09.02.2024

Geistig unanhängig werden ! >> https://www.youtube.com/watch?v=QvVixfju4WI

Dr. Daniele Ganser: Wie die Medien manipuliert werden >> https://www.youtube.com/watch?v=eW3avLIJo_s

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Hans Habe, geboren als János Békessy (1911-1977) hat in seiner Funktion als US-Geheimdienstler - unter Mitwirkung seiner „Company of Ritchie-Boys“ - die tendenziöse BRD-Nachkriegs-Presse errichtet. Neben etlichen Romanen veröffentlichte Habe 1966 das Buch „Im Jahre Null“, in dem er seinen geheimdienstlichen US-Auftrag schildert. Als Schriftsteller benutzte er die Pseudonyme Antonio Corte, Frank Richard, Frederick Gert, Georg Herwegh, John Richler, Peter Stone und Hans Wolfgang.  

DIE LÜGEN-FEIND-PRESSE

Erst ließen sie uns Niederbomben,
dann setzten sie uns ihre Thromben,
in Form ihrer „Kontrollrats“-Presse,
Herr Hans Habe tat es mit Finesse.

Als wir den Krieg verloren hatten,
kamen sie an mit ihren Schratten
und pflanzten ihren Zeitungswald,
aus dem es heut‘ wie damals hallt !

Grundsätzlich antideutsch und stur,
ist falscher Medien Grundnatur.
Weil sie in diesem Sinn verbiegen
sind sie beständig krass am Lügen !

Das wurd‘ neu-deutsche Pestilenz,
es verloren ihre Zeitungs-Lizenz
die echten Deutschen nach dem Krieg,
das war ja nicht der Wahrheit Sieg !

Fortan, nach des „Kontrollrats“ Plan,
hielt sich die Presse streng daran:
Nie sagen was den Deutschen nützt,
nur sagten was die Sieger schützt !

Der Zeitgeschicht‘ verzerrtes Bild,
ist aller Sieger Schutz und Schild.
Das ist der Sieger-Medien „Bibel“,
und nachkriegsdeutsche Schüler-Fibel.

So wurde Restdeutschland verkehrt,
durch Feind-Nutznießer voll belehrt.
Bis heut‘, der alliierte Kollaborateur
ist „unserer“ Medien Hauptmalheur !

Eine Otter zischt im deutschen Nest,
die sich kaum je vertreiben lässt,
ihr Giftzahn spritzt tagein, tagaus,
Hass und Hetze ins deutsche Haus.

Der Begriff „Schratten“ kommt vom germ.-isländischen „Skrati“, das „Dämon“ bedeutet. Das in allen slawischen Sprachen nachgewiesene Wort „skrzat“ leitet sich vom deutschen „Schratt“ ab, das vom althochdeutschen „scrato“, auch „schrat“, „schrate“, „schretel“ kommt und auf das protogermanische „skrattuz“ zurückgeht, was bedeuten soll: „schrumpfen, verdorren, austrocknen, runzeln, weinen“.

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Wie man mit Lügen versucht, die Lügenpresse zu leugnen !

 „Wahre Welle“ - Von Maximilian Probst - freier Autor für „Die Zeit“ (Erste Ausgabe erschien am 21.02.1946 als Lizenzpresse-Blatt), war zuvor für den „Passagen Verlag“ in Wien tätig:

„Der Vorwurf, die Presse lüge wie gedruckt, sie sei gekauft und handle im Dienst dubioser Mächte gegen das Volk, ist ein echter Klassiker. Schon um 1800 herum ist diese Verschwörungstheorie in konservativen Kreisen ausgearbeitet worden.

