21.01.2014
                   
 
Bild: Original aus dem Stundenbuch „Les Trés Riches Heures“ des Herzogs de Berry (15. Jh.) - Wenn wir uns die dargestellten Gläubigen als Heiden in einem Heidentempel denken, wären diese in gleicher dankbarer Andachtsmanier - den feurigen Lichtgeist des Od-Gottes empfangend - aufzufassen. Allerdings eher in Gottes freier Natur !  
 
DAS HEIDNISCHE PFINGSTFEST
 
Freunde des ODING’s, liebe Odingi -, „Pfingsten“ ist für die Christen das „Fest des Heiligen Geistes“. Es sollte im deutsch-heidnischen Widerspruch dazu das gallo-germanische Fest des ODING sein, denn OD ist das germanische Wort auch für Geist und Seele -, so wäre Pfingsten aus unserer Sicht und Verständnisweise, ein Fest des Od, des ODING. In der isländischen „Edda“ wird der „Óðrörir“ als der zum Dichten und Denken anregende Trunk erwähnt, der „Geist-Seelenerreger“. „ODING“ ist der von mir im Jahre 1981 wiederentdeckte tiefsinnige und geheimnisvollste Begriff der urdeutschen Volksreligion. Es ist ein Wort wie ABC und bezeichnet, gebildet aus den ersten drei Runen-Buchstaben, den Gesamtverband der 24er Ur-Runen-Struktur. O-D-Ing sind die drei ersten Runen der Runen-Reihe, von rechts nach links gelesen; denn alles Rechte und Gerechte beginnt mit Rechts.
 
Geistarme Klamauk-Heiden, wie z.B. „Wotans-Volk“, die unter „Asatru“-HPs firmieren, tun dem Heidentum viel Schaden an, schließen doch flüchtige Betrachter der Scene von deren primitiven Artikulationen auf alle modernen Heiden. Einer der diversen Runen-Narren Deutschlands, seines Zeichens „Vorsitzender des Internationalen Zentralverbandes germanischer Runenforscher“, Rudolf Arnold Spieth, schrieb mir vor einigen Jahren: „Was soll denn das für ein Wort sein ,Oding’, besser würde Sie sagen ,Unding’ !“ Damals teilte mir ein hämischer Anrufer mit, den Namen Oding gäbe es laut Internet „nur in Afrika bei einem primitiven Negerstamm“ ! Selbst die Formen Odingi oder Odingis, als Bezeichnung derer die ihre geistig-religiöse Grundlagenrichtung aus dem germanischen Runen-ODING beziehen, werden von einigen geistigen Pygmäen zuweilen glossiert, es sind zum Teil Ignoranten, die sich mit stolzgeschwellter Brust „Deutsche Heiden“ nennen. Über die intellektuellen Qualitäten der meisten Runenesoteriker in der BRD lässt sich leider kaum streiten, diese ist nach deren eigenen Zeugnissen äußerst dürftig. Vom „Heiligen Geist“ wurden deren Hirne zu keiner Zeit geschwängert !
 
Diese Anlässe bewegen mich, noch einmal im Folgenden auf den Begriff Oding und Odingi etwas näher einzugehen: Die Bewohnerschaft in alter Zeit unterschied man, wie auch bei den Sachsen, in Edelingi (Ethilingi) und Freie (Frilingi). Darunter standen die mehr oder minder Abhängigen, wie sie noch bis in die Neuzeit als Heuerlinge bekannt waren, die von einem größeren Hof abhängig und ihm zu Dienst verpflichtet waren. Bei den germ. Longobarden hießen die Freien Arimanni, der Einzelne Arimannus.

Die Endung -ingi wurde denen zugefügt die als Abkömmlinge einer bestimmten Person oder eines bestimmten Geschlechtes galten. Die Kinder, die Abkömmlinge oder Anhänger und Gläubige des Od-Gottes (Od-Wodin-Odin) mussten nach germanischem Sprachverständnis somit als Odingi bezeichnet werden.

