Schergen, sondern auch Dokumentarfilmer und Kriegsbericht- Erstatter, unter der Regie von Ilja Ehrenstein [gemeint ist der bolschewistisch-jüdische Literat Ilja Ehrenburg, Stalins Propaganda-Chef]. Professionelle Propaganda war fester Bestandteil der sowjetischen Verschleierungsmaschinerie. So mussten sich Kinder und ein polnischer Arzt mit stark anti-kommunistischen Ansichten gegen ihren Willen vor laufenden Kameras stellen und im Chor Willkommen den Befreiern ausrufen. Der Mediziner sollte später auch für Fotos herhalten, die ihn zeigten, als er mit dem Finger auf angeblich durch die SS ermordete Leichen wies. Leider wissen in diesem Zusammenhang nur wenige Menschen, dass Auschwitz schon kurz nach der Übernahme durch die rote Armee zum höllischen Gulag für deutsche Soldaten und Zivilisten wurde.

In diesen Lagern waren schnell mindestens 15 Tausend Deutsche eingesperrt. Mitglieder der NSDAP, deutsche Zivilisten, Volksdeutsche, Oberschlesier und auch einige Polen die erst befreit und dann wieder eingesperrt worden waren. Wie viele Menschen dort auch noch nach dem Kriege ermordet wurden, weiß keiner. Alles was Deutsch war hatte man vorab als vogelfrei erklärt und so wurde man schon ins Lager gezerrt, nur weil man eine Immobilie hatte. Die Geschehnisse in sowjetischen bzw. polnischen Lagern nach dem zweiten Weltkrieg wird und wurde als eine Folge der Nazi-Aggression in Europa gerechtfertigt. Eine Gleichsetzung mit dem ehemaligen Lager Auschwitz sei nicht möglich, da es keine Kontinuität der Existenz der Lager nach 1945 gab. Es waren nicht die gleichen Lager - heißt es heute noch offiziell. Ein Paradox ist auch, dass ebenso die Sowjets 1939 Polen angriffen, heute aber als Befreier gefeiert werden, weil sie ein paar Löcher in die Zäune von Konzentrationslagern schnitten.

Natürlich haben die Sowjets die von ihnen eroberten Gebiete von Nazis gesäubert. Die Nazis aber unterdrückten Polen 6, die Sowjets allerdings 45 Jahre lang. Und mit Grausamkeiten sparten sie bekanntlich auch nicht. Millionen Menschen verschwanden seit dem 17. September 1939 bis weit nach Kriegsende in russischen Lagern.

Gedenken wir also heute gemeinsam besser allen Opfern des Totalitarismus, den Juden, Polen, Zigeunern, Ukrainern, Russen, Deutschen, Chinesen, Bosniern, Ungarn, Japanern, Irakern, Afghanen und allen anderen Unschuldigen Erdenbürgern. Gerade Geschichtsfälschungen sind es, die mangels objektiver Aufklärung, Wiederholungen von Völkermorden jederzeit möglich machen. Es reicht nicht nur die bosnischen Serben für derartige Taten vor Gericht zu stellen, denn in der ganzen Welt laufen viel schlimmere Täter frei herum und keiner macht etwas dagegen.“ (Aus einer Anklageseite zum Thema Auschwitz.)