Warum zu diesem Zeitpunkt? Weil es eine Phase des rasanten Umbruchs war, in der die Feinde technischer und gesellschaftlicher Modernisierung nach einer Erklärung suchten für all das, was ihnen in der Welt missfiel – und weil zentrale Verdächtige, der Teufel, Dämonen und Hexen, in einer zusehends verwissenschaftlichten und diesseitigen Welt als Agentinnen und Agenten des Bösen nicht mehr überzeugten. Diese Rolle übernahmen nun die Journalisten, Pamphletisten, Autoren und Buchhändler der Aufklärungsbewegung. Der neuen medialen Verschwörungstheorie zufolge hatten sie sich im Geheimbund des Illuminatenordens und in Freimaurer-Logen vereinigt, die Welt mit ihren Gedanken verhext, alle anderweitigen Gedanken unterdrückt und schließlich Ereignisse wie die Französische Revolution herbeigeführt.

Der Begriff „Lügenpresse“ wurde dann nach der Märzrevolution 1848 in konservativen Kreisen populär. Als deren Agentinnen und Agenten machte man nun vor allem die Jüdinnen und Juden aus. Die vermeintlichen Übel der gesamten modernen Welt, Liberalismus, Sozialismus, Demokratie: alles jüdische Erfindungen, die mit Hilfe der „Lügenpresse“ verbreitet worden seien. Diese antisemitische Strippenzieher-Theorie fand 1903 in den gefälschten „Protokollen der Weisen von Zion“ seine maßgebliche Form und wurde später zum Glutkern der Nationalsozialistischen Ideologie.

Seit 2001 wird der Kampfbegriff „Lügenpresse“ von Neonazis wiederentdeckt. Einmal mehr passt man dabei die dahinter stehende Verschwörungstheorie der neuen Zeit an. Neben den traditionellen Feindbildern sollen nun auch der israelische Geheimdienst Mossad und eine jüdisch unterwanderte CIA die Presse kaufen und lenken.

2014 wird der Begriff schließlich zum „Unwort des Jahres“ erklärt. Da hat er bereits in AfD-und Pegida-Kreisen Karriere gemacht. Seither ist von „Staatsfunk, System-Medien" und von „gekauften Journalisten“ die Rede, vom „gleichgeschalteten journalistischen Establishment“ im Fernsehen, Rundfunk und in den Zeitungen – vor allem dann, wenn es um Themen wie Flucht, Terrorismus und Integration geht.

Dabei zeigt sich deutlich die übergeordnete Funktion des Begriffs „Lügenpresse“, denn gemeint ist nicht, dass sich die Presse (die es eigentlich nur im Plural gibt) hin und wieder täuscht, dass eine Zeitung oder Sendung manchmal falsch liegt, was unvermeidbar ist, oder unbewusst und in seltenen Fällen vielleicht auch mal bewusst Lügen verbreitet. Gemeint ist, dass „die da oben“ systematisch mittels der Presse manipulieren und zu ihrem Vorteil „das Volk“ betrügen sollen. Der Begriff hat ein verführerisches Identifikations-Potential, das sich für die Mobilisierung von Anhängerinnen und Anhängern gut eignet: Wir gegen die!

Dieses Freund-Feind-Schema führt dazu, dass man der „Lügenpresse“ eine vermeintliche „Wahrheitspresse“ entgegensetzt. Darunter werden von Pegida- und AfD-Anhängerinnen und Anhängern rechtsnationalistische deutsche Internet-Blogs, aber auch der russische Staatssender RT gezählt. Diesen „Nachrichtenquellen“ glaubt man so pauschal wie man der „Lügenpresse“ misstraut. Das funktioniert umso besser, je weniger die Anhängerinnen und Anhänger der Medienverschwörung mit der Realität jenseits des Medialen in Berührung kommen. Das Internet bietet heute dafür ungeahnte Möglichkeiten. Wer will, kann in diesem schier unendlichen Raum vom Schreibtisch aus „alternative Wahrheiten“ aller Art finden, die ihn gegen Kritik immunisieren.

Doch der Preis dafür ist hoch: Ein demokratischer Diskurs und der in pluralistischen Gesellschaften so wichtige Prozesse von Aushandlung und Kompromiss ist mit einer fundamentalen Frontstellung von Wahrheit und Lüge nicht vereinbar.“