Diese Anhängerschaft ist historisch nachweisbar: In der i.J. 551 vom Goten Jordanis verfassten „Gotengeschichte“ (Kapitel III § 16-24 der Mommsen'schen Ausgabe) werden die verschiedenen Völker der „Insel Skandza" (Skandinavien) aufgezählt, dabei nennt er auch die Otingis. Bei dieser Aufzählung handelt es sich, wie wir heute wissen, nicht immer um Völkernamen im ethnischen Sinne, sondern um die Namen von Kultverbänden, d.h. von Volksgemeinschaften, die einer sie verbindenden religiösen Idee anhingen. So verhält es sich auch bei den Herulern, von denen man auch lange Zeit glaubte, es handele sich um einen germanischen Volksverband; heute wissen wir, dass es eine kultische Gemeinschaft von Runenanhängern war, die auch in den Kriegen des Römerreich-Beendigers, des Skiren („des Reinen“) Odowakar, engagiert mitfochten.

Auffällig eindeutig, noch in unserer Zeit, ist dies: In der zweitgrößten Wallfahrt Deutschlands (hinter Altötting / Altoting Bayern), geht die christlich-fromme Wanderung von der altgläubigen Asenhochburg Osnabrück aus zur Wallfahrtskapelle in Telgte, das eine deutsche Meile vor Münster / Westfalen liegt. Über die altheilige Stätte der Iburg, wo die, oder eine Irminsul stand, geht es zum Rittergut Oedingberge, wo an der dortigen Klause die erste Rast mit „Wortgottesdienst und Predigt“ eingelegt wird. Diese Wallfahrt muss eine Erinnerung sein aus alten Missionstagen, wo man besonders vor den altheidnischen Weiheorten Flagge zeigen wollte !

Diesem Oedingberge liegt derselbe Wortsinn zugrunde wie der germ. Buchstabenreihung namens ODING, demzufolge könnte diese „Burg des Oding der altheilige Sitz eines priesterlichen Vorstandes und Lehrkörpers gewesen sein. Etwa 75 km westlich liegt die kleine westfälische Burgsiedlung Oeding (alte Bezeichung Oding) im Kirchspiel Südlohn. Ausgerechnet der „Heilige“ Otger (ahd. „Besitzer des Speeres“ - Wer denkt da nicht an unseren Geistspeer-Gott Wodin ?!) soll hier der älteste christl. Glaubensbote im 6./7. Jh. am Niederrhein gewesen sein und ist auch Patron der Oedinger „Mutterpfarre“, der „Urpfarre Lon“ bzw. Nordlohn/Stadtlohn. Wenig nördl. davon liegt Ottenstein. Des weiteren findet sich ein Oedingen / Odingen (bei Eslohe) im oberen Sauerland, das noch zur sächsischen Herrschaft Engern gehörte. Vom Oedinger Berg, mit seiner alten Wall- und Fliehburg, die im Jahre 1.000 als Grundlage für die Errichtung eines Nonnenklosters diente, spricht eine Urkunde von 1533: „tho Odingen uff deine Berge...“. Germanische Oding-Kultstätten gab es - wenn wir danach forschend Ausschau halten - etliche in den Landen. Die bäuerliche niederländische Gemeinde Borger-Odoorn, in der Provinz Drenthe, liegt in einem Gebiet mit einer Vielzahl von Großsteingräbern. Die größte Megalith-Anlage befindet sich in Borger; direkt daneben wurde ein „Hunebedcentrum“ (Hünengrabzentrum) errichtet. In einem Schreiben des Klosters „Ten Nije Licht“ aus dem Jahr 1327 wird der Ort Oderen genannt, in einem Manuskript von 1393 oods, in einem von 1545 Oideren und 1548 heißt es „die pastoer von Oderen". Der Chor der Kirche von Odoorn besteht aus einem Granitfelsen der aus einem Dolmen genommen wurde. Diese Gegebenheiten genügen, um bei der Stätte Oderen einen altgläubigen-altgermanischen Kultplatz der „Oding-Religion“ zu vermuten. Auch als Familienname erhielt sich dieses Wort. Im ca. 55 km nordwestlich Richtung liegenden Kirchspiel Emsbüren (nördl. Rheine) ist für d.J. 1450 ein Heinrich Oding nachgewiesen (vgl. Rolf Süwolto’s Ortssippenbuch). Ebenso erscheinen in mittelalterlichen Listen der Grundherrschaft des Klosters Ebstorf bei Uelzen die Familien Albert und Jacob Oding in den Dörfern Bohlsen und Gerdau.
 
