18.01.2026

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Flaggen des Vereinigten Königreichs, auch „Union Jack“ genannt, mit dem Denkmal des Kriegsverbrechers Winston Churchill (Auslöser von WK II.).

Von „Arminius Erben“ ging heute die folgende Abhandlung bei „Adelinde“ (Heidrun Beißwenger) ein:

Es ist eine der großen Illusionen Europas, daß Großbritannien der Ursprungsort der Freiheit sei. Nebel, Tweed, Understatement – und irgendwo dazwischen die Vorstellung, hier sei das moderne Rechtsstaatsdenken geboren worden.

Doch diese Erzählung ist nicht nur falsch, sie ist gefährlich. Sie verdeckt, daß der britische Staat bis heute auf einem Fundament ruht, das mit Freiheit im kontinentalen Sinn nichts zu tun hat.

Großbritannien ist kein Verfassungsstaat. Es ist ein Machtstaat mit Tradition.

Der Bürger existiert dort nicht als souveräner Rechtsträger, sondern als Subject of His Majesty. Rechte sind keine Abwehrrechte gegen den Staat, sondern Konzessionen der politischen Ordnung. Was das Parlament gewährt, kann es jederzeit entziehen – und es hat in den letzten zwanzig Jahren mit sichtbarer Lust demonstriert, wie konsequent es von dieser Möglichkeit Gebrauch macht.

Die „Magna Carta“ – dieses oft zitierte Dokument – war nie mehr als ein feudaler Waffenstillstand. Ein Abkommen unter Eliten, kein Versprechen an das Volk. Sie war kein Bruch mit Willkür, sondern deren aristokratische Einhegung. Daß sie heute als Urtext der Freiheit gefeiert wird, ist weniger historische Erkenntnis als zivilreligiöse Legende.

Der moderne britische Staat hat diese Legende lange genutzt, um eine Leerstelle zu kaschieren: das Fehlen einer echten Verfassung. Solange politische Kultur und gesellschaftliche Homogenität die Macht mäßigten, fiel das nicht auf. Doch Kultur ersetzt keine Struktur. Und sie verdampft schneller, als jede Kodifikation je gelöscht werden könnte.

Seit dem „War on Terror“ ist sichtbar geworden, was immer schon galt: Der Staat kennt keine Grenze über sich. Präventivhaft, geheime Blacklists, Meinungsdelikte, algorithmische Gefährderbewertungen – alles geschieht in völliger verfassungsrechtlicher Normalität.
Niemand muß eine Verfassung brechen, um Grundrechte auszusetzen, denn es gibt keine.

Der Bürger wird so still in einen Verwaltungsfall zurückverwandelt. Nicht durch den großen Putsch, sondern durch Verordnungen, Ausschußbeschlüsse und „guidance notes“. Keine Panzer, kein Kriegsrecht – nur PDFs.

Wo früher Vernunft regierte, regieren heute Gouvernanten mit Östrogenüberschuß. Und genau darin liegt der düstere Ausblick:

Denn Großbritannien ist nicht die Ausnahme. Es ist das Experimentierfeld. Ein Staat ohne formelle Verfassungsgrenzen eignet sich ideal als Labor für das, was auch auf dem Kontinent längst diskutiert wird:

– Vorverlagerung der Repression,
– Entgrenzung von Prävention,
– Umdeutung von Abweichung in Gefahr.

Was heute in London als „public safety“ legitimiert wird, taucht morgen als „europä-ischer Standard“ in Brüssel auf. Der Untertan kehrt zurück – nicht mit Krone und Hermelin, sondern mit Login, Score und Aktenzeichen.

Und während man auf dem Kontinent noch an die Unantastbarkeit der Würde glaubt, wird auf der Insel längst vorgeführt, wie lautlos man eine Gesellschaft von Bürgern in eine Verwaltungseinheit überführt.

Nicht im Sturm.
Im Nebel.

@arminius_erben

 

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Großbritannien und seine verbrecherische Kolonialgeschichte

Großbritannien war die größte Kolonialmacht der Weltgeschichte. Auf allen bewohnten Kontinenten besaß es ergaunerte und gewaltsam gewonnene Kolonien und Protektorate. Im Jahr 1922 hatte das Britische Weltreich seine größte Ausdehnung und umfasste mit 458 Millionen Einwohnern ein Viertel der damaligen Weltbevölkerung. Diese Waren wurden dort gegen Sklaven eingetauscht. Diese Sklaven brachte man unter anderem in die Karibik, wo sie zum Anbau von Zucker gezwungen wurden. Schließlich wurde der Zucker nach Europa gebracht, wo er gewinnbringend verkauft werden konnte. Die 1672 gegründete Royal African Company hatte das Monopol auf die Versorgung der britischen Kolonien mit Sklaven.

Um nur zwei der Welt-Verbrechen Grossbritanniens anzuführen: Opiumkriege (Erster 1839-1842, Zweiter 1856-1860) waren Kriege zwischen Großbritannien und dem chinesischen Kaiserreich der Qing-Dynastie, die durch den illegalen britischen Opiumhandel ausgelöst wurden, um die chinesischen Märkte für den englischen Opiumhandel zu öffnen. Das Ergebnis der englischen Gewalt waren ungleichen Verträgen, Gebietsabtretungen (wie Hongkong).

Die beiden Burenkriege (Erster 1880-81, Zweiter 1899-1902) waren Kriege gegen die niederländischen Buren/Bauern in Südafrika, zwischen Großbritannien und den Burenrepubliken (Transvaal, Oranje-Freistaat), wegen britischer Expansionsgelüste und den dortigen reichen Goldvorkommen. Während der Erste Krieg zur Wiedererlangung der burischen Unabhängigkeit führte, endete der zweite mit der Niederlage der Buren und ihrer Eingliederung in das britische Kolonialreich, wobei die Briten Konzentrationslager (KZs) für die Burenfrauen einrichteten, um die burische Abwehrkraft zu untergraben und britische Herrschaft in Südafrika zu erreichen.

Das Vereinigte Königreich ist eine parlamentarische Monarchie. Souverän ist nicht das Volk, sondern das Parlament. Das Parlament besteht aus dem Oberhaus (House of Lords) und dem Unterhaus (House of Commons) und regiert das Land gemeinsam mit dem Monarchen. Seit 1911 hat der Monarch de facto keine Regierungsmacht, seine Vetomacht gegen Beschlüsse des Parlaments hat seit dem frühen 18. Jahrhundert kein Monarch mehr geltend gemacht. Kernelement des britischen Regierungssystems ist das Parlament mit seinen zwei Kammern. Das Unterhaus besteht aus 650 Abgeordneten. Von allen Landkreisen des Vereinigten Königreichs wird je ein Abgeordneter nach dem Mehrheitswahlrecht ins Unterhaus gewählt. Das Unterhaus bestimmt über Gesetzgebung und Staatshaushalt und die Regierung des Vereinigten Königreich ist ihm gegenüber verantwortlich.