Ich rege deshalb an, das kirchenchristliche Pfingst-Fest als einen heidnischen ODING-Feiertag zu begehen.
 
Der Begriff „Pfingsten“ ergab sich aus dem „fünfzigsten Tag“ des Osterfestkreises, also 49 Tage nach dem Ostersonntag. Gefeiert wird von der Christenkirche die Entsendung und Aufnahme des „Heiligen Geistes“. Der altdeutsch-gallo-germanische „Heilige Geist“ wird vom OD-Gott und seiner weltlichen Botschaft, dem ODING-Wizzod, repräsentiert. Das christliche Pfingstfest findet sich erstmals im Jahr 130 n.0 erwähnt, zu einer Zeit also, in der der ODING-Runen-Kanon längst in die germanische Wirklichkeit getreten war.
 
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Der Pfingst-Ochse
 
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Der traditionelle Viehaustrieb lockt jedes Jahr viele Besucher in den Oberharz.

Vielfach steht eine weiße Taube als Symbol für den „Heiligen Geist“ und damit für Pfingsten. In der christlichen Pfingstgeschichte spielen auch Flammen und Feuer eine Rolle, als Sinnbilder des Geistes. Woanders ist es der Pfingstochse der im Mittelpunkt steht, oder die Pfingstrosen, was sich auf die Jahreszeit bezieht. An Pfingsten trieben Bauern nach einem langen Winter das teils geschmückte Vieh wieder auf die Almen. Noch heute wird dieses Ereignis etwa in Wildemann im Oberharz mit einem Umzug und vielen Besuchern am Pfingstsonntag gefeiert. Andere Bräuche zu Pfingsten wie Maibäume oder Pfingst-Feuer haben mehr regionale Bedeutungen. Der Pfingstochse ist ein Brauch, der vor allem im ländlichen Raum zu Pfingstsonntag gepflegt wird oder wurde. Dabei wird ein Ochse, oft der stärkste oder schönste der Herde, festlich mit Blumen, Bändern und Stroh geschmückt und in einem feierlichen Zug durch das Dorf geführt. Bis ins 19. Jahrhundert gab es diesen Brauch, den Pfingstochsen für das anschließende Pfingstessen zu schlachten, möglicherweise geht dieser Brauch noch auf die Darbringung von altgläubigen Tieropfern zurück. Der Pfingstochse spielt auch beim sehr ursprünglichen pfingstlichen Questenfest in Questenberg, einem kleinen Ort am Kyffhäuser/Süd­harz zur Pfingstzeit, eine erhebliche Rolle. Heutzutage wird der Begriff „Pfingstochse“ auch spöttisch für jemanden verwendet, der sich ungewöhnlich oder übertrieben fein zum Fest macht. Daher auch die Redensart „geschmückt wie ein Pfingstochse“.
 
Im scherzhaften Sinn bezeichnet der Pfingstochse im altbayerischen und österreichischen Raum auch denjenigen, welcher am Pfingstsonntag am längsten schläft. In manchen Orten wird der „Pfingstochse“ auch auf einer Schubkarre durch den Ort gefahren, um allen zu zeigen, wer der Langschläfer ist.